Erfolgreiche Alternative

Interview

Gegründet hatte Robert Wimmer die POLYPEX Wiro Kunststoff-Fabrik GmbH & Co. KG 1959 zunächst als Möbelhaus mit dem Schwerpunkt Küchen. Da ihm weder die zu empfindlichen Spülen aus Email, noch die teuren aus Nirosta gefielen, suchte der findige Chef nach einer Alternative. Er experimentierte mit Acryl und Polyester, verband die beiden Kunststoffe miteinander und hatte damit genau den Werkstoff, den er haben wollte.

Die Küchenspülen gerieten immer mehr in den Hintergrund und schließlich konzentrierte sich Robert Wimmer nur noch auf die Entwicklung und Herstellung von Badewannen und Duschtassen.

„Wir haben eine kontinuierlich ausgelastete Produktion und wollen allenfalls langsam, solide und stabil wachsen.“ Bernhard Buchberger Marketing und Werbung

Auf dem Markt durchgesetzt

POLYPEX setzte sich auf dem österreichischen Markt schnell durch, ist Marktführer und verkauft dort 70 Prozent aller Wannen. Das Unternehmen hat rund 100 verschiedene Varianten im Sortiment und in jedem Jahr kommen neue Designs und Modelle hinzu. Rund 30 Prozent der gesamten Fertigung wird exportiert, vor allem nach Deutschland, in die Schweiz und die Benelux-Länder. Das Unternehmen hat 60 Beschäftigte.

"Viele andere Hersteller sind enorm gewachsen und anschließend komplett zusammengebrochen", weiß Bernhard Buchberger. "Wir haben eine kontinuierlich ausgelastete Produktion und wollen allenfalls langsam, solide und stabil wachsen."

Weiß ist Lieblingsfarbe

Von der Qualität der POLYPEX-Wannen ist Bernhard Buchberger absolut überzeugt. Im Gegensatz zu Email ist Acryl ein warmes Material, strapazierfähig und pflegeleicht. Da Schmutz schlecht haftet, reicht ein Mikrofasertuch zur Reinigung, kleinere Schäden lassen sich mit Polierpaste schnell beheben.

"Aktuell ist weiß sehr begehrt", beschreibt Bernhard Buchberger den Trend. "Früher hatten wir über 40 verschiedene Farben im Sortiment, können aber auch heute auf Wunsch viele Farbtöne anbieten."

Aufgrund seines großen Plattenlagers gibt POLYPEX eine hohe Nachkaufgarantie. Zudem sind 95 Prozent aller Modelle stets ab Lager verfügbar. Im Heimatland hat POLYPEX die höchste Schauraumdichte und ist mit einem Händlernetzwerk von 3.000 Installateuren flächendeckend präsent. So ist schneller und exzellenter Service gewährleistet. Nicht zuletzt deshalb hat das Unternehmen auch bei den Fachhandwerkern einen hervorragenden Ruf. Die Kunden können sich auch gut über das Internet informieren. Hier sind mehr als 300 Bad-Musterplanungen mit diversen Möglichkeiten abrufbar.

Offen für neue Kontakte

Zusammen mit einem Partner vertreibt POLYPEX in Österreich auch Whirlpools und war damit in diesem Segment als erster vertreten. Während der Vertrieb in Österreich hauptsächlich über die Installateure erfolgt, ist in Deutschland dafür der Fachgroßhandel zuständig. Da POLYPEX wegen der 'Sättigung' imeigenen Land seinen Exportanteil in Deutschland ausweiten möchte, ist das Unternehmen für Kontakte mit dem Fachgroßhandel jederzeit offen.

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