Ein zuverlässiger Partner am Bau

Interview mit Reto Wetter, Geschäftsführer der Pletscher Metallbau AG

Wirtschaftsforum: Herr Wetter, was sind aktuell Schwerpunkte Ihrer Tätigkeit?

Reto Wetter: Wir sind in den Bereichen Metallbau, Stahlbau und Glasbau tätig. Dabei sind unsere Stärken vor allem kundenspezifische Lösungen aus Stahl oder Stahl-Glas. Dabei dürfen die Ideen auch gerne etwas ausgefallener sein. Wir setzen uns mit vollem Engagement für jeden Auftrag ein, ganz gleich, ob er klein oder groß ist.

Wirtschaftsforum: Bitte geben Sie uns doch einige Referenzbeispiele.

Reto Wetter: Wir haben zum Beispiel für den Umbau der Nationalbank in Zürich die Eingangstür gemacht. Wir haben zudem für eine größere Schulschwimmanlage die komplette Gebäudehülle saniert. Aktuell realisierten wir für Swarovski eine Treppenanlage. Im Auftrag der MIGROS Genossenschaft waren wir in ein großes BIM-Projekt involviert. Hier haben wir sämtliche Metall-, Glas- und Stahlarbeiten ausgeführt und konnten dabei unser Know-how in der 3-D-Planung und in der gewerksübergreifenden Lösungsentwicklung einbringen.

Wirtschaftsforum: Sie sprechen von BIM. Welche Rolle spielt die Digitalisierung für die Entwicklung Ihres Unternehmens?

Reto Wetter: Was BIM-Projekte angeht, waren wir schon an verschiedenen Projekten beteiligt und konnten hier wertvolle Erfahrungen sammeln. Wir sind als erster und bislang einziger Metallbauer Mitglied bei ‘Bauen digital Schweiz’. Hier erfahren wir frühzeitig von neuen Entwicklungen und können uns entsprechend darauf einstellen. Aber: Wir digitalisieren nicht überall und um jeden Preis, sondern nur dort, wo wir einen Vorteil sehen und wo die Digitalisierung sozial verträglich ist.

Wirtschaftsforum: Ein weiterer Megatrend ist die Nachhaltigkeit. Welche Rolle spielt sie für Pletscher Metallbau?

Reto Wetter: Umweltschutz ist bei uns omnipräsent, aber auch die Langlebigkeit von Produkten und Leistungen. Wir investieren in langlebige Produkte, also technisch gute und schadenfreie Lösungen. Wir haben einen hohen Vorplanungsgrad, sodass wir möglichst wenig Ressourcen einsetzen müssen. Stahl an sich ist ein sehr nachhaltiges Produkt. Das kann mehrfach recycelt werden. Nachhaltigkeit bedeutet für uns aber auch langfristige Zusammenarbeit und die Kreation von Win-win Situationen.

Wirtschaftsforum: Warum entscheiden sich die Kunden letztendlich für Pletscher Metallbau? Was sind die ausschlaggebenden Argumente?

Reto Wetter: Wir sind immer offen für die Wünsche des Kunden und suchen immer nach einer Lösung, die bestmöglich die Anforderungen erfüllt. Dazu schauen wir auch über unseren eigenen Tellerrand hinaus. Unsere Kunden merken, dass wir mit Begeisterung bei der Sache sind und wissen das zu schätzen. Wir leben unseren Slogan ‘Flexibel für Kundenwünsche – stahlhart für Qualität’. Zudem sprechen wir auf Augenhöhe mit unseren Kunden, unseren Lieferanten und auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Entsprechend gut und motiviert ist unser Team. Jeder einzelne unserer Mitarbeiter ist ein Teil unseres Erfolgs und gestaltet ihn mit.

Wirtschaftsforum: Aus welchen Regionen kommen Ihre Kunden?

Reto Wetter: Wir konzentrieren uns auf den Großraum Schaffhausen und Zürich, wir haben aber auch Projekte landesweit in der Schweiz. Mit der Firma Gofast haben wir zum Beispiel ein Stahldach mit PV-Glas-Glas-Modulen entwickelt. Darunter kann das Elektroauto geschützt geladen werden, während das Dach Strom produziert.

Wirtschaftsforum: Welche Themen haben Sie für das kommende Jahr auf Ihrer Agenda?

Reto Wetter: Den Schwerpunkt legen wir im Bereich der Prozessoptimierung. Ein wichtiges Thema ist und bleibt für uns die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung. Wir bilden laufend Metallbauer und Metallbaukonstrukteure aus. Das duale Bildungssystem der Schweiz eröffnet hier anschließend unterschiedlichste individuelle Möglichkeiten.

Wirtschaftsforum: Welches langfristige Ziel verfolgen Sie mit Pletscher Metallbau?

Reto Wetter: Unsere Vision ist es, zu den kompetentesten, innovativsten und verlässlichsten Partnern der Branche gehören. Wenn man an komplexe Stahl- und Stahl-Glas-Konstruktionen denkt, soll man als Erstes an uns denken. Dieses Ziel wird uns weiter antreiben. Zudem wollen wir weiterhin Freude haben an dem, was wir tun dürfen.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Kunststoff, Metall, Holz & Co.

„Unser Kerngeschäft ist Massivholz“

Interview mit Moreno Vender, Geschäftsführer der Vender Legnami s.r.l.

„Unser Kerngeschäft ist Massivholz“

Holz ist einer der ältesten Baustoffe der Welt und zugleich einer, der heute aktueller denn je ist. Wer nachhaltig bauen, bestehende Gebäude sanieren oder historische Bausubstanz erhalten möchte, kommt an…

„Unsere Produkte sind exotisch  und hochkomplex!“

Interview mit Dr. Sandro Silverio, Geschäftsführer der GAPI Technische Produkte GmbH

„Unsere Produkte sind exotisch und hochkomplex!“

Als Teil der GAPI-Gruppe stellt die GAPI Technische Produkte GmbH hochkomplexe Produkte aus dem Kunststoff Torlon® PAI (Brand GAPI PAI GLon™) her, mit denen sie anschließend vornehmlich große Fahrzeug-OEMs und…

Schutz für Produkt und Mensch

Interview mit Dr. Michael Bungert, Leiter Produktmanagement und Jan Schultealbert, Geschäftsführer und Sebastian Heumüller, Vertriebsleiter der Jung Gummitechnik GmbH

Schutz für Produkt und Mensch

Von technischen Sonderbauteilen bis zu anspruchsvollen Handschuhsystemen für Pharma und Arbeitsschutz: Seit 1982 entwickelt und fertigt die Jung Gummitechnik GmbH in Einhausen hoch spezialisierte Lösungen aus Gummi und Elastomeren. Dabei…

Spannendes aus der Region Schleitheim

Gemeinsam die Zukunft formen: spezifische Lösungen für Gummi-Anwendungen

Interview mit Heike Berchtold, Geschäftsführerin der Plastigum AG

Gemeinsam die Zukunft formen: spezifische Lösungen für Gummi-Anwendungen

Getreu ihrem neuen Motto ‘Gemeinsam formen’ durchläuft die Schweizer Plastigum AG derzeit einen intensiven Kulturwandel, um mit partizipativen Strukturen noch flexibler und agiler im Markt auftreten zu können. Welche Impulse…

Süße Perspektiven: Wie innovative Ideen die Schokoladenwelt verändern

Interview mit Marcel Leemann, Leiter Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung und Robin Auer, Leiter Marketing & Vertrieb Markenartikel DACH von Stella Bernrain

Süße Perspektiven: Wie innovative Ideen die Schokoladenwelt verändern

Weltweit geschätzt für ihre Qualität, ist das Label 'Schweizer Schokolade' selbst eine starke Marke. Mit über 90% der Produktion, die an Private Label-Kunden geht, zählt die Chocolat Bernrain AG in…

Eine Marke mit Geschichte und Zukunft

Interview mit Thorsten Stiebing, Managing Brand Director der JOOP! GmbH

Eine Marke mit Geschichte und Zukunft

Nur wenige Modemarken verfügen über einen derart hohen Bekanntheitsgrad und eine Markenhistorie wie JOOP! Mit der Gründung in den 1980er-Jahren entwickelte sich JOOP! zum internationalen Premium-Design-Brand. Heute ist JOOP! Teil…

Das könnte Sie auch interessieren

Vom Familienbetrieb zur  Industriegruppe: Schornsteintechnik im strategischen Aufbruch

Interview mit Antonio ­Cervino, Geschäftsführer der Steegmüller Kaminoflex GmbH

Vom Familienbetrieb zur Industriegruppe: Schornsteintechnik im strategischen Aufbruch

Volatile Energiemärkte, politische Unsicherheiten und steigende Qualitätsanforderungen prägen die Schornsteinbranche. Die Steegmüller Kaminoflex GmbH steht für Systemkompetenz und Fertigungstiefe. Mit der Integration in die italienische EXPO Inox Gruppe beginnt ein…

Technische Lösungen für komplexe Industrieanlagen

Interview mit Federica Calandra, Sales Manager der Vexa s.r.l.

Technische Lösungen für komplexe Industrieanlagen

Industrieanlagen müssen zuverlässig funktionieren – besonders in der Stahlproduktion, wo Wartungsfenster eng getaktet sind und jede Stunde zählt. Genau hier hat sich Vexa s.r.l. in kurzer Zeit als gefragter Partner…

Die stillen Macher

Interview mit Josef Miggisch, Geschäftsführer der Zambelli Metalltechnik GmbH & Co. KG

Die stillen Macher

Ob Wärmepumpe, Stromspeicher oder Archivregalsystem – wer die Metallteile dafür fertigt, bleibt meist unsichtbar. Die Zambelli Metalltechnik GmbH & Co. KG aus dem bayerisch-österreichischen Grenzgebiet hat sich vom Büromöbelproduzenten zum…

TOP