Entwickeln, was der Kunde will

Interview mit Tobias Siebold, CEO der schweizerischen ANTRIMON Engineering AG

„Wir als Dienstleister sind kundengetrieben“, verdeutlicht Tobias Siebold die Arbeitsweise der ANTRIMON Engineering AG. „Wir entwickeln das, was unsere Kunden wollen. Unsere Eigenprodukte sind Parallelentwicklungen. Zu 80% sind wir reiner Dienstleister.“

Nach dem Verkauf an die ANTRIMON Group im Jahr 2016 wurde aus der früheren Trikon Solutions AG die ANTRIMON Engineering AG. Heute beschäftigt das Unternehmen etwa 50 Mitarbeiter. „Unser Mutterkonzern handelt mit Motoren und verkauft Antriebssysteme“, erklärt der CEO. „Ein weiteres Standbein war die Produktion mechantronischer Systeme, zum Beispiel ein elektrisches Fahrradschloss. Als reines Engineeringunternehmen für Mechatronik waren wir deshalb der ideale Anschlusspartner für die ANTRIMON Group.“

Fair und transparent

Die Aufgabengebiete der ANTRIMON Engineering AG sind vielfältig und reichen von Haushaltsgeräten und Medizintechnik bis zu Steuerungssystemen für Gebäudetechnik. Lebensmittel-, Automotive- und Eisenbahnindustrie, Robotik sowie Elektromobilität sind weitere Tätigkeitsfelder. Eigene Produkte sind die ‘Smart Door’ und der E-Stadtroller ‘Trivanti’.

„Wir haben viele Bestandskunden, von denen Folgeaufträge kommen“, beschreibt der CEO. „Diese Kontakte pflegen und nutzen wir. Außerdem sind wir auf der SINDEX in Bern vertreten.“ Die Schweiz, Österreich und Deutschland sind die wichtigsten Märkte. Über Kunden ist ANTRIMON Engineering aber auch in anderen Ländern präsent.

„Wenn ein Kunde anruft, kümmern wir uns sofort“, erläutert Tobias Siebold einen der Erfolgsfaktoren. Zu denen gehören neben dem Engineering-Know-how auch Fairness, Transparenz und sensibler Umgang mit Kundendaten. „Vielleicht werden wir gemeinsam mit Kunden demnächst Außenstellen in Nordamerika und Asien betreiben“, skizziert der CEO die Zukunft.

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