Spezialisten für Enterprise Information Management

Interview mit Ursula Flade-Ruf, Geschäftsführerin und André Vogt, Geschäftsführer der mip Management Informationspartner GmbH

Wirtschaftsforum: Frau Flade-Ruf, im vergangenen Jahr hat sich mip der CENIT-Gruppe angeschlossen – der vorläufig letzte Meilenstein in der Entwicklung Ihres Unternehmens. Bitte skizzieren Sie uns den Weg dorthin.

Ursula Flade-Ruf: Im Prinzip bilden wir sämtliche Entwicklungen ab, die die Branche im Laufe der Jahre mitgemacht hat: vom Führungsinformationssystem über Data Warehouse und Business Intelligence bis zum Themenkomplex der verteilten Plattformen, durch den wir mit unseren Systemen ein größeres Publikum erreichen konnten. Im weiteren Verlauf kamen Themen wie Big Data und später KI hinzu. In unserer Entwicklung stark beeinflusst haben uns die strategischen Partnerschaften mit Soft- und Hardware-Häusern, insbesondere der sehr enge Kontakt mit IBM, eine fast ‘lebenslange Freundschaft’.

Letztere ist nicht zuletzt ein Beleg für das hervorragende Knowhow, das wir in der Firma haben: Bei IBM sind wir seit Beginn bekannt als Spezialhaus für Data Warehouse, Datenmanagement, Datenintegration und Datenanalyse. Das zeigt sich nicht zuletzt darin, dass wir nicht nur drei IBM Champions, sondern auch zwei Gold Consultants für die IBM Db2, die führende Datenbank der IBM, im Team haben. Der Zusammenschluss mit der CENIT-Gruppe bedeutet einen weiteren wichtigen Schritt: Wir freuen uns sehr, insbesondere André Vogt dabei unterstützen zu können, dass die Business Unit Enterprise Information Management weiterhin einer der führenden Anbieter auf dem Markt in diesem Umfeld sein wird.

Wirtschaftsforum: Herr Vogt, was bedeutet dieser Zusammenschluss für CENIT?

André Vogt: Ich möchte sagen, ein ganz wichtiger Meilenstein – und das ist am Ende auch der IBM zu verdanken – war in diesem Zusammenhang das Kennenlernen der Familie Ruf. Ich hatte die Gelegenheit, gemeinsam mit Ursula Flade-Ruf und ihrem Mann Markus Ruf viele durch die IBM geguidete Reisen in die USA, Kanada und andere Länder zu unternehmen, wo wir immer wieder auf die IBM-Laboratorien Zugriff hatten und dort aus- und weitergebildet wurden. Über diese zehn Jahre der regelmäßigen Treffen ist natürlich sehr viel Vertrauen entstanden, sodass sich für die CENIT-Gruppe die Frage, wo noch eine strategische Lücke geschlossen werden kann, mit dem persönlichen Element gegenseitigen Vertrauens und Wertschätzung vereinen ließ.

Als das Kernelement, das die mip in die Gruppe einzahlt, sehe ich die unfassbare fachliche Expertise und die damit verbundenen sehr stabilen, langjährigen Kundenpartnerschaften, die sie aufgebaut hat und die natürlich weiterentwickelt und weitergeführt werden sollen. Unser Fokus liegt jetzt darauf, alles zu bündeln, was im Kontext der IBM-basierten Software- und Hardwareprodukte Relevanz hat und es damit der gesamten Gruppe und ihrem Kundenklientel zur Verfügung zu stellen. Insofern bespielen wir stark das Thema Cross Selling und Synergien innerhalb der Gruppe, um unser Ziel zu erreichen, die Nummer 1 im Bereich Enterprise Information Management mit den Themen Analytics und Dokumentenlogistik zu werden.

Wirtschaftsforum: Frau Flade-Ruf, Sie haben mip 1988 gegründet. Noch heute ist IT eine eher männerdominierte Welt, doch damals waren Sie als Frau in dieser Branche sozusagen ein Unikum. Haben Sie bei der Unternehmensgründung darüber nachgedacht?

Ursula Flade-Ruf: Tatsächlich habe ich damals gar nicht darüber nachgedacht, ob ich das als Frau jetzt wagen soll oder nicht. Aber ich stehe dafür, auch als Role Model, dass Frauen sich trauen sollten, das, was man erreichen will, anzugehen. Frauen führen anders – wenn man sie lässt –, weil sie Dinge aus anderen Blickwinkeln betrachten und andere Lösungsansätze suchen. Deswegen ist es so wichtig, dass Männer und Frauen gemeinsam an der Zukunft bauen!

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