Know-how ohne Grenzen

Interview

„Der Vorteil unserer Arbeit liegt für den Kunden ganz klar in unserer Mobilität“, sagt Geschäftsführer Thomas Großgarten. „Wir sind mit Mitarbeitern und Werkzeugen direkt beim Kunden vor Ort. Es muss also nichts ausgebaut werden. Das spart Zeit und Geld.“

Und das nicht nur zu Land, sondern auch zu Wasser: War in früheren Zeiten beispielsweise das gussmetallene Motorgehäuse eines Schiffes beschädigt, war das Schiff fahruntüchtig und musste in den nächsten Hafen geschleppt werden. Heute behebt Metalock auch in solchen Fällen den Schaden gleich vor Ort.

Ausgereifte Technik

Das Leistungsspektrum der Experten aus Norddeutschland umfasst die Instandsetzung sämtlicher Motorteile wie Kurbelwellen, Kolben, Ventilspindeln, Auslassventile und Zylinderdeckel sowie verschiedene Arten mechanischer Bearbeitungen wie Drehen, Zerspanen, Hobeln oder Bohren.

Große Gussteile, bei denen Schweißen nicht möglich ist, werden mit dem Metalock-Verfahren bearbeitet. „Das ist noch echte Handarbeit. Die Reparatur wird quer zur Rissrichtung durchgeführt – das sieht nachher aus wie genäht“, erläutert Thomas Großgarten.

Dieses Verfahren ermöglicht auch das Schließen großer Risse an Stellen, die einer dynamischen Belastung von mehreren Tonnen ausgesetzt sind. „Wir sind diejenigen, die mit dieser Technik weltweit die meiste Erfahrung haben“, hebt der Geschäftsführer hervor.

Alle Branchen

Doch es müssen nicht immer Maschinen sein: „Wir haben auch schon mal im Wohnzimmer eines Kunden den Gussrahmen seines Konzertflügels gemetalockt“, erinnert sich Thomas Großgarten mit Heiterkeit an den bisher wohl kuriosesten Auftrag.

Thomas Großgarten
„Wir haben mit dem Metalock-Verfahren weltweit die meiste Erfahrung.“ Thomas GroßgartenGeschäftsführer

Grenzen kennt man bei Metalock ohnehin keine, weder räumliche noch fachliche. Von der Chemiebranche über den Energiesektor bis zur Schifffahrt, von der Stahlindustrie über den Automobilbereich bis zum Maschinenbau reicht die Bandbreite der Branchen, aus denen die Kunden kommen. „Kurz gesagt: vom Stahlwerk in Russland bis zur Bohrinsel in Dubai“, bringt Thomas Großgarten es auf den Punkt.

Digital ist die Zukunft

Das 1952 als Deutsche Metalock in Hamburg gegründete Unternehmen gehört zum Midroc-Konzern und hat neben seinem Hauptsitz in Norderstedt mit München, Landsberg, Mannheim und Oberhausen vier weitere Standorte in Deutschland.

Derzeit expandiert Metalock international und hat inzwischen Niederlassungen in den USA und Russland sowie Joint Ventures in weiteren Ländern. Der Jahresumsatz liegt bei 30 Millionen EUR. Das wichtigste Kapital sieht Thomas Großgarten jedoch in den insgesamt 210 Mitarbeitern.

„Schulung, Weiterbildung, Motivation und das Gespräch sind die wichtigsten Eckpfeiler bei unserer Arbeit“, stellt er fest. „Ich habe sehr großen Respekt vor dem, was unsere Mitarbeiter leisten. Sie sind die ganze Woche und oft auch noch am Wochenende auf der ganzen Welt im Einsatz, in einem sehr fordernden Beruf. Für sie ist daher nicht nur gute Bezahlung wichtig, sondern auch Wertschätzung und eine klare Perspektive.“

Digitalisierung ist in diesem Zusammenhang ebenfalls essenziell und ein Thema, an dessen Umsetzung man bereits arbeitet: Arbeitszeiten, Standorte und Zeitpläne sollen sich zukünftig übers Handy in Sekundenschnelle übermitteln lassen.

„Digitalisierung ist für uns kein Lippenbekenntnis“, sagt Thomas Großgarten abschließend. „All das kann ich sofort mit Vorteilen für die Mitarbeiter, die Kunden und das Unternehmen verbinden.“

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