Automatisierung leicht gemacht

Interview

„Unsere Software legt den Fokus auf die komplette Automatisierung. Damit können Benutzer alle Vorgänge, die sie automatisieren möchten, auch wirklich automatisieren und sich auf das Wesentliche konzentrieren“, umschreibt Geschäftsführer Angelo Mauceri die Vorteile der Eigenentwicklung, die inzwischen in zahlreichen Krankenkassen eingesetzt wird.

Gegründet 1991 vom geschäftsführenden Gesellschafter Wolfgang Schunck, begann medicomps Erfolgsgeschichte mit Bildschirmtext-Systemen. Ab 1993 wurde der Fokus auf eine Online-Software zur bundesweiten Verwaltung von Hilfsmitteln und zur Steuerung von Versorgungen für das Gesundheitswesen verlagert.

„2007 konnten wir die DAK Gesundheit als Kunden gewinnen“, so Angelo Mauceri. „Elektronische Abläufe laufen hier nun dank unserer Software über Schnittstellen, die 90% der Kommunikation abwickeln. Wir sind sehr stolz darauf.“

medicomp nutzte diesen Einstieg, um seine Softwarelösung bei weiteren Krankenkassen zu installieren. Mitte der 1990er-Jahre gab es noch rund 1.000 Krankenkassen, deren Zahl sich inzwischen auf 120 Kostenträger reduziert hat, von denen 48 mit dem System der medicomp arbeiten.

„Wir bieten unseren Kunden mehr Zeit für das Wesentliche.“ Angelo MauceriGeschäftsführer

Erfolg der Software

„22 Kassen setzen noch keine Software ein. Das ist der Bereich, in dem wir akquirieren. Unsere Stärke ist es, die Krankenkassen fachkundig zu beraten. Wir haben stark davon profitiert, dass eine große Zahl von Krankenkassen zu uns gewechselt ist, und wir möchten unseren Schwerpunkt auch weiterhin auf dieses Segment legen. Es ist damit zu rechnen, dass weitere Krankenkassenfusionen stattfinden werden“, erklärt Angelo Mauceri.

Mit dieser Einschätzung liegt Angelo Mauceri sicher richtig, denn steigende Ausgaben und eine zunehmende Digitalisierung zwingen die Krankenkassen zu weiteren Zusammenschlüssen.

Neben dem Erfolg der MIP-Hilfsmittel-Management-Software hat sich die medicomp mit KIBnet, einem Online-Dokumentationssystem für Beratungsstellen, ein zweites Standbein geschaffen.

„Der elektronische Datenaustausch weitet sich stark aus. Wir möchten elektronische Abrechnungen als neues Standbein etablieren“, unterstreicht Angelo Mauceri. „Wir wollen mit unserem 30-köpfigen Team, darunter viele Auszubildende, auf jeden Fall weiter wachsen.“

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