„Gesundheit muss Wirkung zeigen“
Interview mit Philippe Bopp, Geschäftsführer der machtfit GmbH
Die Geschichte von machtfit begann 2011 mit einem Projekt an der TU Berlin. Aus einem Businessplan-Kurs entstand ein Unternehmen, das 2012 in den Markt ging und sich seitdem kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst hat. Präventionsgesetz, Fachkräftemangel und Coronapandemie prägten die Entwicklung. Gerade während der Pandemie stieg die Bereitschaft vieler Unternehmen, digitale Gesundheitslösungen einzusetzen. Heute beschäftigt machtfit rund 60 Mitarbeitende und arbeitet in einer hybriden Struktur.
Von Angeboten zu messbarer Wirkung
Inzwischen hat sich der Markt verändert. Gesundheitsangebote allein seien vielerorts zum Standard geworden. „Die Challenge liegt darin, den Arbeitgebern zu zeigen, dass das auch wirkt“, sagt Philippe Bopp. Genau hier setzt das Corporate Health System von machtfit an: Es bündelt bestehende Angebote eines Arbeitgebers ebenso wie eigene und externe Lösungen und bringt sie mit den individuellen Bedürfnissen der Beschäftigten zusammen.
Das Spektrum reicht von Präventionsmaßnahmen und Fitnessangeboten bis zu digitalen Lösungen und Mental Health. Unternehmen legen selbst fest, welche Leistungen sie unterstützen und welche Budgets oder Zuschüsse zur Verfügung stehen. Rückmeldungen werden aggregiert ausgewertet und über ein Dashboard bereitgestellt. „Dadurch erreichen wir viele Menschen, also auch in der Breite, und können dadurch auch eine Wirkung zeigen“, erklärt Philippe Bopp. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen Unternehmen dabei unterstützen, ihre Gesundheitsbudgets gezielter einzusetzen.
Wandel braucht den Menschen
Auch intern setzt machtfit stark auf neue Technologien. Laut Philippe Bopp ist die Produktentwicklung inzwischen zu rund 98% KI-assistiert. Gleichzeitig investiert das Unternehmen Zeit und Ressourcen, um die Mitarbeitenden bei dieser Transformation mitzunehmen und neue Kompetenzen aufzubauen. Denn Digitalisierung bedeutet für Philippe Bopp nicht, den menschlichen Faktor aus den Augen zu verlieren.
Anpassungsfähigkeit und Geschwindigkeit werden aus seiner Sicht künftig noch wichtiger. Gleichzeitig müsse es gelingen, den Wandel „so menschlich wie möglich zu gestalten“, sagt Philippe Bopp. Das gilt auch für das eigene Unternehmen: Überzeugung, langfristige Beziehungen, persönliche Weiterentwicklung und Verantwortung bilden die vier Prinzipien, an denen sich machtfit orientiert.
Für Philippe Bopp bleibt Gesundheit auch langfristig ein zentrales Thema. Besonders der Arbeitsplatz biete großes Potenzial für Prävention. „Der Arbeitgeber hat einfach ein originäres Interesse daran, dass die Arbeitnehmenden langfristig gesund sind“, betont Philippe Bopp. Deshalb plädiert er dafür, Prävention mehr Aufmerksamkeit zu schenken und Hürden abzubauen, die entsprechende Angebote unnötig erschweren.









