Klinikum mit Bewegung

Interview

Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Klinikum kontinuierlich erweitert und ausgebaut.

„Von der ambulanten Rehabilitation über das medizinische Versorgungszentrum bis hin zur stationären Akutversorgung und Rehabilitation können wir die gesamte Versorgungskette im Bereich der Entzündungen und degenerativen Erkrankungen am Bewegungsapparat abdecken“, sagt Jens Ritter, Geschäftsführer des Klinikums Bad Bramstedt und der gesamten Gruppe.

„Als Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf arbeiten wir eng mit der Uniklinik zusammen und sind wissenschaftlich auf dem neuesten Stand. Medizinische Innovation war schon immer ein wichtiges Thema für uns und diesen Ansatz haben wir konsequent verfolgt.“

Krankenhaus und Reha-Klinik

Das Klinikum Bad Bramstedt ist heute Fachkrankenhaus und Rehabilitationsklinik mit Behandlungsschwerpunkt auf Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Das Klinikum genießt bundesweit einen ausgezeichneten Ruf als Rheuma-klinik mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Systemrheuma beziehungsweise Entzündungen an Gelenken, Gefäßen, Muskeln, Nerven oder Skelett.

Unterschiedliche fachübergreifende Methoden und Therapieansätze zur Behandlung der Krankheiten werden unter einem Dach vereint. Das Krankenhaus hat außerdem eines der wenigen Moorheilbäder in Deutschland, das bereits seit Gründung zur Linderung der Beschwerden der Patienten beiträgt.

Ambulante Rehabilitation

Nachdem sich das Konzept des Gründers Oskar Alexander über viele Jahrzehnte bewährt hat, wagte die Gruppe im Jahr 2003 mit der Gründung der RehaCentrum Hamburg GmbH einen weiteren wichtigen Schritt. Die Rehabilitation der Patienten erfolgte lange Zeit im Umland der Großstädte; bevölkerungsreiche Bundesländer und Städte hatten in der Vergangenheit keine eigenen Rehabilitationskliniken.

„Aus diesem Grund hat die Deutsche Rentenversicherung, die einer unserer Gesellschafter ist, beschlossen, dass die Rehabilitation zukünftig wohnortnah erfolgen soll, und auch in ambulanter Form“, erläutert Jens Ritter. „Zunächst war die Indikation in der Pilotphase die Orthopädie, und Patienten aus Hamburg wurden ambulant behandelt. Das Konzept hat sich bewährt und die Neurologie, die Kardiologie und die Psychosomatik kamen in den Folgejahren hinzu.“

„Medizinische Innovation war schon immer ein wichtiges Thema für uns und diesen Ansatz haben wir konsequent verfolgt.“ Jens RitterGeschäftsführer

Heute ist das RehaCentrum Hamburg mit seinen zwei Standorten und 170 Plätzen eines der größten ambulanten Rehabilitationszentren in Deutschland.

Enge Verzahnung

Auf dem Gelände der Akutklinik des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf (UKE) wurde im Jahr 2010 außerdem eine stationäre Rehabilitation untergebracht. Dort behandelt das Klinikum Bad Bramstedt vor allem die Patienten des UKE, wie zum Beispiel Schlaganfallpatienten, und überzeugt dabei mit seiner hohen Expertise.

„Die enge Verzahnung zwischen der Akutklinik und der Rehaklinik hat viele Vorteile“, so der Geschäftsführer. „Dazu gehören zum Beispiel enge Kontakte zwischen den unterschiedlichen Ärzten und die Möglichkeit der Rückverlegung. Auch dieses Konzept hat sich bewährt und wird mittlerweile auch in vielen anderen Bundesländern angeboten.“

Trends erkennen

Zusätzlich zu den Kliniken und dem RehaCentrum betreibt die Gruppe, die insgesamt 1.100 Mitarbeiter beschäftigt und einen Umsatz von 73 Millionen EUR realisiert, die Medizinisches Versorgungszentrum Klinikum Bad Bramstedt GmbH sowie die Servicegesellschaft Klinikum Bad Bramstedt GmbH, die für Aufgaben wie Unterhaltsreinigung, Catering oder Medizinadministration zuständig ist.

Ein weiterer Bereich im Unternehmen ist die betriebliche Gesundheitsförderung, im Rahmen derer in Unternehmen Mitarbeiter mit Beeinträchtigungen bestimmte Übungen für den Bewegungsapparat sowie etwas über die Themen Ernährung, Gewichtsreduzierung, Genussgifte und Stress am Arbeitsplatz lernen. „Wir beschäftigen uns immer mit neuen Themen und versuchen Trends zu erkennen und sie konsequent durch Maßnahmen zu verfolgen“, bemerkt Jens Ritter.

„Wir forschen sehr viel und sind sehr innovativ. Wir werden die Entwicklungen im Akutbereich weiterverfolgen und die wohnortnahe Rehabilitation noch auf weitere Standorte in Hamburg ausweiten. Die Rehabilitation wird immer mobiler und die Versorgungskonzepte müssen immer dezentraler werden. Allerdings muss die Politik die Investition besser fördern, denn sonst kann sich die Gesundheitswirtschaft nicht weiterentwickeln.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Gesundheit, Medizin & Pharma

„Zähneputzen als kleine  Auszeit“

Interview mit Ludwig Popp, Country Manager Deutschland der Curaden Germany GmbH

„Zähneputzen als kleine Auszeit“

Mundpflege ist für die Curaden Germany GmbH aus Stutensee viel mehr als nur Zähneputzen. Das Unternehmen setzt auf Prävention und bietet ein umfassendes Sortiment an Mund- und Zahnpflegeprodukten. Ludwig Popp,…

Isotope gegen Krebs

Interview mit Dr. Linda Ashton, Leiterin Urenco Isotopes der Urenco Nederland B.V.

Isotope gegen Krebs

Europas Verwundbarkeiten in den Lieferketten reichen inzwischen über Energie und Rohstoffe hinaus und betreffen kritische Sektoren wie das Gesundheitswesen und fortschrittliche Technologien. Stabile Isotope, die für die Krebsdiagnostik unverzichtbar sind,…

Beste dermatologische Versorgung, zugänglich für alle

Interview mit Joris Vugs, Country Manager Nederland der Corius Netherlands BV

Beste dermatologische Versorgung, zugänglich für alle

Insgesamt 15 dermatologische Kliniken aus den Niederlanden gehören dem starken Netzwerk von Corius an, das auch in der Schweiz und Deutschland aktiv ist. Für die nächsten Jahre sind die Zeichen…

Spannendes aus der Region Kreis Segeberg

Handwerk mit Weitblick

Interview mit Ralf Rohwer, Geschäftsführer der ROHWER STAHL & METALLBAU GmbH

Handwerk mit Weitblick

Der Metallbau steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Steigende Anforderungen an Ergonomie, Fachkräftegewinnung und digitale Abläufe verändern die Arbeit auf der Baustelle und in der Werkstatt. Unternehmen, die diese Entwicklungen aktiv gestalten,…

Digitale Dynamik für den Praxiserfolg

Interview mit Ralf Buchner, Geschäftsführer der Buchner & Partner GmbH

Digitale Dynamik für den Praxiserfolg

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist ein vielschichtiges Thema – insbesondere dort, wo moderne IT-Systeme auf stark regulierte Abläufe, sensible Patientendaten und ein breites Spektrum an Berufsgruppen treffen. Die Buchner &…

Umweltdaten aus der Tiefsee

Interview mit Onno Bliss, Geschäftsführer der K.U.M. Umwelt- und Meerestechnik Kiel GmbH

Umweltdaten aus der Tiefsee

Am Meeresboden warten wichtige Schätze darauf, gehoben zu werden: Daten für die Erdbeben- und Klimaforschung, aber zunehmend auch für Industriekunden, insbesondere im Bereich Carbon Capture and Storage. Wie die K.U.M.…

Das könnte Sie auch interessieren

Souverän in die Cloud: IT, die den ­Mittelstand entlastet

Interview mit Jan Stober, Mitglied der Geschäftsleitung der NetPlans GmbH

Souverän in die Cloud: IT, die den ­Mittelstand entlastet

Lieferengpässe bei Hardware, wachsende regulatorische Anforderungen und ein rasant steigender Bedarf an IT-Security: Der Mittelstand steht beim Thema Digitalisierung gleich vor mehreren Baustellen. Die NetPlans GmbH aus Karlsruhe begegnet diesen…

„Wir brauchen im digitalen Alltag einen Sicherheitsgurt“

Interview mit Erika Felder, Geschäftsführerin der memon bionic instruments GmbH

„Wir brauchen im digitalen Alltag einen Sicherheitsgurt“

Es beginnt mit einer persönlichen Erfahrung – und mündet in eine unternehmerische Mission. Erika und Hans Felder haben ihr erfolgreiches Immobiliengeschäft aufgegeben, um eine Technologie bekannt zu machen, die Menschen…

Resortkonzept mit System

Interview mit Susanne Adrian, General Manager der Marissa GmbH

Resortkonzept mit System

Urlaub im eigenen Land ist gefragter denn je – mit der steigenden Nachfrage wachsen auch die Erwartungen. Gäste wünschen sich mehr als nur eine Ferienunterkunft: Qualität, Flexibilität und ein echtes…

TOP