Ein Material fürs Leben

Interview mit Dr. Gianni Pertici, CEO und Gründer der Industrie Biomediche Insubri S.A.

Für medizinische Laien mag es wie Zukunftsmusik klingen, für Wissenschaftler in aller Welt ist es erst der Anfang einer großen Palette an Möglichkeiten – Gewebe im Labor heranzuzüchten und so neue Therapiemöglichkeiten zu erschließen.

„Primäres Ziel unserer Arbeit ist immer, durch die regenerative Medizin den Patienten ein Stück Lebensqualität wiederzugeben“, betont CEO und Unternehmensgründer Dr. Gianni Pertici. „Für uns als Wissenschaftler ist das die größte Motivation.“

Neue Akzente in der Biotechnologie

Prof. Giuseppe Perale und Dr. Gianni Pertici gründeten das Schweizer biomedizinische Technologieunternehmen 2008. „Wir haben uns während unserer wissenschaftlichen Laufbahn immer mit biomedizinischer Technologie beschäftigt“, so Dr. Gianni Pertici. „Durch einen gemeinsamen Freund in der Schweiz, der im Pharmabereich aktiv war, haben wir schließlich den Entschluss gefasst, ein Start-up zu gründen, um neue Wege im Bereich der Knochenersatzmaterialien, insbesondere für knochenregenerative Indikationen, zu gehen.“

Heute ist IBI ein 15 Mitarbeiter zählendes hochspezialisiertes Unternehmen, das sich mit innovativen Technologien und Produkten vom Markt absetzt. Zahlreiche Zertifizierungen zeugen von den hohen Qualitätsstandards der Schweizer.

Innovationen für mehr Lebensqualität

Highlight des Portfolios ist SmartBone®. Das bioaktive Knochenersatzmaterial basiert auf einer Knochenmatrix vom Rind, biologisch abbaubaren synthetischen Polymeren und Zellnährstoffen.

Dr. Gianni Pertici
„Wir arbeiten mit einer einzigartigen Technologie, die zu außergewöhnlichen Produkten wie dem Knochenersatzmaterial SmartBone® führt.“ Dr. Gianni PerticiCEO und Gründer

„Unser Herstellungsverfahren unterscheidet sich deutlich von denen der Mitbewerber“, so Dr. Gianni Pertici. „Es garantiert höchste Biokompatibilität und außergewöhnlich schnelle Gefäß- und Knochenneubildungen innerhalb von nur maximal 2,5 Jahren.“

Noch wird das Material vor allem in der Zahnimplantologie verwendet, seit 2015 auch in der Traumatologie, Orthopädie und Onkologie. Künftig soll das Material zudem im Bereich der Wirbelsäule eingesetzt werden. Neue Produkte und neue Märkte weltweit, immer zum Nutzen der Patienten – so lautet die Herausforderung der Zukunft.

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