Hallenprofis, erfahren und innovativ

Interview mit Hermann Schlichtmann, Gründer und Geschäftsführer der Hermann Schlichtmann GmbH

„Seit ich das Unternehmen 1994 gegründet habe, sind wir nie stehen geblieben und haben uns immer weiterentwickelt“, erklärt Unternehmensgründer Hermann Schlichtmann den Erfolg des Unternehmens. „Wir waren zum Beispiel die Ersten, die mit Beton-Fertigteilwänden gearbeitet haben und hatten damit viele Jahre ein Alleinstellungsmerkmal in Nordrhein-Westfalen. Zudem orientieren wir uns konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden. So ist auch ursprünglich unser Geschäft entstanden. Ich hatte einen landwirtschaftlichen Betrieb, brauchte eine neue Halle, fand aber nichts Funktionales am Markt. Im Grunde habe ich das Geschäft aus dem eigenen Bedarf heraus gegründet.“

Landwirtschaft, Gewerbe, Produktion und Sonderwünsche

Die Hermann Schlichtmann GmbH baut hauptsächlich Hallen für landwirtschaftliche und gewerbliche Zwecke sowie Reithallen. Aber auch Produktionshallen, Autohäuser oder eine Burger King-Filiale stehen auf der Referenzliste des Unternehmens.

Zuverlässig in schwierigen Zeiten

Die aktuelle Situation mit exorbitanten Preisschwankungen und instabilen Lieferketten ist eine Herausforderung für das Familienunternehmen.

„Unsere Philosophie ist ‘Ein Mann – ein Wort’“, so der Geschäftsführer. „Bei uns zählt der Handschlag noch. Wir haben frühzeitig, als sich Probleme abzeichneten, strategische Großeinkäufe gemacht und konnten somit gut unsere Termine halten. Die steigenden Zinsen und Baupreise erschweren die Situation zunehmend. Noch haben wir eine gute Auftragslage, aber wir stellen fest, dass schon anders gebaut wird. Auch Sanierungen kommen wieder stärker.“

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatte um Nachhaltigkeit und der strengeren Vorschriften zur Einhaltung von Tierwohl verzeichnet das Unternehmen zudem eine steigende Nachfrage nach nachhaltigen Materialien und Dämmstoffen sowie nach Dachbegrünungen. Trotz aller Herausforderungen blickt Hermann Schlichtmann zuversichtlich in die Zukunft, bereit, sich mit seinem Team den Herausforderungen zu stellen.

„Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden wichtige Themen bleiben“, erklärt er. „Wir möchten die Entwicklung zur digitalen Baustelle vorantreiben, von der Digitalisierung von Rechnungen bis hin zur Implementierung eines Konfigurators. Auch das papierlose Büro ist bei uns ein Thema.“ Ab 2023 bekommt der Unternehmensgründer weitere Verstärkung. Im Laufe des Jahres 2023 wird sein Sohn Marcus in das Familienunternehmen einsteigen.

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