Englisch lernen ‘the easy way’

Interview

Telefon und Internet bieten der goFLUENT GmbH die Möglichkeit, Englischkenntnisse zu vermitteln, ohne dass der Kunde Haus oder Büro verlassen muss. So findet der Lernende seine Übungsaufgaben und sonstige Hilfen im Internet, über das Telefon kann er mit seinem Trainer kommunizieren.

"Wir können jeder Branche eine maßgeschneiderte Lösung anbieten", versichert Sylvia Veser, Region Director Germany & Austria. Sie verweist damit auf die unterschiedlichen Anforderungen ihrer Kunden. So unterscheidet sich das spezialisierte Englischvokabular eines Finanzdienstleisters sicherlich von dem eines Monteurs von Schiffsmotoren.

Persönlicher Trainer

Grundsätzlich macht jeder Kunde zunächst einen Einstufungstest. Dessen Ergebnis dient als Grundlage für Art und Häufigkeit des Unterrichts. In der Regel telefoniert der Trainer danach einmal die Woche mit seinem ´Schüler` und korrigiert seine Aufgaben. Zum professionellen Training gehören auch realistische und geschäftsnahe Rollenspiele sowie Präsentationen.

Zwischen 7 und 23 Uhr sind die Trainer für ihre Kunden weltweit erreichbar. Üblicherweise wird ein Vertrag über ein Jahr abgeschlossen. In diesem Jahr hat der Kunde unbegrenzt Zugriff auf regelmäßiges Training und sein persönliches, interaktives Onlineprogramm. Nach Abschluss des Kurses bekommt der Kunde ein Zertifikat ausgestellt. Neben diesen Jahreskursen bietet goFLUENT aber auch kürzere Crashkurse an.

Mit kleinem Büro begonnen

Die Idee zu seinem erfolgreichen Geschäftsmodell kam dem Schweizer Firmengründer und CEO Christophe Ferrandou im Jahr 2000 während seiner Tätigkeit für eine US-amerikanische Bank in New York. Er wollte sein Business Englisch verbessern, suchte aber vergebens nach einem flexiblen Angebot. So mietete er kurzerhand ein kleines Büro in New York, stellte zwei Mitarbeiter ein, die Englischtrainer suchten und eine Webseite einrichteten.

Bald wurden die ersten Kurse angeboten und ein Jahr später eröffnete Christophe Ferrandou weitere Büros in Düsseldorf, Mailand und Paris. Den Hauptsitz verlegte er in die Schweiz, New York ist seitdem Schulungszentrum.

Heute beschäftigt goFLUENT 120 Mitarbeiter an seinen europäischen Standorten, 100 in zwei Büros in den USA, 50 in Kanada sowie 200 in zwei Büros auf den Philippinen. Ein weiteres Büro gibt es in Russland. Im Januar 2010 hat sich der japanische Kommunikationskonzern NTT communications mit 30 Prozent am Unternehmen beteiligt, das jedoch nach wie vor eine eigenständige GmbH ist.

„Wir können jeder Branche eine maßgeschneiderte Lösung anbieten.“ Sylvia Veser

Für alle Branchen geeignet

Zielgruppe sind Mitarbeiter nahezu jeder Branche, häufig sind es Telekommunikationsunternehmen, Pharmaindustrie und Unternehmensberatungen. 2009 lag der Umsatz bei elf Millionen EUR, 2010 soll er um 20 Prozent steigen und für 2011 strebt Christophe Ferrandou sogar ein Wachstum um 50 Prozent an.

Vermarktet werden die Kurse durch direkte Ansprache möglicher Kunden, Zusammenarbeit mit anderen Trainingsanbietern sowie durch das Internet. Zudem präsentiert sich goFLUENT auf den Fachmessen 'Zukunft Personal' in Köln und Stuttgart, der 'Educa' in Berlin und der 'Learntec' in Stuttgart.

Die flexiblen Möglichkeiten des Englisch-Distanztrainings, die tägliche Präsenz von 7 bis 23 Uhr sowie das maßgeschneiderte Unterrichtsangebot hält Christophe Ferrandou für die wichtigsten Erfolgsfaktoren. Außerdem ist das Angebot ideal für weltweit tätige Firmen, denen goFLUENT Rahmenverträge mit einheitlichen Leistungen anbieten kann.

Beste Aussichten

Die weiteren Perspektiven für das innovative Unternehmen sieht Christophe Ferrandou äußerst positiv. So werden aktuell nur fünf Prozent des Englischunterrichts weltweit als Distanztrainings angeboten, 95 Prozent hingegen traditionell an Sprachschulen. Der Unternehmensgründer ist sich sicher, dass sich die Anteile der beiden Unterrichtsformen in den kommenden Jahren angleichen werden.

Mit goFLUENT will er einer der größten Anbieter von Englisch-Distanzunterricht werden. Allein schon der deutsche Markt mit einem möglichen Potenzial von 400 Millionen EUR bietet dafür die besten Voraussetzungen.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema

Vom Familienbetrieb zur  Industriegruppe: Schornsteintechnik im strategischen Aufbruch

Interview mit Antonio ­Cervino, Geschäftsführer der Steegmüller Kaminoflex GmbH

Vom Familienbetrieb zur Industriegruppe: Schornsteintechnik im strategischen Aufbruch

Volatile Energiemärkte, politische Unsicherheiten und steigende Qualitätsanforderungen prägen die Schornsteinbranche. Die Steegmüller Kaminoflex GmbH steht für Systemkompetenz und Fertigungstiefe. Mit der Integration in die italienische EXPO Inox Gruppe beginnt ein…

„Wer nach EtherCAT sucht, findet uns“

Interview mit Thomas Waggershauser, Geschäftsführer der acontis technologies GmbH

„Wer nach EtherCAT sucht, findet uns“

Ihre Lösungen kommen beim Start der Ariane 6 genauso zur Anwendung wie im Automotive-Segment oder in der Halbleiterindustrie. Trotzdem dürften nur Brancheninsider jemals von acontis technologies gehört haben. Dem Erfolg…

Spannendes aus der Region Düsseldorf

"Reichweite ist gut – aber Wirkung entscheidet"

Interview mit Alexander von Tiele-Winckler, Mitglied der Geschäftsführenden Gesellschafter im BLU agency network association e.V.

"Reichweite ist gut – aber Wirkung entscheidet"

Der Weg vom klassischen Promotionsgeschäft zum vernetzten Agenturmodell erzählt viel über die Dynamik moderner Märkte. Alexander von Tiele-Winckler spricht über Wachstum, Wandel und die Kraft persönlicher Begegnung. Ein Gespräch über…

„Den Wandel mitgestalten“

Interview mit Uwe Dziuk, Geschäftsführer der WEAT Electronic Datenservice GmbH

„Den Wandel mitgestalten“

Die WEAT Electronic Datenservice GmbH aus Düsseldorf zählt zu den wichtigsten Payment- und Datendienstleistern der Mobilitätsbranche. Seit Jahrzehnten prägt das Unternehmen Tankstellenprozesse in Deutschland. Die zunehmende Digitalisierung und die Mobilitätswende…

Wo E-Commerce und stationärer ­Einzelhandel Hand in Hand gehen

Interview mit Dr. Dominik Benner, Geschäftsführer der The Platform Group SE & Co. KGaA

Wo E-Commerce und stationärer ­Einzelhandel Hand in Hand gehen

E-Commerce und stationärer Handel werden oft als Gegensätze gesehen: ein Trugschluss, wie Dr. Dominik Benner meint. Mit seinem Unternehmen The Platform Group will er starken stationären Einzelhändlern die Welt des…

Das könnte Sie auch interessieren

Smarte Systeme statt Suchzeiten

Interview mit Walter Bostelmann, Vorstandsvorsitzender der Kellner & Kunz AG, EVP RECA Group

Smarte Systeme statt Suchzeiten

Ob Industrie, Handwerk oder Bau: Besonders bei C-Teilen wie Schrauben, Werkzeugen oder Verbrauchsmaterial zählt vor allem eines – dass alles verfügbar ist, wenn es gebraucht wird. Dabei setzen viele Betriebe…

Vom Ticketverkauf zur Eventlösung

Interview mit Jannusch Frontzek, Geschäftsführer und Gesellschafter der ticket i/O GmbH

Vom Ticketverkauf zur Eventlösung

„Man stellt sich Ticketing oft sehr einfach vor“, sagt Jannusch Frontzek, Geschäftsführer und Gesellschafter der ticket i/O GmbH in Köln. „Aber es wird schnell komplex, sobald Zusatzleistungen, Zeitfenster oder Besucherströme…

Sicherheit mit System

Interview mit Dr. Timo Stock, Geschäftsführer der TELENOT Electronic GmbH

Sicherheit mit System

Wenn Sicherheit mehr sein soll als Technik, braucht es Systeme, die zuverlässig im Hintergrund laufen – und Partner, die den Überblick behalten. Ob Filialnetz, Industrieanlage oder kritische Infrastruktur: Anforderungen und…

TOP