Windiges Geschäft wird Vorbild

Interview mit Mark Sucker, Geschäftsführer der gear-tec GmbH

Innerhalb von zehn Jahren ist Olaf Struck, dem Unternehmensgründer von gear-tec, das Meisterstück gelungen, aus einer pfiffigen Idee ein rundlaufendes Unternehmen mit beständig wachsenden Umsätzen aufzuziehen.

„Mit der Reparatur defekter Getriebe ist gear-tec in eine Marktlücke gestoßen, denn vor der Gründung von gear-tec 2006 war es üblich, dass die Getriebehersteller selbst die Reparaturen übernahmen. Das hatte allerdings für die Windmüller nicht selten teure Ausfallzeiten zur Folge“, erklärt der jetzige Geschäftsführer Mark Sucker, der 2013 in den Vertrieb des aufstrebenden Unternehmens eingestiegen war, nachdem ihn das Geschäftskonzept bereits vorher überzeugt hatte.

Tatsächlich bedeutet der Ausfall einer Windkraftanlage schmerzhafte Einbußen von mehreren tausend Euro pro Tag: „Es kommt also immer darauf an, möglichst schnell Ersatz zu bekommen, weswegen wir für unsere Kunden Tauschgetriebe und originale Ersatzteile auf Lager haben. Außerdem sind wir sehr geübt im Zerlegen der Getriebe, können die defekten Einzelteile schnell identifizieren und alles wieder instandsetzen“, so Mark Sucker.

Den Dreh raus – und wieder rein

Der Bedarf an solchen Reparaturen wird in Zukunft immer größer werden, weiß der Geschäftsführer außerdem zu berichten: „Die Getriebe und Hauptwellen der frühen WKA-Generationen halten ebenso wie die der neueren Modelle der dauernden Materialbelastung nur eine bestimmte Zeit lang stand – aber wie lange genau, ist individuell natürlich verschieden.“

Für viele bestehende Anlagen ist dieser Zeitpunkt bereits erreicht, doch anstatt sie komplett zu demontieren, geht der Trend dahin, tatsächlich nur defekte und abgenutzte Komponenten auszutauschen, was einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet – auch im ökonomischen Sinn.

„Unser Spezialgebiet ist die Instandsetzung von Getrieben und Hauptwellen. Davon können auch andere Branchen profitieren.“ Mark SuckerGeschäftsführer

„gear-tec ist durch die große Erfahrung unserer Mitarbeiter und Fortschritte im Betriebs-Monitoring in der Lage, die Frage nach der verbleibenden Laufzeit immer präziser zu beantworten, und zwar so verlässlich, dass wir sogar eine Gewährleistung auf die wieder instandgesetzten Getriebe geben“, versichert Mark Sucker. „Diese Expertise haben wir auch an unsere Mitarbeiter weitergegeben. Zwar kommen wir aus der Branche, aber in dieser Gegend ist es nicht immer leicht, Industriemechaniker zu bekommen“, führt er aus. „Also haben wir auch einige Mechaniker aus anderen Industriezweigen eingearbeitet.“

Dadurch ist die technische Kompetenz der Monteure nur gewachsen: „Wir haben uns auf Getriebe und Hauptwellen spezialisiert, auch außerhalb von Windkraftanlagen, und wollen das vertiefen“, erklärt Mark Sucker.

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