Von Ablaufschlauch bis Zeltbeheizungsschlauch

Interview mit Sebastian Gombert, General Manager der Flexschlauch Produktions GmbH

Ware von der Stange findet man in den Produktions- und Lagerräumen von Flexschlauch wohl kaum, dafür aber ein sehr breites Produktsortiment, das über 10.000 Artikel umfasst und in einem 24-Stunden-Lieferservice den Weg zu den Kunden findet. Das sind Autohersteller und Flugzeugbauer ebenso wie kleine Tischlereien.

„Wir sind wirklich sehr breit aufgestellt, allerdings sind Schläuche für Industrieanwendungen unsere Hauptsparte. Sie finden unsere Schläuche wirklich überall, aber meist sind sie nicht zu sehen. Denken Sie nur an Schläuche in Autos, Baggerkabinen und Flugzeugen, zum Beispiel für Frischluft, Klimaanlagen in Flugzeugen oder Absaugungen in Handwerksunternehmen. Wir bieten sogar Niederdruckschläuche für den Printbereich. Wir haben wirklich Lösungen für fast alles“, so General Manager Sebastian Gombert, der seit 2000 im Unternehmen arbeitet.

Schläuche für jede Nische

Seit Gründung 1970 ist Flexschlauch zu einem mittelständischen Unternehmen mit 20 Mitarbeitern und einem Umsatz von circa sechs Millionen EUR herangewachsen. Es gehört heute zur Flex-Tek-Group des weltweit agierenden englischen Technologieunternehmens Smiths Group plc., einem Weltmarktführer unter anderem für Schlauchtechnik, Medizin- und Kommunikationstechnik sowie Gefahren- und Schmuggelwarendetektoren und Systeme für die Luftfahrtindustrie.

„Wir bieten ganz bewusst individuelle Schläuche, die wir auf Länge schneiden oder mit Schalldämpfern oder einer PU-Schaum-Ummantelung für die Geräuschreduzierung ausstatten. Es gibt auch wahre Nischenprodukte bei uns, etwa für Heizungen oder Krankenhausbetten, wie Warmhaltebettdecken nach einer Narkose“, erläutert Sebastian Gombert.

Verbunden mit einem Klick

In den letzten Jahren ist auch bei Flexschlauch die Klima- und Wettersituation zu einem großen Thema geworden und ein Fokus liegt auf der fortschreitenden Entwicklung von nachhaltigen Produkten. Ein Produkt mit Zukunft ist der TEC-Stutzen, der für die Estrichtrocknung, also für die Bodentrocknung, eingesetzt wird.

„Der Bedarf ist riesig. Die Schläuche können per Klick verbunden werden. Das geht schneller und ist sauberer. Ein Klick reicht, um die Schläuche zu verbinden. Das ist ein riesiges Thema, das wir in den kommenden Jahren weiterentwickeln wollen, genau wie die Spiratube-Schläuche, die für die Versorgung mit Frischluft im Flugzeug sorgen“, sagt Sebastian Gombert. „Zudem wollen wir in Bezug auf Umsatz und Personal weiterwachsen und die guten Zahlen der letzten Jahre weiterführen.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Industrielle Zulieferer

Lieferfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit in der Fernwärme

Interview mit Patrick Hollstein, Product Application Manager der LOGSTOR Deutschland GmbH

Lieferfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit in der Fernwärme

Fernwärme spielt eine Schlüsselrolle für die Wärmewende, steht jedoch vor wachsenden Herausforderungen. Die LOG­STOR Deutschland GmbH entwickelt und vertreibt vorgedämmte Rohrsysteme, die eine effiziente, verlustarme Verteilung von Wärme in Fernwärmenetzen…

Tradition trifft Innovation im Kiesgeschäft

Interview mit Caroline Held, Geschäftsführerin und Otto-Wilhelm Held, Geschäftsführer der Kändler-Held GmbH

Tradition trifft Innovation im Kiesgeschäft

Die Kändler-Held GmbH, ein traditionsreiches Unternehmen aus Petershagen, wird heute in 3. und 4. Generation von Otto-Wilhelm Held und seiner Tochter Caroline Held geleitet. Das Unternehmen hat sich als führender…

Reibungslos bei extremen Einsätzen – Schmierung mit Präzision

Interview mit Patrick Meyer, Geschäftsführer der Meyerlub s.r.l.

Reibungslos bei extremen Einsätzen – Schmierung mit Präzision

Während sich viele Branchen mit Digitalisierung, Automatisierung oder KI-Lösungen beschäftigen, bleibt eine technische Grundvoraussetzung für nahezu alle Prozesse unverändert: Maschinen brauchen Schmierung. Ohne sie steht alles still – ob in…

Spannendes aus der Region Lübeck

Familiengeführt und zukunftsorientiert

Interview mit Gert Laurijssens, Geschäftsführer der Bruhn Spedition GmbH und Emily Paula Bruhn, Marketing & HR der Bruhn Spedition GmbH

Familiengeführt und zukunftsorientiert

In der Logistikbranche stehen derzeit Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Fokus. Unternehmen müssen sich kontinuierlich weiterentwickeln und innovative Lösungen finden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die Bruhn…

Leckageortung für Fernwärmenetze

Interview mit Jörg Bartsch, Geschäftsführer der BRANDES GmbH

Leckageortung für Fernwärmenetze

Die Energiewende dominiert die Diskussion um die Netto-Null-Ziele. Genauso wichtig ist aber auch die Wärmewende. Laut dem Bundesamt für Umwelt entfallen rund die Hälfte des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs auf den…

Updates überflüssig

Interview mit Benjamin Pieritz, CEO der TRIOVEGA GmbH

Updates überflüssig

Mit der rapide voranschreitenden Digitalisierung steht Cybersicherheit für viele Unternehmen ganz oben auf der Agenda. Gerade in Fertigungsbetrieben können Cyberangriffe gesamte Produktionen über Monate lahmlegen. Hier sind Schutzmechanismen gefragt, die…

Das könnte Sie auch interessieren

Im (Material-)Fluss bleiben

Interview mit Patrick Schlotter, Geschäftsführer der Flexco Europe GmbH

Im (Material-)Fluss bleiben

In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, volatiler Lieferketten und steigender Anforderungen an Effizienz und Anlagenverfügbarkeit rückt die Zuverlässigkeit industrieller Prozesse zunehmend in den Fokus. Gerade in automatisierten Materialflüssen sind stabile, wartungsarme Lösungen…

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Interview mit Ciril Faia, CEO Curium International

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich knapp 80.000 Männer neu daran. Bei einer Früherkennung sind die Heilungschancen sehr gut. In Deutschland hat Curium…

Fehlerfreiheit als Wettbewerbsvorteil

Interview mit Dr.-Ing. Ansgar Kaupp, CEO und Partner der EyeC GmbH

Fehlerfreiheit als Wettbewerbsvorteil

Fehlerhafte Verpackungen können Millionen kosten – durch Rückrufe, Lieferengpässe oder regulatorische Folgen. Genau hier setzt die EyeC GmbH mit intelligenten Inspektionssystemen an, die Druckbilder, Barcodes und selbst Brailleschrift zuverlässig prüfen.…

TOP