Spielerisch zum Erfolg

Interview

"Als einziger Mediengroßhändler in Deutschland arbeiten wir mit allen relevanten Konsolen-Herstellern und Software-Publishern zusammen", sagt Markus Blumenberg, Leiter im Bereich Einkauf bei flashpoint.

"Wir bieten nicht nur Games, sondern sämtliche Zubehör- und Merchandising-Artikel an, von der Maus und Tastatur bis hin zum bedruckten T-Shirt, also alles was einen Bezug zu Gaming und Entertainment hat", ergänzt Vertriebsleiter Oliver Bartelt.

„Wir bieten nicht nur Games, sondern auch sämtliche Zubehör- und
Merchandising-Artikel an.“ Oliver Bartelt

Schwerpunkt: Games und Zubehör

So bilden Games und Zubehör mit einem Anteil in Höhe von 65% am Jahresumsatz den Schwerpunkt im Verkauf bei flashpoint. Dahinter folgen die Posten DVDs (20%), Merchandising (10%) und Audio-CDs (5%).

"Games haben in der Regel ein großes Datenvolumen und werden daher nach wie vor überwiegend auf Datenträgern erworben, also als physische Produkte", erklärt Marketingleiter Michael Hermanns. "Außerdem hat der Endkunde das Recht zur Weiterveräußerung, was ein weiterer Vorteil gegenüber Downloads ist."

Insgesamt hat flashpoint vier Geschäftsbereiche: Neben dem Großhandel als Vollsortimenter für Games und DVDs ist das Unternehmen in den Bereichen Distribution, Category Management und E-Commerce aktiv. "Wir übernehmen die Exklusivdistribution für die Hersteller, die keinen Vertrieb in der DACH-Region haben", so Michael Hermanns.

Mit einem ausgeklügelten Category Management sorgt flashpoint zudem für eine optimale Flächennutzung, Sortimentsvorschläge, die Preisauszeichnung sowie ein tägliches Bestands- und Abverkaufsmanagement etc. "Unser Endkunden-Marketing erfolgt stets im Namen unserer Partner. Für den Endkunden ist der Name flashpoint nicht relevant", sagt Michael Hermanns.

„Mit unserem Vollsortiment würden unsere Handelspartner theoretisch keinen anderen Lieferanten benötigen.“ Oliver Bartelt

"Wir betreiben also sowohl klassisches Handelsmarketing als auch Endkundenmarketing – bis hin zum Mobile Advertisement, jeweils in enger Abstimmung mit den Partnern beziehungsweise den Herstellern des jeweiligen Produktes."

Im deutschen Einzelhandel lückenlos gelistet

Die flashpoint AG, die neben dem Hauptsitz in Hamburg über ein Vertriebsbüro in Berlin verfügt, bedient alle relevanten Handelsstrukturen. "Im deutschen Einzelhandel sind wir lückenlos gelistet", sagt Oliver Bartelt. Während der stationäre Einzelhandel noch etwa 80 bis 85% des Geschäftes ausmacht, ist der Distanzhandel beziehungsweise das Online-Geschäft mit 15 bis 20% auf dem Vormarsch.

Außerordentliche Flexibilität Im Bereich E-Commerce beweist flashpoint seine außerordentliche Flexibilität und passt sich an die Ansprüche von Distanzhändlern beziehungsweise Online-Versendern an. Der Umfang der Dienstleistungen richtet sich ganz nach dem Kundenwunsch – bis hin zum klassischen Fulfilment mit Verpackung, Versand etc. im Namen des Online-Händlers.

"Wir zeichnen uns durch ein hohes Maß an Individualisierung und Flexibilität gegenüber unseren Handelspartnern aus", erläutert Michael Hermanns. "Wir scheren die Handelspartner nicht über einen Kamm. Es gibt aber Wettbewerber, die genau dies tun. Sie haben ein System, nach dem sich ihre Kunden richten müssen. Bei uns ist es genau anders herum."

Mithilfe aller technischen Möglichkeiten, unter anderem das Vendormanaged Inventory (VMI), analysiert flashpoint auch die Abverkaufszahlen der Kunden und des Gesamtmarktes. "Wir versuchen für die Kunden so viel Flexibilität wie möglich zu erreichen", sagt Michael Hermanns. "Wir haben viele langjährige Mitarbeiter, die aus der Branche kommen oder ihr Hobby zum Beruf gemacht haben."

Ein weiterer Vorteil von flashpoint, das mit seinen insgesamt 90 Mitarbeitern im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 82 Millionen EUR erzielte, ist die Sortimentsgestaltung.

"Mit unserem Vollsortiment würden die Handelspartner theoretisch keinen anderen Lieferanten benötigen. Tatsächlich nutzen dies auch einige Kunden", so Oliver Bartelt.

Branche sehr schnelllebig

"Die Branche ist extrem schnelllebig und lässt daher keine Zehn-Jahres-Prognosen zu", erläutert Michael Hermanns. "Unsere Strategie ist es, unsere Vorgehensweise immer wieder zu überdenken.

Viele neue Dinge sind in den letzten Jahren entstanden, weil Kunden uns danach gefragt haben und wir dieses Loch dann füllen konnten. Wir wollen uns immer weiter verbessern und müssen dazu natürlich den Markt ständig beobachten. Bestimmte Marktentwicklungen können aber auch wir nicht beeinflussen."

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