Metropolen auf der Tasche

Interview mit Jan Pronk, Geschäftsführer der Fashion in the City GmbH

„Eigentlich hatte Robin Ruth bei der Gründung im Jahr 2002 nur Mützen und Krawatten im Sortiment – mit Windmühlen, Tulpen, Käse als Motiven. Alles für Touristen in den Niederlanden“, erinnert sich Jan Pronk, der die deutsche Niederlassung des Labels leitet. „Dann suchte der Gründer Boaz Avrahami nach einer Idee, die er nicht nur in den Niederlanden, sondern weltweit vertreiben konnte. So wurden unsere Taschen entwickelt.“

Mittlerweile sind die Taschen des Labels rund um den Globus bekannt, egal ob in Rom, Barcelona oder München. „Wir haben rund 500 Mitarbeiter auf der ganzen Welt. In über 50 Ländern ist das Label mit Partnern vertreten. Wir haben in Deutschland, Österreich, Polen und Großbritannien im letzten Jahr 5,7 Millionen EUR erwirtschaftet. Dabei entfallen auf Großbritannien 25%, der Rest verteilt sich auf die erstgenannten Länder. In diesem Jahr erwarte ich noch mehr.“

Denn neben den legendären Taschen gibt es bei der Fashion in the City GmbH weitere Souvenirs mit Stil: „Wir fokussieren uns auf kleinere und günstigere Produkte für unsere Kunden: Geldbörsen, Schlüsselbänder, Kappen, Hüte, Flip-Flops oder auch Schirme.“ Also egal, in welcher Stadt und zu welcher Jahreszeit sich die Touristen aufhalten – bei Robin Ruth wird jeder fündig.

Zeigen, wo man herkommt

„Neben den Touristen, die einen Großteil unserer Produkte kaufen, wollen auch Einheimische unsere Produkte haben. So kauft zum Beispiel die Hälfte der Deutschen unsere Produkte dort, wo sie selbst herkommen. Sie sind stolz auf die Stadt, in der sie leben und wollen das auch zeigen“, erklärt Jan Pronk.

„Unsere Produkte sind tragbar. Du ziehst sie an und kannst zeigen, woher du kommst.“ Jan PronkGeschäftsführer

Robin Ruth funktioniert. „Wir versuchen zwei Mal im Jahr eine neue Kollektion herauszubringen. Im Hauptquartier in Amsterdam arbeiten 20 Designer an neuen Looks. Sie sind immer auf dem neusten Stand.“ Und das sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert.

„Urlauber, die an verschiedene Orte reisen, erkennen unsere Marke. Sie kaufen beispielsweise eine Tasche in New York, entdecken dann eine in Berlin und kaufen auch diese. Das liegt daran, dass wir mit unseren Produkten ein hohes Qualitätslevel bieten. Hinzu kommt, dass wir sehr innovativ sind und globalen Fashion-Trends folgen.“ Robin Ruth macht eben keine normalen Souvenirs – das Label macht Mode.

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