Qualität, die haften bleibt

Interview mit Jens Glatz, Geschäftsführer der Etiket Schiller GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Glatz, Etiket Schiller hat ein breites Produktportfolio. Was sind Schwerpunkte im Sortiment?

Jens Glatz: Grundsätzlich produzieren wir Etiketten für alle Branchen. Im chemischen Bereich bedienen wir sehr große Unternehmen, zum Beispiel Lieferanten für Schwimmbad-Zubehör. Wir sind aber so breit aufgestellt, dass wir unterschiedlichste Industrien und OEMs, Spielwarenhersteller, Nahrungsmittelhersteller bis hin zum Wein- und Spirituosenbereich zu unseren Kunden zählen.

Wirtschaftsforum: Der Konkurrenzkampf in Deutschland ist hart. Warum entscheiden sich Kunden für Etiket Schiller und nicht für einen anderen Anbieter?

Jens Glatz: Wir können mehr als Standardetiketten, arbeiten unter anderem mit Heißprägungen, mit Blindprägungen, Relief-Lacken oder Softtouch-Materialien, sind also in der Lage, sehr hochwertige Etiketten anzubieten. Unser Maschinenpark umfasst hochmoderne Maschinen, aber auch ältere Maschinen, eben für diese Veredelungen. Darüber hinaus haben wir eine eigene Druckvorstufe im Haus. Das bieten viele andere Unternehmen nicht mehr an. Dadurch können wir schnell auf Fehler reagieren. Dabei sind wir spezialisiert auf kleinere und mittlere Auflagen. Dank unserer Zugehörigkeit zur Optimum Group sind wir aber auch in der Lage, große Auflagen abzudecken. Allein in Deutschland hat unsere Gruppe fünf Druckereien. Darüber hinaus arbeiten wir in unserer Gruppe international eng im Netzwerk zusammen.

Wirtschaftsforum: Wir sprechen über Druckverfahren. Was tun Sie, um Ihren ökologischen Fußabdruck zu verbessern?

Jens Glatz: Wir setzen sehr auf Nachhaltigkeit. Damit hat sich die gesamte Gruppe in den vergangenen Jahren stark positioniert. Wir haben zum Beispiel innerhalb der Gruppe ein eigenes Recycling-Verfahren. Zudem verarbeiten wir viele Materialien, die kompostierbar sind oder aus natürlichen Materialien hergestellt wurden, wie zum Beispiel Stein- oder Graspapier. Wir engagieren uns hier aus Überzeugung, denn wir möchten unserem Planeten etwas zurückgeben. Vor Kurzem sind wir von EcoVadis mit einer Silbermedaille zertifiziert worden. Bei uns geht es nicht nur um ökologische Maßnahmen, sondern auch um soziale Verantwortung.

Wirtschaftsforum: Welche Ziele haben Sie sich für Etiket Schiller gesetzt?

Jens Glatz: Alle unsere Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden – alle Stakeholder sollen zufrieden und stolz sein auf unser Unternehmen. Zufriedenheit ist das beste langfristige Marketing. Produktionstechnisch werden wir uns weiter modernisieren, uns noch stärker im Digitaldruck aufstellen. Eine große Herausforderung ist allerdings der Fachkräftemangel. Es ist besonders schwierig, Leute für die Produktion zu finden. Gerade die jungen Leute haben hier kein Interesse. Wir müssen heutzutage um den Nachwuchs und um die Fachkräfte kämpfen. Dabei bieten wir jungen Leuten gute Entwicklungsperspektiven. Ich selber bin dafür das beste Aushängeschild. Ich habe meine Ausbildung hier gemacht und mich vom Azubi über verschiedene Positionen bis zum Geschäftsführer entwickelt.

Wirtschaftsforum: Sind viele Ihrer Mitarbeiter schon lange im Unternehmen?

Jens Glatz: Viele unserer Leute sind schon sehr lange bei uns. Es gefällt ihnen hier, sie kommen gerne zur Arbeit. Wir haben ein gutes Betriebsklima, sind weltoffen und international. Diesen Werten werden wir auch in Zukunft treu bleiben.

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