Persönlich, pragmatisch und direkt: Die Partner für die Mittelspannung

Interview mit Anna-Lena Hochuli, Betriebsleitung und Samira Dupuis, Assistenz der Geschäftsführung der Energie Technik Becker GmbH

Wirtschaftsforum: Frau Hochuli, Frau Dupuis, Energie Technik Becker tritt bundesweit als Spezialist für Lösungen im Nieder- und Mittelspannungsbereich in Erscheinung – worauf liegt dabei der Fokus Ihrer Unternehmenstätigkeit? 

Samira Dupuis: Grundsätzlich bilden wir das gesamte Spektrum in der Elektrotechnik ab – von der klassischen Gebäudetechnik wie dem Einbau von Sprechanlagen bis hin zum Aufbau und Anschluss von Trafostationen samt den später anfallenden Wartungsarbeiten und Störungsbeseitigung. Auf letztgenanntem Tätigkeitsfeld liegt auch der Schwerpunkt unserer deutschlandweiten Geschäftsaktivitäten. 

Wirtschaftsforum: Wie blicken Sie angesichts der hohen Anforderungen an den Netzausbau bei gleichzeitiger Zurückhaltung bei Investitionen auf die aktuelle Marktlage? 

Anna-Lena Hochuli: Im Niederspannungsbereich macht sich die allgemein rückläufige Bautätigkeit auch in unserem Unternehmen bemerkbar. In der Mittelspannung, die für Energie Technik Becker klar im Fokus der Aufmerksamkeit steht, sieht das Bild aber anders aus: denn für den Netzausbau, die Errichtung einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur sowie die Inbetriebnahme von Solarparks werden auch weiterhin Trafostationen in großen Mengen benötigt – trotz einer etwas zurückgegangenen Investitionsfreudigkeit. Während also der eine oder andere Industriebetrieb derzeit etwas vorsichtiger mit seinen Ausgabenpositionen umgehen mag, ist der Bedarf an Infrastruktur für Photovoltaikanlagen und Ladestationen deutlich gewachsen, wovon natürlich auch unser Unternehmen nachhaltig profitiert. 

Wirtschaftsforum: Anfang des Jahres haben Sie in diesem Segment mit Ihrem Kabelmesswagen eine neue Innovation im Markt eingeführt. 

Samira Dupuis: Im Kern funktioniert unsere Lösung wie ein Röntgengerät für das Stromnetz. Mit ihr können wir Kabelstrecken durchprüfen und so auch frühzeitig Fehler erkennen – idealerweise, bevor sie überhaupt zu einer Störung führen. Durch diese Vermeidung von Betriebsausfällen sorgen wir für eine fortlaufende Netzsicherheit, aus der sich dann auch weitreichende Kosteneinsparungen ergeben können. Und selbst wenn doch einmal ein Fehler auftreten sollte, können wir so wesentlich schneller reagieren, die vorliegende Störung zügig beheben und anschließend konsequent Vorkehrungen treffen, damit sie nicht erneut auftritt. Diese technische Lösung bedeutet für uns somit auch einen weiteren wegweisenden Schritt hin zu einem Rundum-sorglos-Paket für unsere Kunden, in dessen Zuge sie sich mit Energie Technik Becker auf einen starken Partner verlassen können, der sie vollumfänglich betreut. 

Wirtschaftsforum: Mit welchen weiteren Veränderungen beschäftigen Sie sich derzeit in Ihrem Unternehmen? 

Anna-Lena Hochuli: Die Digitalisierung schreitet auch bei uns weiter voran, wodurch wir deutliche Effizienzvorteile erzielen konnten. Als klassischer Handwerksbetrieb begegnen wir auf diesem Wege jedoch durchaus einigen Herausforderungen: Denn während sich die Verwaltungsabläufe im Büro vergleichsweise einfach digitalisieren lassen, ist die Umstellung auf den Baustellen etwas aufwendiger und auch mit einem höheren Schulungsaufwand für unsere Mitarbeiter verbunden. Hier hat es sich besonders bewährt, wenn erfahrene Elektriker mit jüngeren Kollegen zusammenarbeiten und so beide einfach voneinander lernen können. Wenn alle Pläne und Unterlagen überall direkt digital abrufbar sind, ist am Ende auch jeder von dem klaren Nutzen überzeugt. Nach dem Erhalt der ISO9001-, ISO14001- und ISO45001-Zertifizierungen für Qualitätsmanagement, Umweltschutz und Arbeitssicherheit verfügen wir inzwischen zudem über die Branchenzertifizierung BG-ETEM für Arbeitsschutz – auch darin sehen wir ein klares Bekenntnis, weiterhin als attraktiver Arbeitgeber aufzutreten. 

Wirtschaftsforum: Seine Werte fasst Energie Technik Becker gerne mit dem Dreiklang „Persönlich. Pragmatisch. Direkt“ zusammen – wie füllen Sie diese Haltung auch im Tagesgeschäft mit Leben? 

Samira Dupuis: Das Menschliche genießt bei uns einen hohen Stellenwert – innerhalb des Unternehmens mit flachen Hierarchien und einem freundschaftlich-persönlichen Umgang, aber auch im Rahmen unserer Kundenbeziehungen, die wir sehr transparent und grundsätzlich auf Augenhöhe gestalten. Pragmatismus bedeutet für uns dabei: „Nicht lang schnacken – sondern machen!“ Denn unsere Lösungen müssen in der Praxis reibungslos funktionieren, gerade wenn im Störfall schnelles Handeln gefragt ist. Manchmal würden wir gerne noch agiler auftreten, werden dann allerdings bisweilen von bürokratischen Hürden ausgebremst. Wir freuen uns jedoch sehr, dass unsere Überzeugungen auch im Markt auf einen starken Widerhall stoßen – insbesondere auch in den sozialen Medien wie etwa bei Instagram, wo wir uns durch unsere authentische und nahbare Kommunikation eine starke Community aufbauen konnten.

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