Bilderbuchunternehmen aus einem Guss

Interview

„Seit dem Jahr 2000 haben wir unsere Produktion auf die schwierigeren Ganzteile, wie zum Beispiel Rahmenteile für BMW-Motorräder, umgestellt“, erzählt Geschäftsführer Dieter Diesner. „Die technischen Herausforderungen sind komplexer geworden, aber darauf haben wir mit Investitionen erfolgreich reagiert.“

Dieter Diesner, dessen Vater das Unternehmen 1959 gegründet hat, hat selbst seit seinem 13. Lebensjahr bereits während seiner Schul- und Studienzeit im Betrieb mitgearbeitet. Heute ist er stolz darauf, dass auch sein Sohn – dann in der dritten Generation – im Unternehmen bleiben will. Gute Gründe dafür gibt es: Aufgrund der stark erweiterten Angebotspalette sieht Dieter Diesner für DIAG positive Signale für neue, gute Marktchancen.

„Mit unserer Ausrichtung und der Flexibilität eines Kleinunternehmens können wir das technische Niveau eines Großunternehmens anbieten.“ Dieter DiesnerGeschäftsführer

Kleinunternehmen mit Niveau der Großen

„Zu unseren Zielgruppen gehören alle, die Aluguss benötigen“, erklärt der Geschäftsführer. Das seien zum Beispiel die Fahrzeug- und Rahmenbauindustrie, der Maschinenbau, Unternehmen für Filtertechnik, aber auch Büromöbelhersteller. Zu den DIAG-Kunden zählen so prominente Kunden wie der Heiztechnikhersteller Viessmann, BMW Motorräder, Schüco Fenster oder Vitra Büromöbel.

Und bei denen kann DIAG mit größter Fachkompetenz und den Vorteilen eines kleinen Unternehmens punkten. „Mit unserer Ausrichtung und der Flexibilität eines Kleinunternehmens können wir das technische Niveau eines Großunternehmens anbieten“, betont Dieter Diesner. Mit der ‘Leidenschaft für heiße Formen’, wie der Unternehmensslogan so treffend formuliert, hat man bei DIAG auch in der Krise noch gebaut und modernisiert.

Fitter durch die Krise

Zum Beispiel wurde in neue CNC-Fräsmaschinen investiert und Leistungen wie Oberflächenbehandlungen, Kommissionieren, Zusammenbau und Verpacken können jetzt mit angeboten werden. Dieter Diesner ist daher sehr zuversichtlich, dass sein Unternehmen schon im kommenden Jahr mit einer ein- bis zweiprozentigen Steigerung rechnen kann.

Als Zulieferer wolle DIAG sich mehr in Richtung Spezial- und Präzisionsguss entwickeln und zudem anspruchsvollere Teile gießen. Großkunden wie Schüco, die bereits jetzt Fertigware in Auftrag geben, geben der Perspektive des Geschäftsführers recht.

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