Transporte mit Herz und Verstand

Interview mit Marcell Wienberg, Kaufmännischer Leiter, Assistent der Geschäftsleitung der Cömlek Transporte GmbH

Heute kaum vorstellbar, dass 2007 alles mit nur einem Lkw begann. Inzwischen sind 42 Zugmaschinen im Einsatz, überwiegend im innerdeutschen Verkehr, und Cömlek Transport beschäftigt 53 Mitarbeiter, davon vier im Büro.

„Zu den Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, gehören der Fahrermangel, die Digitalisierung und die Notwendigkeit, den Fuhrpark ständig zu aktualisieren“, fasst der Kaufmännische Leiter zusammen. „Wir beschäftigen eigene Fahrer auf eigenen Lkw und haben 2021 einen Umsatz von 5,2 Millionen EUR erzielt. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr mit einem coronabedingten Einbruch. Bis dahin sind wir jedes Jahr stetig gewachsen. Wir hoffen, dass es nun weiter aufwärts geht, auch wenn die Situation schwer einzuschätzen ist.“

Struktur und Effizienz

Nicht umsonst wird Marcell Wienberg von den Kollegen ‘Alman’, der Deutsche, genannt. „Als Speditionskaufmann habe ich nicht nur verschiedene Geschäftsbereiche kennengelernt, ich gelte auch als besonders penibel und korrekt“, fügt er lächelnd hinzu. „Seit Herr Cömlek mich 2014 bat das Backoffice zu übernehmen, habe ich in Abstimmung mit ihm mehr Struktur und Effizienz in das Unternehmen gebracht. Die Digitalisierung wird nun an uns herangetragen. Wir müssen Prozesse umstellen, denn es ergeben sich viele Vorteile im Backoffice.“

Wertschätzung der Kunden

Mit einem festen Kundenstamm vor allem im Automotive-Bereich, aber auch in der Getränkeindustrie ist Cömlek Transporte gut aufgestellt. „Unser gut bestückter Fuhrpark, unsere Flexibilität und Zuverlässigkeit, die Bereitschaft, zu helfen, wenn nur irgend möglich, ehrliche und direkte Verhandlungen – all das sind Faktoren, die uns die Wertschätzung unserer Kunden sichern“, meint der Kaufmännische Leiter. „Man kennt uns, wir erreichen die Kunden weniger durch Marketing als durch Mundpropaganda. Wir leisten aber viel regionale Unterstützung, zum Beispiel für Ausbildungs- und Sportprojekte.“

Familiäre Gemeinschaft

Wenn es darum geht neue Fahrer anzuwerben, nutzt man bei Cömlek Transporte zwar das Internet, verlässt sich aber auch gern auf den eigenen guten Ruf. „Unsere Fahrer fühlen sich wohl bei uns und werben neue Fahrer an, oder Bekannte des Gründers aus der Türkei kommen hinzu,“ erklärt Marcell Wienberg. „Wir müssen uns heute viel weiter Richtung Osten aufstellen und entsprechende Hürden überwinden helfen. Unsere Unternehmenskultur ist ehrlich, herzlich und temperamentvoll, Herr Cömlek setzt sich auch selbst ans Steuer, wenn Not am Mann ist. Die Fahrer sehen das, sind motiviert. Es macht viel Freude, in solch einer fast familiären Gemeinschaft auf weiteres Wachstum hinzuarbeiten.“

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