Erfolg auf drei Säulen

Interview

25 Prozent des Leistungszentrums der Birsner - Spedition und Betonpumpenverleih GmbH & Co. KG machen die Silotransporte aus. Mit zehn Lastzügen werden Zement, Steinmehl, Quarzsande und mineralische Mehle für die Betonwerke der beiden Gesellschafter des Unternehmens und für andere Kunden gefahren.

45 Prozent entfallen auf den intermodalen Containerverkehr und allgemeine Transporte. Für Ferntransporte wird das System Straße-Schiene-Straße bevorzugt. Dabei fährt Birsner hauptsächlich regional in Süddeutschland und in die Schweiz, nach Österreich und Frankreich. Transportiert werden vor allem Stückgüter, Fertigteile für die Bauwirtschaft, Lebensmittel, Chemieprodukte und Gefahrstoffe sowie mit dem eigenen Planen-Sattelauflieger palettierte Ware und andere Güter.

„Im Kombiverkehr sind wir hochflexibel und unsere Mitarbeiter bestens ausgebildet.“ Alfred Sill Geschäftsführer

Die übrigen 30 Prozent macht der Verleih von Betonpumpen als Dienstleister für die regionale Bauwirtschaft aus. Da die Bedienung der Betonpumpen besondere Fachkenntnisse erfordert, werden sie ausschließlich mit Bedienung verliehen. Einsatzgebiete der acht Pumpen sind Baden-Württemberg sowie die nördliche Schweiz.

1948 gegründet

Das 1948 von Adolf Birsner gegründete Unternehmen wurde Ende der 1990er Jahre an die heutigen Inhaber Meichle & Mohr GmbH und Kieswerk Pfullendorf Holding GmbH verkauft. 2011 lag der Umsatz des Unternehmens mit 45 Beschäftigten bei über fünf Millionen EUR. Für das laufende Jahr sind 5,5 Millionen EUR geplant.

Bei der Akquise für Kunden der Betonpumpen konzentriert sich die Firma eher auf die regionale Bauwirtschaft. Darüber hinaus kommen auch Anfragen von Betonwerken. Bei den Transporten liegt der Schwerpunkt auf regionalen Kunden. Hinzu kommen auch Aufträge von ausländischen Bahnspediteuren für Kombiverkehre. Immer stärker nutzen die Kunden auch das Internet, um Aufträge zu erteilen. Der Exportanteil – hauptsächlich in die Schweiz – beträgt circa 35 Prozent.

Eigene Ausbildung

Zertifizierungen sowie ein internes Qualitätsmanagementsystem sind Argumente, die für Birsner sprechen. Außerdem liegt der Standort des Unternehmens in der Nähe des Kombiterminals in Singen und das Unternehmen verfügt über eine eigene Werkstatt für Service und Wartung der Fahrzeuge. Weiter wird auf modernste EDV zurückgegriffen. Sämtliche Fahrzeuge sind mit Bordcomputer und Telematik ausgestattet.

"Im Kombiverkehr sind wir hochflexibel und unsere Mitarbeiter bestens ausgebildet", versichert Geschäftsführer Alfred Sill. "Diese Sparte wollen wir deutlich forcieren. Bei der Belieferung vom Absender zum Empfänger wollen wir noch mehr Nischen suchen. Unsere Schlüsselposition in der Region, wenn es um den Verleih von Betonpumpen geht, wollen wir beibehalten und ausbauen. Da Nachweise für Berufskraftfahrer immer wichtiger werden, bilden wir auch selbst zum Berufskraftfahrer aus."

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