Besser statt billig

Interview mit Wilfried Weber, Geschäftsführer der Badische Backstub‘ F. u. E. Weber GmbH

Nur zu gern erläutert Wilfried Weber, Geschäftsführer der Badische Backstub‘, den Unterschied zwischen seinen Backwaren und denen der Billiganbieter.

„Wir benutzen nur qualitativ hochwertige Zutaten“, betont er. „Zudem haben unsere Waren bei gleicher Größe ein deutlich höheres Gewicht und einen höheren Feuchtigkeitsgehalt, was den Geschmack und die Haltbarkeit deutlich verbessert. Der Unterschied zeigt sich nach fünf Stunden. Bei der Billigbrezel haben sie dann nur noch Staub zwischen den Zähnen.“

Alle Produkte der Badische Backstub‘ werden nach hauseigenem Rezept selbst hergestellt.

Von allem das Beste

„Wir bieten unseren Kunden die größtmögliche Transparenz“, fährt Wilfried Weber fort. „Wir bieten ihnen an, sich anzuschauen was und wie wir produzieren. Wir beziehen unsere Rohstoffe aus der Region. Das Mehl kommt aus Baden-Württemberg und auch die frischen Früchte lassen wir nicht etwa in irgendwelchen begasten Verpackungen aus Südamerika einfliegen.“

Aber nicht nur das Produkt selbst, der gesamte Außenauftritt ist einfach stimmig, vom Ambiente in den 28 Fachgeschäften, die viermal täglich mit frischer Ware beliefert werden, bis hin zu den Produktkenntnissen der Verkäuferinnen, die den Kunden fundierte Auskünfte geben können.

„Wir wollen nicht der Größte, sondern der Beste sein.“ Wilfried Weber Geschäftsführender Gesellschafter

Eine lange Tradition

Wilfried Weber liegt sein Beruf im Blut. Die Bäckertradition seiner Familie geht zurück bis auf das Jahr 1880. Seine Eltern, Friedrich und Erika Weber, sowie die Großeltern etablierten unter anderem die Marken ‚Golden Toast‘ und ‚Weberli‘ in den 1960ern Jahren, bevor sie sich auf ihre handwerklichen Wurzeln zurückbesannen und 1977 mit der Badische Backstub‘ einen Neustart wagten.

Heute führt Wilfried Weber den Betrieb gemeinsam mit seiner Tochter Denise, die die operative Leitung in zwei Jahren, pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum, vollständig übernehmen wird.

Wilfried Weber will dann nach wie vor als strategischer Berater zur Verfügung stehen. „Ruhestand wäre mir zu langweilig“, meint er. „Nur Golf spielen macht auch keinen Spaß.“

Das Jubiläum ist in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein für ihn. Wenn es nach ihm geht, dann wird sich bis dahin sowohl die Zahl der Fachgeschäfte als auch der Umsatz, der zurzeit bei 18 Millionen EUR liegt, gesteigert haben. „40 Jahre, 30 Geschäfte, 20 Millionen - das ist unser Ziel.“ An erster Stelle aber ist der Qualitätsanspruch „das Beste oder nichts“.

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