Mobiler Einsatz weltweit

Interview

„Wir versuchen die Röntgentechnik dorthin zu bringen, wo aus unterschiedlichen Gründen die Infrastruktur fehlt“, sagt Geschäftsführender Gesellschafter Ralf Georgi, der ATOMED X-Ray im Jahr 1990 gründete und sich als Hersteller von Röntgensystemen für die Humanmedizin etablierte.

Im nunmehr 26. Jahr des Firmenbestehens beschäftigt die Firma ATOMED X-Ray GmbH aktuell über 20 Mitarbeiter, bildet in Zusammenarbeit mit Berufsakademien in Sachsen regelmäßig Studenten der Medizintechnik aus und erwirtschaftet einen Umsatz von acht Millionen EUR, Tendenz steigend.

„Wir haben einen überschaubaren Wettbewerb, weil wir Spezialprodukte und vor allem auch Sonderlösungen herstellen, die je nach Kundenwunsch angepasst werden können“, so Ralf Georgi.

Kleiner, leichter und mobiler

ATOMED entwickelt und produziert mobile Röntgengeräte etwa für Einsätze des Militärs. „Die Geräte werden immer kleiner und leichter, aber gleichzeitig auch leistungsstärker. So haben wir es geschafft, die Leistungsfähigkeit von mobilen Systemen mit einem Gewicht von rund 350 kg in kleinere, kompaktere und noch von zwei Personen tragbare Lösungen zu integrieren, die lediglich ein Gesamtgewicht von 75 kg haben“, erklärt Ralf Georgi. „Unser erster Kunde war die Bundeswehr. Inzwischen sind andere Armeen hinzugekommen. Daneben konzentrieren wir uns auf Nischenmärkte, etwa Projekte der WHO, die unsere Geräte für Tuberkulose-Screenings in Afrika einsetzt.“

Ralf Georgi, Geschäftsführender Gesellschafter der ATOMED X-Ray
„Wir bringen Röntgentechnik in Gebiete mit schwacher oder fehlender Infrastruktur.“ Ralf GeorgiGeschäftsführender Gesellschafter

Kunden sind zudem Hilfsorganisationen, Reedereien und Betreiber mobiler Röntgendienste. Die Geräte zeichnen sich durch eine hohe Funktionalität und Flexibilität bei geringer Baugröße aus, sodass sie überall mobil zum Einsatz kommen können. So werden sie aktuell auch in Flüchtlingslagern in Deutschland genutzt. Noch kleinere und leistungsstärkere Systeme sind das Ziel. Damit einher gehen Investitionen in neue Produktionsanlagen und die Suche nach qualifiziertem Fachpersonal.

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