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Wie viel Gehalt bekommt man als Sozialarbeiter?

Wie viel Gehalt bekommt man als Sozialarbeiter?

Sozialarbeiter betreuen Personen oder Personengruppen, die Unterstützung benötigen, und leisten damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. „Sozial“ bedeutet dabei keineswegs, dass ein Sozialarbeiter ehrenamtlich tätig ist. Der Beruf setzt eine spezielle Ausbildung voraus, mit der Aussicht auf ein entsprechendes Gehalt. Wir verraten Ihnen, wie die Verdienstmöglichkeiten in diesem Beruf aussehen.

Was ist ein Sozialarbeiter?

Sozialarbeit und Sozialpädagogik sind zwei eng miteinander verbundene Berufe, die heute aber häufig nicht mehr voneinander getrennt werden. Im eigentlichen Sinn ist „soziale Arbeit“ eine allgemeine Tätigkeit, während der Begriff „Pädagogik“ für eine unterrichtende oder erzieherische Aufgabe steht. Ein Sozialarbeiter berät und betreut sozial benachteiligte Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Sie sind meist bei Jugendämtern, Beratungsstellen, in der Jugend- oder Familienhilfe, aber auch in Einrichtungen für Obdachlose oder Justizvollzugsanstalten beschäftigt. Entsprechend vielfältig sind die möglichen Aufgabenbereiche.

Wie wird man Sozialarbeiter?

Wer Sozialarbeiter werden möchte, muss mindestens einen Bachelor-Abschluss beziehungsweise ein Diplom der Fachrichtung „Soziale Arbeit“ vorweisen. Der sechs bis acht Semester umfassende Studiengang wird in der Regel von Fachhochschulen, selten von Universitäten, angeboten. Alternativ kann auch ein duales Studium im Bereich „Soziale Arbeit“ absolviert werden. Ein entsprechender Abschluss kann außerdem im Fernstudium erworben werden.

Gehalt von Sozialarbeitern im öffentlichen Dienst

Viele Sozialarbeiter sind bei Kommunen oder dem Bund angestellt. In diesem Fall richtet sich ihr Gehalt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Dieser beinhaltet eine Tabelle speziell für den Sozial- und Erziehungsdienst auf kommunaler Ebene (TVöD-SuE). Die Einordnung erfolgt nach Qualifikation, Berufserfahrung sowie nach Aufgabenstellung und Verantwortung. Für studierte Sozialarbeiter sind die Entgeltgruppen S 11 bis S 18 relevant. Jede Gruppe ist wiederum nach Entwicklungsstufen gestaffelt, die von der Beschäftigungsdauer abhängig sind. Das Brutto-Einstiegsgehalt für Sozialarbeiter liegt demnach zwischen 3.082 EUR und 3.856 EUR monatlich. In der höchsten Entwicklungsstufe sind zwischen 4.410 EUR und 5.785 EUR zu verdienen.

Gehalt von Sozialarbeitern in der freien Wirtschaft

Ein Sozialarbeiter hat auch die Möglichkeit, in der freien Wirtschaft eine Anstellung zu finden. So kann er zum Beispiel in der Personalabteilung eines Unternehmens die Personal- und Organisationsentwicklung übernehmen. Oftmals werden in der freien Wirtschaft höhere Gehälter gezahlt als im öffentlichen Dienst. Der durchschnittliche Verdienst eines Sozialarbeiters in der freien Wirtschaft liegt zwischen 2.540 EUR und 3.380 EUR brutto monatlich. Das Gehalt kann dabei stark variieren. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem von der Branche, der Unternehmensgröße und der Berufserfahrung. Auch von Bundesland zu Bundesland ist das Gehaltsniveau unterschiedlich. Die besten Verdienstaussichten haben Sozialarbeiter in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg.

Sozialarbeiter mit einem Masterabschluss haben grundsätzlich bessere Aussichten auf ein höheres Gehalt als solche mit Bachelorabschluss. Sie bekleiden häufiger gehobene Posten oder sind in Führungspositionen beschäftigt. Auch eine Spezialisierung sowie Weiterbildungen können die Verdienstaussichten von Sozialarbeitern verbessern.

Gehalt von Sozialarbeitern in der Wissenschaft

Sozialarbeiter können sich außerdem im wissenschaftlichen Bereich betätigen, etwa als wissenschaftliche Mitarbeiter an einer Universität. Für sie wie auch Doktoranden und Postdocs gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Eingruppiert werden sie dort in die Entgeltgruppe 13. Sie gliedert sich in sechs Erfahrungsstufen, die sich nach den Forschungs- oder Arbeitsjahren richten. Bei Professoren und Juniorprofessoren sieht die Lage anders aus. Für sie gilt die W-Besoldung, die sich aus Grundgehalt, Familienzulage und zusätzlichen Leistungsbezügen zusammensetzt.

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