„Wir brauchen im digitalen Alltag einen Sicherheitsgurt“
Interview mit Erika Felder, Geschäftsführerin der memon bionic instruments GmbH

Wirtschaftsforum: Frau Felder, Ihr Unternehmen ist heute international aktiv. Wie hat alles begonnen?
Erika Felder: Die Geschichte ist tatsächlich sehr persönlich. Mein Mann und ich waren viele Jahre im Immobiliengeschäft tätig und haben sehr erfolgreich gebaut und entwickelt. Dann hatte ich plötzlich gesundheitliche Probleme – Nackenschmerzen, Konzentrationsstörungen, extreme Energielosigkeit. Zwei Jahre lang wusste niemand, woher das kam. Über eine zufällige Begegnung mit einem Heilpraktiker kamen wir schließlich mit einer Technologie in Kontakt, die elektromagnetische Belastungen ausgleichen soll. Wir haben sie bei uns zu Hause eingesetzt – und ich muss sagen: Fast über Nacht ging es mir deutlich besser. Das hat uns so beeindruckt, dass wir beschlossen haben, uns intensiver damit zu beschäftigen und die Technologie schließlich selbst zu vermarkten.
Wirtschaftsforum: Ein radikaler Schritt – vom Immobiliengeschäft in eine völlig neue Branche.
Erika Felder: Absolut. Wenn mir jemand wenige Wochen vorhergesagt hätte, dass wir unsere Immobilienunternehmen verkaufen, hätte ich das für ausgeschlossen gehalten. Aber wir waren von der Wirkung und den Möglichkeiten dieser Technologie überzeugt. Also haben wir unser bisheriges Geschäft aufgegeben und die memon bionic instruments GmbH aufgebaut. Am Anfang ging es darum, die Produkte überhaupt marktfähig zu machen – Design, Verpackung, Anwendung. Und genauso wichtig war es, ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.
Wirtschaftsforum: Worum geht es bei Ihrer Technologie konkret?
Erika Felder: Wir entwickeln Produkte, die Umweltbelastungen wie Elektrosmog oder technische Strahlung auf Informationsebene harmonisieren. Unsere Grundidee ist einfach: Moderne Technik ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Aber wir können lernen, besser mit ihr umzugehen. Unsere Produkte sind modular aufgebaut – vom zuhause über das Smartphone bis hin zum Auto. Ziel ist immer, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich der Mensch regenerieren kann.
Wirtschaftsforum: Wer nutzt Ihre Lösungen heute?
Erika Felder: Ganz unterschiedliche Zielgruppen. Natürlich Privatkunden, die ihr Zuhause ausstatten möchten. Aber auch Unternehmen, Hotels oder Sportorganisationen. Besonders spannend war für uns die Zusammenarbeit mit Spitzensportlern. Sie haben eine sehr feine Körperwahrnehmung und waren oft die ersten, die Veränderungen gespürt haben. Daraus sind wichtige Kooperationen entstanden, etwa mit Skiverbänden oder Motorsportlern.
Wirtschaftsforum: Wie ist das Unternehmen heute aufgestellt?
Erika Felder: Unser Hauptsitz ist in Rosenheim, dort produzieren wir auch. „Made in Germany“ ist für uns zentral, weil diese Technologie sehr sensibel ist und höchste Qualität erfordert. Wir beschäftigen rund 45 Mitarbeiter und arbeiten zusätzlich mit mehreren hundert Vertriebspartnern in der DACH-Region zusammen.
Wirtschaftsforum: Welche Rolle spielen Innovationen in Ihrem Portfolio?
Erika Felder: Eine sehr große. Die Technik entwickelt sich ständig weiter – Stichwort Elektromobilität oder Smart Home. Deshalb entwickeln wir auch unsere Produkte kontinuierlich weiter. Ein Beispiel sind Lösungen für Hörgeräte oder Elektroautos. Unser Anspruch ist immer, Menschen dort zu unterstützen, wo moderne Technik besonders intensiv genutzt wird.
Wirtschaftsforum: Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Erfolgsfaktoren Ihres Unternehmens?
Erika Felder: Unser wichtigster Erfolgsfaktor ist die Einzigartigkeit unserer Technologie – sie ist mit nichts vergleichbar. Genau darauf bauen auch die vielen Referenzen aus unterschiedlichsten Bereichen auf. Über die Jahre haben wir Kooperationen mit Sportlern, Hotels und Unternehmen aufgebaut und zahlreiche Studien durchführen lassen. Diese Erfahrungen zeigen immer wieder, dass unsere Technologie einen Unterschied macht. Und natürlich spielt auch das Vertrauen unserer Kunden eine große Rolle.
Wirtschaftsforum: Welche Vision haben Sie für die Zukunft?
Erika Felder: Ich wünsche mir vor allem mehr Bewusstsein für dieses Thema. Unsere Welt wird immer digitaler, und das wird sich auch nicht ändern. Deshalb sage ich gern: Wir brauchen im digitalen Alltag so etwas wie einen Sicherheitsgurt. Wir nutzen die Technik – aber wir sorgen gleichzeitig dafür, dass wir gesund damit leben können.
Wirtschaftsforum: Was treibt Sie persönlich nach so vielen Jahren noch an?
Erika Felder: Die Rückmeldungen der Menschen. Vom ersten Tag an haben sich Menschen bei uns bedankt, weil sich ihre Lebensqualität verbessert hat – sie schlafen besser, fühlen sich ausgeglichener oder haben wieder mehr Energie. Diese Geschichten motivieren mich bis heute. Sie zeigen mir, dass wir mit unserer Arbeit wirklich etwas bewirken können.












