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Postkorbübung: Das kommt auf Sie zu

Postkorbübung: Das kommt auf Sie zu

Bei vielen Bewerbungsprozessen kommt heutzutage ein Assessment Center auf die Bewerber zu. Eine beliebte Aufgabe dort ist die sogenannte Postkorbübung. Hier muss der Bewerber eine komplexe Aufgabe lösen, wie etwa das Auswählen und Zuordnen von Dokumenten oder E-Mails oder auch das Eintragen von Terminen in einen Wochenplan. Die Arbeitszeit ist stark limitiert und meist so gesetzt, dass die gestellte Aufgabe in der vorgegebenen Zeit nicht vollständig zu schaffen ist.

So funktioniert die Postkorbübung

Wer meint, er hätte bei der Postkorbübung tatsächlich Briefe in einem Postkorb vor sich, irrt, denn der Name dieser Assessment Center-Übung ist nur noch ein Relikt aus dieser Zeit. Im Fokus der Postkorbübung stehen die Entscheidungen des Kandidaten, die geforderten Aufgaben nach deren Wichtigkeit und Dringlichkeit zu sortieren. Widersprüche oder Überschneidungen erhöhen oftmals den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben in der Postkorbübung. Der Kandidat muss sich einen raschen Überblick verschaffen, priorisieren und die Aufgaben dann zügig so sinnvoll wie möglich abarbeiten. Zu den beruflichen Aufgaben kommen oft noch private hinzu, die immer nachrangig behandelt werden sollten. Manchmal werden unerwartete Zusatzaufgaben eingesetzt oder Störquellen wie Telefonanrufe oder Zwischenrufe können die Postkorbübung erschweren. Auch die Zeitvorgaben können sich überraschend ändern oder mit anderen Aufgaben kollidieren. Während der Postkorbübung beobachten Assessoren, wie der Kandidat die Aufgabe löst und machen sich dazu Notizen.

Welche Fähigkeiten prüft die Postkorbübung?

Hauptelemente der Postkorbübung sind die Komplexität der gestellten Aufgaben, der Zeitdruck und das Unvorhergesehene. Diese sollen die Prüfungssituation möglichst nahe an den Berufsalltag bringen. Einige Aufgaben sollen selbst erledigt werden, andere können delegiert werden. Der Kandidat muss eine Vielzahl an Entscheidungen innerhalb kurzer Zeit und unter Zeitdruck treffen. So werden bei der Postkorbübung zum einen die Stressresistenz des Kandidaten getestet, aber auch die analytischen Fähigkeiten, die Entscheidungsstärke und Geschwindigkeit, die Lösungskompetenz und wie delegationsfreudig sich der Kandidat zeigt.

Wie können Sie die Postkorbübung bestehen?

Die Postkorbübung und ihre Anforderungen haben es in sich. Der Kandidat muss sehr konzentriert und fokussiert arbeiten und seine Entscheidungen möglichst zügig und logisch treffen. Sie sollten nicht versuchen, alles in der vorgegebenen Zeit zu schaffen, darauf ist die Postkorbübung nicht ausgelegt. Die folgenden Schritte helfen Ihnen, die Postkorbübung zu bestehen. Verschaffen Sie sich als Erstes einen Überblick über alle Dokumente und Aufgaben und unterscheiden Sie Wichtiges von Unwichtigem. Sortieren Sie anschließend die Aufgaben nach der Eisenhower-Matrix: Welche Aufgaben sind wichtig und dringend? Diese sind sofort zu erledigen. Welche sind weniger dringend und eilig und können delegiert werden? Wichtige Aufgaben, die aber nicht dringend sind, können auf einen anderen Termin verschoben werden. Dafür müssen Sie zum Beispiel nicht jede E-Mail oder jedes Dokument komplett lesen, sondern schnell erfassen, worum es im Kern geht. Wichtig ist es, analytisch, strukturiert und systematisch vorzugehen und Ihre Entscheidungen im folgenden Feedbackgespräch begründen zu können. Gehen Sie stets sachlich und souverän mit dem Feedback um, gerade wenn der Ton schärfer wird, auch das gehört zur Postkorbübung.

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