Transformation als Zyklus

Interview mit Wolfgang Schnober, Mitbegründer und Managing Partner der TCI Transformation Consulting International GmbH

Die Experten für Transformation verfügen über langjährige Erfahrung im ICT-gestützten Projektmanagement und haben hier bereits zahlreiche Großprojekte realisiert, unter anderem in der Telekommunikation und IT.

TCI Transformation Cycle

Auf der Basis dieser Erfahrung und fundiertem Fachwissen hat das Unternehmen einen eigenen TCI Transformation Cycle mit einer strukturierten Vorgehensweise entwickelt. „Hier geht es vor allem darum zu ermitteln, wie die Geschäftsprozesse unserer Kunden konkret aussehen, wie sie sich weiter entwickeln möchten und was der Marktbedarf ist“, erklärt Mitbegründer und Managing Partner Wolfgang Schnober.

„Natürlich eruieren wir auch detailliert die Wünsche und Ziele unserer Kunden sowie die Wettbewerbssituation und eventuell bereits existente Lösungen. Danach geht es Schritt für Schritt weiter mit der Prozess- und Organisationsoptimierung, später dann mit der IT-Optimierung und Kennzahlen.“

Individuell abgestimmt auf die Situation der Kunden, setzt TCI neben der hauseigenen Methode auch andere bewährte Methoden ein. Während in der Transformationsberatung der Schwerpunkt in der Beratungs- und Konzeptionierungsleistung liegt, ist das Projektmanagement stark umsetzungsgeprägt.

„Die Abgrenzung der beiden Bereiche ist nicht immer einfach“, so Wolfgang Schnober. „Die Grenzen sind häufig fließend. Eine Transformationsberatung erfolgt zum Beispiel nach Fusionen, wenn die Organisationen und IT-Systeme von zwei Unternehmen zusammengefügt werden müssen. Erst danach folgt die Projektarbeit, die Umsetzung. Die Projekte sind dann klar definiert und unsere Kunden brauchen entsprechende Manpower, um diese umzusetzen.

Eine hybride Organisation

Gemeinsam mit vier Partnern gründete Wolfgang Schnober das Unternehmen 2006. Von Anfang an setzten die Gesellschafter auf ein Geschäftsmodell mit assoziierten Partnern. „Dieses Modell ist ein wichtiges Erfolgskriterium für uns und hebt uns vom Wettbewerb deutlich ab“, so Wolfgang Schnober. „Wir müssen keine festangestellten Berater auslasten und können daher höchst flexibel agieren. Zudem haben unsere Berater auch jederzeit die Möglichkeit, eigene Projekte zu realisieren. Auch sie profitieren also von mehr Flexibilität. Im Grunde sind wir eine Hybridorganisation. Wir sind über das Partnernetzwerk fest organisiert, gleichzeitig aber flexibel wie eine Freelancer-Agentur.“

„Wir bieten Erfahrung, Augenmaß und Kommunikation anstelle von Tabellen und Folien.“ Wolfgang SchnoberMitbegründer und Managing Partner

Inzwischen umfasst das Partnernetzwerk von TCI 350 Partner, von denen 13 am Unternehmen beteiligt sind. Deutschlandweit rangiert das Unternehmen damit unter den 200 größten Beratungsunternehmen (von insgesamt rund 15.000). Aber nicht nur die Zahlen geben der Strategie von Wolfgang Schnober und seinen Partnern Recht.

Brand Eins Statista hat das Unternehmen in den Jahren 2014, 2015 und 2016 in mehreren Kategorien als Top-Management-Beratung ausgezeichnet. Neben der fachlichen Kompetenz und dem TCI Transformation Cycle schätzen die Kunden der Mannheimer auch den partnerschaftlichen Ansatz der Transformationsexperten.

 „Wir arbeiten sehr beziehungsorientiert“, erklärt Wolfgang Schnober. „Unser Geschäftsmodell baut stark auf Vertrauen und gute Beziehungen. Dabei hat jeder unserer Partner sein eigenes Beziehungsnetzwerk.“ Insgesamt hat TCI so inzwischen eine Kundenbasis mit rund 100 Unternehmen aufgebaut. Neben Deutschland ist man auch noch in der Schweiz, Österreich, Ungarn und Saudi-Arabien tätig.

Der Unternehmensmitbegründer hat allen Grund zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. „Die digitale Transformation wird auch den gehobenen Mittelstand ganz massiv erreichen – und wir werden dabei sein“, erklärt er. „Wir werden unser Netzwerk um Unternehmensbeteiligungen erweitern, uns unter anderem an einer Beratungsgesellschaft für Banken beteiligen, eventuell auch an anderen spezialisierten Beratungsgesellschaften. Damit werden wir dann in der Lage sein, ein noch breiteres Portfolio anbieten zu können, ohne uns selbst zum Branchenspezialisten entwickeln zu müssen – und wir bleiben unserer Flexibilität treu.“

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