Immer eine Lösung parat

Interview

Konsequent einen Schritt weiter zu gehen, um damit Außergewöhnliches zu schaffen; dieser Gedanke ist der Motor hinter der Erfolgsgeschichte von SOLVARO. Das Unternehmen hat die Entwicklung von Bauteilen und Komponenten aus perforiertem und nicht-perforiertem Blech entscheidend geprägt, Vorgaben und hohe Designansprüche in beeindruckender Weise miteinander verbunden hat.

2008 aus der MEVACO ausgegründet, konzentriert sich das Unternehmen heute auf die vier Bereiche Komponenten für Agrar-, Baumaschinen und Busse, Türen und Bauteile für Serverschränke, Filter und Verkleidungen von Anlagen und Maschinen.

„Unser Ansatz war nie, zu schauen, wo eventuell Lochbleche benötigt werden“, erklärt Geschäftsführer Gerhard Bullinger. „Wir wollten stattdessen die Märkte und ihre Bedürfnisse verstehen. Wir wollen wissen, wie die Marktanforderungen genau aussehen, um dann zu prüfen, was wir auf der Entwicklungsseite für den Kunden tun können, damit er Bleche unkompliziert verarbeiten kann. Die Wertschöpfungskette im Sinne der Kunden zu erweitern, ist immer unser vorrangiges Ziel.“

Gesamtpakete für die Kunden

100 Mitarbeiter arbeiten heute für SOLVARO. Der Umsatz konnte seit 2010 um jährlich 20% gesteigert werden und liegt heute bei 15 Millionen EUR. Auf dem von rund 20 Lochblechherstellern dominierten europäischen Markt nimmt SOLVARO eine Sonderstellung ein.

Gerhard Bullinger, Geschäftsführer der SOLVARO GmbH
„Die Wertschöpfungskette im Sinne der Kunden zu erweitern, ist unser vorrangiges Ziel.“
Geschäftsführer Gerhard Bullinger

„Wir haben im Vorfeld den Markt analysiert und festgestellt, dass es Lochblechhersteller gibt, Beschichter und Tiefziehunternehmen“, so Gerhard Bullinger. „Daraufhin haben wir beschlossen, den Kunden die komplette Kette anzubieten. Auch wenn wir nicht selbst beschichten, sondern dafür mit externen Partnern zusammenarbeiten, bieten wir heute alles aus einer Hand.“

Um tatsächlich die bessere Lösung anbieten zu können, arbeitet SOLVARO bereits im frühen Entwicklungsstadium eng mit OEMs wie Herstellern von Agrarmaschinen zusammen.

Die Entwicklung spezifischer Einbauteile und Komponenten aus Metall erfolgt in Kirchheim, die Serienfertigung in Ungarn. Viele europäische Zulieferer wie Motorhaubenhersteller für Agrarfahrzeuge sind Stammkunden. „Wir gehen aktiv auf Kunden zu“, betont Gerhard Bullinger. „Insbesondere im Bereich der Serverschränke und Agrar- und Baumaschinen sowie bei Bussen sehen wir für die kommenden zehn Jahre weiter großes Potenzial. Es gibt schließlich immer eine Lösung aus Metall.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema

Belgisches Möbeldesign – auf Beständigkeit gebaut

Interview mit Marie Claeys, Vertriebsleiterin der Mobitec Systems S.A.

Belgisches Möbeldesign – auf Beständigkeit gebaut

Mobitec Systems S.A. aus Eupen in Belgien gehört heute zu den führenden europäischen Herstellern von Stühlen, Sesseln und Tischen und bleibt dabei fest in Familienhand. Seit 1990 steht das Unternehmen…

Medikamente managen, Fachkräfte entlasten

Interview mit Dr. Michael Felski, Head of Sales der i-meds GmbH

Medikamente managen, Fachkräfte entlasten

Wenn Senioren täglich fünf, zehn oder noch mehr Medikamente einnehmen, steigt das Risiko für Verwechslungen – vor allem in Pflegeheimen und bei der häuslichen Versorgung. Die i-meds GmbH hat sich…

Formvollendet

Interview mit Rainer Schenk, Geschäftsführer der FBR Facondrehteile GmbH

Formvollendet

Seit über 40 Jahren bringt die FBR Facondrehteile GmbH aus Kirchhaslach in Schwaben Metall in die richtige Form. Was bescheiden in einem Keller begann, ist heute ein international agierendes Unternehmen,…

Spannendes aus der Region Landkreis Esslingen

Olivenöl mit Herzblut

Interview mit Andreas Knauß, Geschäftsführer der LAKUDIA GmbH

Olivenöl mit Herzblut

Was mit einem Urlaub in Griechenland begann, entwickelte sich zu einer außergewöhnlichen Unternehmergeschichte: Die LAKUDIA GmbH vereint schwäbischen Unternehmergeist mit der Leidenschaft für Olivenöl allerhöchster Qualität, das schon lange im…

Auf zu neuen Synergien

Interview mit Carlo Buck, Geschäftsführer der United Machining Germany GmbH

Auf zu neuen Synergien

In Schorndorf, rund 30 km östlich von Stuttgart, befindet sich der Sitz eines Unternehmens, das Tradition, Innovationskraft und partnerschaftliches Denken erfolgreich miteinander verbindet: die United Machining Germany GmbH. Seit über…

Modulbau statt Massivbau

Interview mit Stefan Stein, Geschäftsführer der Portakabin Mobilraum GmbH und der Portakabin Produktions GmbH

Modulbau statt Massivbau

Vom Baucontainer zum nachhaltigen Gebäude: Die Portakabin Mobilraum GmbH wandelt sich vom klassischen Vermieter temporärer Baulösungen zum innovativen Anbieter modularer Architektur. Mit 135 Mitarbeitern an sieben deutschen Standorten und einer…

Das könnte Sie auch interessieren

Küchenkompetenz auf die Schiene gebracht

Interview mit Gerd Betz, Geschäftsführer und CEO der KUGEL Edelstahlverarbeitung GmbH

Küchenkompetenz auf die Schiene gebracht

Der Schiene gehört die Zukunft. Der 2020 vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vorgelegte Masterplan unterstreicht dies deutlich. Bis 2030 sollen demnach doppelt so viele Bahnkunden im Schienenpersonenverkehr gewonnen…

Revolutionäre Spitzentechnologie made in Germany

Interview mit Uwe Ahrens, Geschäftsführer der Altech Advanced Materials AG

Revolutionäre Spitzentechnologie made in Germany

Salz – im Altertum war das weiße Gold ein kostbares Gut, das Reichtum und Macht brachte. Heute könnte Salz bei der Energiewende eine entscheidende Rolle spielen. Jedenfalls wenn man an…

Der Antrieb zur Veränderung

Interview mit Michael Fahrenbach, Geschäftsführer der Wöhrle GmbH & Co. KG

Der Antrieb zur Veränderung

Nichts verändert die Automobilindustrie derzeit mehr als die Transformation zur E-Mobilität. Als etablierter Zulieferer in dieser Branche unterstützt die Wöhrle GmbH & Co. KG weltweit ihre Kunden bei der Entwicklung…

TOP