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Ein wahrer HochgeNuss

Portrait

„Angefangen habe ich bei null, als Start-up“, erinnert sich Jörg Multhaup, Geschäftsführender Gesellschafter von SambaNuts Deutschland. „Ich habe alles allein finanziert, aber auch schon externe Helfer gesucht, auf Leihbasis. Einer dieser Geldgeber hatte schon einmal eine Firma namens Samba.Der Firmenname war ein Gefallen für die finanzielle Unterstützung.“ Die Entscheidung, in dieses spezielle Geschäft einzusteigen, kam nicht von ungefähr. „Ich bin seit über 25 Jahren im Süßwarenbereich tätig“, erläutert Jörg Multhaup.

„Ich habe Handelsware verkauft und eingekauft und mich auch um die Marketingstruktur gekümmert, erst bei Markenartiklern, später auch bei Süßwaren-Großhändlern. Ich wollte mich selbstständig machen. Ich hatte bestimmte Ideen, insbesondere bezüglich des Verhaltens gegenüber Kunden, Partnern und Mitarbeitern. Ich will den Kunden gegenüber ehrlich sein. Ehrlichkeit ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Die Grundidee ist nicht, dass einer oben sitzt und alles entscheidet. Entscheidungen sollten gemeinsam mit den Mitarbeitern und Lieferanten getroffen werden. Diese Ehrlichkeit ist nicht immer gewünscht, ich versuche sie aber durchzuziehen. Ich finde es ganz wichtig, dass alle Beteiligten genau wissen, worauf sie sich einlassen.“

Eine gute Mischung

Einer dieser Lieferanten ist die italienische Firma Vicenzi, die heimisches Gebäck herstellt. „Ich kannte diese Firma und wurde gefragt, ob ich sie für den deutschen Markt beraten würde“, offenbart Jörg Multhaup. „So kam es dazu, dass wir Distributor für Deutschland geworden sind.“ Das eigentliche Hauptgeschäft sind aber nach wie vor die eigene Marke und eine Vielzahl von Handelsmarken für Nüsse und Trockenfrüchte, die 85% des elf Millionen EUR Umsatzes ausmachen. „Die Bestseller sind unsere Nussmischungen“, verrät Jörg Multhaup. „Erdnüsse geröstet und gesalzen aus der Dose, die kennt man ja schon. Wir versuchen, Innovation auf den Markt zu bringen. SambaNuts BigBoxx ist unsere eigene Marke. Dann haben wir HotMix, einen Nussmix aus Kürbiskernen, Mandeln und Erdnüssen. Wir überlegen immer, welche Nussmischungen gehen können, und schauen uns den Markt genau an. Ich gebe den Kollegen der Produktion in den Niederlanden genau vor, welche Nussmischungen erfolgreich sein können. Die Leute reagieren gut darauf. Wir wollten etwas Neues auf den Markt bringen. Das ist der Grund, warum es so gut läuft.“

Man muss anders sein als die anderen. Jörg Multhaup, Geschäftsführender Gesellschafter von SambaNuts D

Mit persönlichem Einsatz

Tatsächlich hat die Firma vom ersten Tag an schwarze Zahlen geschrieben, die sich stetig gesteigert haben. Für 2018 visiert SambaNuts einen Umsatz zwischen 15 und 20 Millionen EUR an. „Die Möglichkeit zu wachsen, ist da“, versichert Jörg Multhaup. „Wir wollen es aber nicht um jeden Preis. Aber wenn alle, Handel, Produktion und wir davon profitieren können, dann steigt die Motivation.“ Er und seine sieben Mitarbeiter haben in den letzten Jahren viel Energie in die Firma gesteckt. „Wir arbeiten an der Zukunft“, meint Jörg Multhaup. „Aber ich wünsche mir persönlich, dass ich auch immer wieder mal durchatmen kann. Ich hatte seit sieben Jahren fast keinen Urlaub und wenn ich verreise, dann bin ich immer erreichbar, sieben Tage in der Woche. Für einige Mitarbeiter ist es genauso. Es wäre schön, mal mit gutem Gewissen wenigstens eine Woche richtigen Urlaub machen zu können.“

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