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Das Jahr 2015 war ein Meilenstein für Seride, der auch entsprechend gefeiert worden ist. „Meine Kinder haben zum 40-jährigen Jubiläum eine Riesenüberraschungsparty für mich organisiert“, berichtet Geschäftsführer Bruno Luraschi, der die Firma 1975 gegründet hat. „Mit allen Mitarbeitern. Sie haben mich auch von einigen Journalisten interviewen lassen und daraus ein Buch über meine Geschichte und die Geschichte meiner Firma machen lassen. Das war eine sehr schöne Überraschung.“

Made in Italy Bruno

Luraschis ältester Sohn Stefano ist bereits seit 30 Jahren im Unternehmen tätig, seine Tochter Federica seit 20 Jahren und auch Nesthäkchen Matteo ist inzwischen bereits seit 14 Jahren dabei. Nun sollen sie alle Schritt für Schritt die Firma übernehmen.

So ganz will Bruno Luraschi aber noch nicht die Zügel aus der Hand geben. „Für dieses Jahr ist der Führungswechsel geplant“, verrät er. „Wir werden einen Verwaltungsrat gründen. Ich werde immer noch alle Macht haben, aber meine Kinder können lernen, was es heißt, Unternehmer zu sein.“

Er legt Wert darauf, dass die Firma in vertrauten Händen verbleibt. „Als Familienunternehmen sind wir unabhängig“, betont Bruno Luraschi. „Fast alle unsere Produktionsgeräte sind intern. Das heißt, wir haben den ganzen Produktionsprozess unter Kontrolle.“

Ganz nach Wunsch

Seride bietet den Kunden in der Regel große und kleine Qualitätslabel, ein echtes Individualprodukt. „Wir stellen alles in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Kunden her“, erläutert Bruno Luraschi. „Wir schlagen Design und Stoffe vor, aber dann wird alles personalisiert. Wir haben eine breite Produktpalette von Stoffen und eine enorme Qualität von neuen Designs. Wir führen Bearbeitungen durch, die Nischenprodukte sind und die keiner so herstellen kann.“

„Wenn der Kunde etwas Spezielles haben möchte, entwickeln wir das exklusiv für ihn.“ Bruno Luraschi Geschäftsführer und Gründer

Auch bezüglich der Drucktechnik schränkt sich die Firma nicht ein. „Wir machen auch noch ein bisschen traditionellen Siebdruck“, verrät Bruno Luraschi. „Für sehr spezielle Drucke, die man nicht anders herstellen kann.“

Diese Exklusivität ist der Grund, warum die Firma die Wirtschaftskrise gut überstanden hat. „Wir folgen der Strategie, die ich eigentlich schon immer hatte“, meint Bruno Luraschi. „Wir betreiben viel Forschung und investieren in digitales Knowhow, um besondere Aufträge ausführen zu können. Wir setzen nicht auf den Preiskampf, sondern auf hochwertige Nischenprodukte.“

Mit dieser Qualität überzeugt Seride auf den entsprechenden Messen. Dieses Jahr steht vom 02.02 bis zum 04.02.2016 die Munich Fabric Start und vom 16.02 bis zum 18.02.2016 die Premiere Vision in Paris auf dem Plan.

Die totale Expansion

Mit einer Belegschaft von knapp 90 Mitarbeitern erreicht Seride einen Umsatz von 16,5 Millionen EUR. Die Exportrate liegt bei 65%; wenn man die indirekten Exporte der italienischen Kunden hinzuzählt sogar bei 80%.

Deutschland ist der wichtigste Markt, gefolgt von Großbritannien und Amerika. „Wir exportieren ein bisschen in die ganze Welt“, meint Bruno Luraschi. „Wir sind dabei, den englischen Markt auszuweiten. Interessant ist auch der chinesische Markt; allerdings muss man dort mit Vorsicht agieren. Es wird viel kopiert. Ferner ist auch der osteuropäische Markt interessant. Wir hatten auch schon Kontakte in Russland, aber aufgrund der momentanen politischen Lage ist dieser Markt momentan auch sehr schwierig geworden.“

Trotzdem hat Bruno Luraschi ein klares Ziel vor Augen. „Wir wollen die totale Expansion unseres Produktes erreichen.“

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