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Ein Phönix aus der Asche

Portrait

Knebel bietet maßgeschneiderte Lösungen in Metall und Holz für unterschiedlichste Anwendungen. Zum Leistungsspektrum des in zweiter Generation geführten Familienunternehmens gehören CNC-Blechbearbeitung, -Drehen und -Fräsen, Draht-, Senk-, und Bohrerodieren sowie CNC-Holzbearbeitung – jeweils in bester Qualität und höchster Präzision, vom Prototypen bis zur Serienfertigung.

Knebel produziert komplette Anlagen ebenso wie Teilbaugruppen, inklusive Elektroinstallation, Hydraulik und Pneumatik, sowie kundenindividuelle Vorrichtungen von Einhausungen für Messmaschinen über spezielle Transportkisten für Werkzeuge bis hin zu Flugzeugnotausgang-Übungseinheiten. Abgerundet wird das umfassende Leistungsportfolio durch den eigenen Werkzeugbau.

Vernichtendes Feuer

2014 brannte der gesamte Betrieb bis auf die Grundmauern nieder. „Grund war ein technischer Defekt“, erläutert Geschäftsführer Edgar Knebel. „Die Polizei vermutete jedoch zunächst Brandstiftung, und auch die städtischen Behörden haben Probleme gemacht. Es hat drei bis vier Monate gedauert, bis wir anfangen konnten, den Betrieb wieder aufzubauen. Doch wir haben alle zusammengehalten, haben eine tolle Mannschaft. Heute steht das Unternehmen wieder gut da und ist kerngesund.“

Derzeit beschäftigt Knebel rund 90 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz in Höhe von zehn Millionen EUR. „Die letzten eineinhalb Jahre ging es aufwärts“, sagt Edgar Knebel. „Auch dieses Jahr sieht sehr gut aus.“

Mitverantwortlich für die positive Entwicklung seit dem verheerenden Feuer vor drei Jahren ist die Bereitschaft, kontinuierlich in neue Maschinen zu investieren. Gerade erst wurde ein neuer Laser für die Blechbearbeitung angeschafft: Kostenpunkt 1,2 Millionen EUR.

„Durch den Einsatz neuester Technik sichern wir uns einen dauerhaften Vorsprung vor den Mitbewerbern“, erklärt Edgar Knebel, der bereits 78 Jahre alt ist. Für den Fortbestand des Unternehmens ist jedoch gesorgt: Mit Michael Löwenstein und Petra Katzenbach, der Tochter von Edgar Knebel, sind zwei weitere, jüngere Geschäftsführer im Betrieb tätig.

„Durch den Einsatz neuester Technik sichern wir uns einen dauerhaften Vorsprung vor den Mitbewerbern.“ Edgar KnebelGeschäftsführer

„Das letzte Wort liegt jedoch bei mir“, betont Edgar Knebel, der zum Beispiel alle Aufträge nachkalkuliert. „Ich bin kein Büromensch, sondern packe mit an und gehe zu den Mitarbeitern. Eine kurze Skizze, und jeder weiß, was gemeint ist.“

Edgar Knebel ist ein Unternehmer der alten Schule – und das im besten Sinne. „Dranbleiben, Zuverlässigkeit und saubere Arbeit abliefern, und das zum vereinbarten Termin, das ist es, was zählt“, erklärt Edgar Knebel. „Doch bei vielen Betrieben in Deutschland gibt es das gar nicht mehr. Versuchen Sie mal, freitags um 13 Uhr in einer Firma anzurufen. Da erreichen Sie keinen mehr.“

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