Wir lösen Ihre Förderprobleme

Interview mit Cornelia Schulz, General Manager der IWAKI Europe GmbH

IWAKI ist besonders stark im Semi-Conductor-Bereich, sowie in den Bereichen Chemie, Wasser und Food aufgestellt.

Semi-Conductor, Food, Chemie und Wasser

„Diese Branchen sind im Grunde unsere wichtigsten Säulen, die uns tragen“, so Cornelia Schulz, General Manager der IWAKI Europe GmbH. „Unsere Muttergesellschaft in Japan ist sehr stark in der Entwicklung, zum Beispiel im Bereich alternative Energien, und das nicht nur im Automotivebereich. Man investiert in die Entwicklung alternativer Energiegewinnung, zum Beispiel Brennstoffzellen. Hier ist IWAKI ein wichtiger Partner der Wirtschaft, um Entwicklungen voranzutreiben.“

Darüber hinaus entwickelt sich auch das Segment Agriculture-Greenhous-Business vielversprechend. Zu den Hauptzielgruppen des Unternehmens in Europa zählen aktuell der OEM-Bereich mit kleineren Pumpen, die in Maschinen eingebaut werden. Gut aufgestellt ist das Unternehmen auch im Bereich der Kühlungssysteme, beziehungsweise in Systemen, die eine Kühlung brauchen, wie zum Beispiel Laser- und Röntgenmaschinen.

„Führend sind wir, wenn es um die Förderung von Flüssigkeiten, mit Druckmaschinen, geht“, so Cornelia Schulz. „Zum Beispiel arbeiten wir hier für einen Druckmaschinenhersteller, der Prints auf Keramik macht. Das können nur unsere Pumpen, diesen Markt decken wir fast flächendeckend ab.“

Entwicklungspartner für OEMs

„Grundsätzlich verstehen wir uns nicht als Lieferant, sondern als Entwicklungspartner für die OEMs“, erklärt sie weiter. „Wir gehen den Entwicklungsweg mit ihnen gemeinsam. Unsere Vertriebsleute sind fast alle ausgebildete Ingenieure oder haben eine technische Ausbildung, können also auf Augenhöhe mit den Maschinenentwicklern sprechen. Das ist eine gute Grundlage für Teamarbeit und die stärkste Kundenbindung, die man schaffen kann, wenn man gemeinsam ein gutes Produkt in den Markt gibt. Das ist auch unserem japanischen Mutterunternehmen seit jeher sehr wichtig gewesen, dass wir uns als lösungsorientierter Partner etablieren. Häufig sind wir als Trouble-Shooter in die Unternehmen gekommen – daraus haben sich dann häufig langfristige Kundenbeziehungen entwickelt. Gleichzeitig sichert die Partnerschaft mit den OEMs den Innovationsprozess in unserem Unternehmen. Über diesen Partnerschaftsansatz ist es gelungen, uns am Markt zu etablieren. Europa ist der stärkste Markt weltweit in der Pumpenherstellung. Es gibt nirgendwo so viele Pumpenhersteller wie in Deutschland oder in Italien. Hier muss man sich durch eine besondere Leistung abheben.“

Digitale Innovationen

Seine Innovationen stellt IWAKI regelmäßig auf der Weltleitmesse ACHEMA vor. „Wir sind hier nicht nur mit unseren neuen Produkten, sondern auch personell stark vertreten, mit Kollegen aus aller Welt, um uns als globaler Partner zu präsentieren“, so Cornelia Schulz. „Die ACHEMA ist immer noch die zentrale Plattform für Entscheider und Entwickler in unserem Bereich.“

Darüber hinaus ist IWAKI auf zahlreichen lokalen Spezialmessen vertreten. Einer der Themenschwerpunkte für die kommenden Jahre wird die digitale Ansteuerung der Produkte sein, um zum Beispiel ein verbessertes Monitoring in die Prozesse der Kunden einzubringen und somit das Sicherheitsgefühl zu stärken.

„Im Grunde überwachen die Pumpen dann sich selbst“, so Cornelia Schulz. „Sicherheit ist für unsere Kunden ein wichtiges Thema.“ Vor allem in den Bereichen Chemie, Pharma, Food und Engineering will IWAKI seine Aktivitäten vorantreiben. Auch das OEM-Segment wird weiter wichtig bleiben, hier möchte man die Position als Entwicklungspartner halten und festigen. Durchschnittlich erwartet IWAKI Europe ein jährliches Wachstum von rund 7% für die nächsten fünf Jahre.

Ein globaler Partner

„Für die kommenden Jahre wird es wichtig, eine einheitliche Strategie über alle Niederlassungen zu implementieren“, erklärt Cornelia Schulz. „Wir möchten die verschiedenen Niederlassungen einander näherbringen. Sie sollen sich nicht mehr als lokale Anbieter sehen, sondern jeder Mitarbeiter soll sich als Global Player verstehen. Wir haben schon im vergangenen Jahr mit der Umsetzung begonnen. COVID-19 hat uns hier etwas ausgebremst. Wir kommen nur glaubwürdig als Global Player rüber, wenn unsere Mitarbeiter dies widerspiegeln. Natürlich lässt sich viel über Online-Tools regeln. Aber der persönliche Kontakt wird auch in Zukunft in unserem Geschäft wichtig bleiben. Bei uns geht es um Vertrauen – Vertrauen gegenüber den Mitarbeitern und den Kunden.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Anlagen- und Maschinenbau

Engineering für besondere Aufgaben

Interview mit Dr. Wolfgang Heimberg, Geschäftsführer der HTI Automation GmbH

Engineering für besondere Aufgaben

Vom Physiker in der Automobilentwicklung zum Unternehmer in der Laborautomation: Dr. Wolfgang Heimberg hat mit der HTI Automation GmbH einen Spezialisten aufgebaut, der sich bewusst zwischen Standard und Individualität positioniert.…

Fehlerfreiheit als Wettbewerbsvorteil

Interview mit Dr.-Ing. Ansgar Kaupp, CEO und Partner der EyeC GmbH

Fehlerfreiheit als Wettbewerbsvorteil

Fehlerhafte Verpackungen können Millionen kosten – durch Rückrufe, Lieferengpässe oder regulatorische Folgen. Genau hier setzt die EyeC GmbH mit intelligenten Inspektionssystemen an, die Druckbilder, Barcodes und selbst Brailleschrift zuverlässig prüfen.…

Auf dem Weg zur Nummer 1 auf dem Eis

Interview mit Markus Profanter, CEO der engo GmbH

Auf dem Weg zur Nummer 1 auf dem Eis

Eisarenen sind längst hochkomplexe Infrastrukturen, in denen Betriebssicherheit, Energieeffizienz und Nutzererlebnis eng zusammenhängen. Wer hier bestehen will, muss weit mehr liefern als robuste Maschinen. Die engo GmbH mit Sitz in…

Spannendes aus der Region Kreis Viersen

„Wir sorgen für Transparenz im ­Werbemittelmarkt!“

Interview mit Sebastian Noy, Geschäftsführer der Prowerb GmbH

„Wir sorgen für Transparenz im ­Werbemittelmarkt!“

Mit seinen vielfältigen digitalen Werbemittel- und Logistiklösungen hat sich Prowerb in den letzten Jahren zum umfassenden Marketing Services-Anbieter weiterentwickelt. Dass viele Kunden angesichts der gesamtwirtschaftlich bedingten Investitionszurückhaltung derzeit genau sondieren,…

Mit Spezialwissen zum ­Erfolg

Interview mit Christian Brazda, Geschäftsführer der Flexitallic GmbH

Mit Spezialwissen zum ­Erfolg

Während viele Industrieunternehmen mit dem schwierigen Marktumfeld kämpfen, wächst Flexitallic Deutschland Jahr für Jahr um mehr als 10%. Der Dichtungsspezialist aus Willich hat seinen Umsatz seit 2018 von 2,8 auf…

Vom Service zum System:  Fluid Management neu definiert

Interview mit Erdem Ates, Geschäftsführer der Fluid Service Plus GmbH

Vom Service zum System: Fluid Management neu definiert

Kühlschmierstoffe und Prozessflüssigkeiten sind entscheidend für stabile Fertigungsprozesse – und doch oft unterschätzt. Im Interview spricht Erdem Ates, Geschäftsführer der Fluid Service Plus GmbH, über seinen Weg ins Familienunternehmen, die…

Das könnte Sie auch interessieren

Wie ländlicher Nahverkehr wieder Fahrgäste gewinnt

Interview mit Stefan Meißner, Geschäftsführer der PRG Personen- und Reiseverkehrs GmbH Greiz

Wie ländlicher Nahverkehr wieder Fahrgäste gewinnt

Der öffentliche Personennahverkehr steht unter Druck: Klimapolitik, Fachkräftemangel, knappe öffentliche Haushalte und veränderte Mobilitätsbedürfnisse stellen Verkehrsunternehmen vor komplexe Herausforderungen – insbesondere im ländlichen Raum. Die PRG Personen‑ und Reiseverkehrs GmbH…

Mit regional verfügbaren Ressourcen die  Wettbewerbsfähigkeit am Standort stärken!

Interview mit Dr. Tobias Wolfinger, Geschäftsführer der Technikum Laubholz GmbH

Mit regional verfügbaren Ressourcen die Wettbewerbsfähigkeit am Standort stärken!

An der Schnittstelle zwischen Entwicklung und Produktion will das Technikum Laubholz aus Baden-Württemberg dafür sorgen, dass innovative Produkte, die die bioökonomische Transformation vorantreiben, schnell skaliert werden können und somit möglichst…

Die unterschätzte Werbekraft des Briefkastens

Interview mit Mario Geuß, Geschäftsführer der Geuß Werbung GmbH

Die unterschätzte Werbekraft des Briefkastens

Gedruckte Haushaltswerbung gilt vielen als Relikt aus analogen Zeiten: teuer, wenig nachhaltig und verdrängt durch digitale Kanäle. Doch Woche für Woche landen Millionen Prospektpakete in deutschen Briefkästen. Mario Geuß, Geschäftsführer…

TOP