Damit Roboter sehen können

Interview mit Ralf König, Vice President Sales & Marketing der inos Automationssoftware GmbH

Vom Code Scanner bis zur Robot Vision, vom Sensor bis zur Software: Im Jahr ihres 20. Firmenjubiläums gestaltet die inos Automationssoftware GmbH die Zukunft der Automobilindustrie bedeutend mit.

Als Mitglied im auf Automation und Fertigung spezialisierten Unternehmensverbund Grenzebach ist inos im Endkundengeschäft tätig, wie Vice President Sales & Marketing Ralf König erklärt: „2010 hat sich Grenzebach an inos beteiligt, schließlich 2012 zu 100% übernommen und damit das Wachstum ermöglicht. Gestützt auf die globale Struktur der gesamten Unternehmensgruppe wollen wir systematisch inos weiter nach vorn treiben und das Wachstum spürbar machen.“

Der Vice President richtet dabei sein Augenmerk vor allem auf eine Neuorganisation des Vertriebs: „Wir verstärken die Vetriebsaktivitäten, auch international. Aber auch operative Veränderungen wird es geben“, so Ralf König. „Den klaren Fokus auf die Automobilindustrie werden wir dagegen ohne Frage beibehalten.“

Die Technik von Morgen

Obwohl erst seit Kurzem bei inos, ist Ralf König dort ganz in seinem Element. „Als Marktbegleiter habe ich inos schon immer wahrgenommen, denn die hier entwickelte Technik ist sowohl hardware- wie auch softwaretechnisch wirklich herausragend“, urteilt der Fachmann mit seinen 25 Jahren Branchenerfahrung.

Schon früh hatte inos auf laserbasierte Systeme gesetzt und sich damit einen Erfahrungs- und Entwicklungsvorsprung verschafft, den es aufrechtzuerhalten gilt: „Auf dem Gebiet der Bildverarbeitung tut sich gerade eine Menge. Es sind vollautomatische Prozesse ermöglicht worden“, bestätigt Ralf König, „auch weitere Produktionsbereiche können so noch erschlossen werden.“

Ralf König, Vice President Sales & Marketing der inos Automationssoftware GmbH
„Wir ermöglichen dem Roboter das Sehen – und die Prozesse sind noch lange nicht am Ende.“ Ralf KönigVice President Sales & Marketing

Im High-End-Bereich der Bildverarbeitung

Ein weiterer großer Vorteil von inos-Produkten liegt darin, dass sie individuell auf den Kunden abgestimmt sind. „Durch ein Baukastensystem und unsere erprobte Soft- und Hardwareentwicklung werden wir selbst dort den Anforderungen unserer Kunden gerecht, wo andere längst aufgeben müssen, weil zum Beispiel ihre Sensorik nicht leistungsfähig genug ist“, berichtet Ralf König.

Für inos und seine Kunden hingegen eröffnen sich immer weitere Anwendungsfelder, die in enger Kooperation angegangen werden: „Die Interaktion zwischen Mensch und Maschine wird immer konkreter. Im Innovationscenter von Grenzebach bietet sich die Möglichkeit, diese Themen zu demonstrieren.“

Während von den hiesigen Automobilherstellern bereits ‘alles von Rang und Namen’ von der inos-Technik überzeugt ist, hat inos zuletzt verstärkt die USA und Asien ins Visier genommen: „Besonders in Asien laufen viele Prozesse noch manuell ab; deswegen treffen wir dort auf ein großes Marktpotenzial.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Technik

Abfall neu und nachhaltig gedacht

Interview mit Andreas Opelt, CEO der Saubermacher Dienstleistungs AG

Abfall neu und nachhaltig gedacht

Die Abfallwirtschaft ist weit mehr als die reine Entsorgung von Abfällen – sie ist ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Zukunft. Im Fokus steht die Kreislaufwirtschaft, die darauf abzielt, Materialien…

Wenn Prozesse halten, was Technik verspricht

Interview mit Arndt Wiesheu, Geschäftsführer und Louis Wiesheu, Verkaufsleiter der Wiesheu Elektronik GmbH

Wenn Prozesse halten, was Technik verspricht

Elektronik ist längst ein strategischer Faktor: Sie entscheidet über Effizienz, Produktqualität und die Fähigkeit, Maschinen und Geräte überhaupt lieferfähig zu halten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Dokumentation, Schnittstellen und Versorgungssicherheit.…

Wenn Technik Kultur berührt

Interview mit Franca Borzaga, Gründungspartnerin und Mitglied des Verwaltungsrats Metal Working S.r.l.

Wenn Technik Kultur berührt

Aufzüge sind Alltagsinfrastruktur – bis sie plötzlich zum Prestigeprojekt werden: etwa dann, wenn ein Lift ins Kolosseum integriert werden soll, ohne jahrtausendealte Mauern anzutasten. Genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich…

Spannendes aus der Region Stuttgart

Wenn Kollaboration zum Wettbewerbsvorteil wird

Interview mit Christopher Neuwirth, Geschäftsführer der Meondi GmbH

Wenn Kollaboration zum Wettbewerbsvorteil wird

Der Mittelstand muss schneller innovieren und Digitalisierung konsequent nutzen. Die Meondi GmbH aus Stuttgart unterstützt vor allem Maschinenbauunternehmen dabei, Strategie zügig in messbare Umsetzung zu bringen – durch eine klare…

Sicherheit neu gedacht: Infraschall-Messung als Frühwarnsystem

Interview mit Vanessa Hepting und Jonatan Freude, Geschäftsführer der Suritec Systems GmbH

Sicherheit neu gedacht: Infraschall-Messung als Frühwarnsystem

Sicherheitsanforderungen verändern sich rasant. Statt auf klassische Sensoranlagen setzt die Suritec Systems GmbH auf ein Frühwarnsystem, das gewaltsame Einbruchversuche mit Infraschall-Detektion erkennt – und damit Sicherheit besonders einfach macht. Wie…

Ladelösungen mit System: Elektromobilität zuverlässig gestalten

Interview mit Konrad Benze, Geschäftsführer der ChargeHere GmbH

Ladelösungen mit System: Elektromobilität zuverlässig gestalten

Elektroautos boomen – doch ohne eine zuverlässige Ladeinfrastruktur bleibt der Fortschritt auf halber Strecke stehen. Vor allem Unternehmen brauchen Lösungen, die nicht nur technisch funktionieren, sondern auch wirtschaftlich und betrieblich…

Das könnte Sie auch interessieren

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Interview mit Stephan Riese, CEO der reputatio systems GmbH & Co. KG

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Was braucht ein Unternehmen wirklich, um zu funktionieren? Für Stephan Riese ist die Antwort klarer, als viele denken. Mit reputatio systems entwickelt er Lösungen, die Komplexität reduzieren. Ein Gespräch über…

Logistik, die begeistert

Interview mit Alexander Hewel, Geschäftsführer der KELLERGROUP

Logistik, die begeistert

Hidden Champion, Logistik-Versteher, Familienunternehmen: Für die ­KELLERGROUP aus Ditzingen gibt es viele Umschreibungen. Das Unternehmen selbst sieht sich vor allem als inhabergeführtes, mittelständisches Familienunternehmen aus Baden-Württemberg, das nah am Kunden…

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Interview mit Ciril Faia, CEO Curium International

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich knapp 80.000 Männer neu daran. Bei einer Früherkennung sind die Heilungschancen sehr gut. In Deutschland hat Curium…

TOP