Apotheke der Zukunft: Sparen und beraten

Interview

Bereits seit 1995 hatte der Inhaber der i-punkt-apotheke e.K. eine Apotheke gepachtet, bevor er 2002 seine eigene Apotheke gründete – als onkologische Schwerpunktapotheke mit Sterilzubereitungen. Vier Jahre später setzte er dann sein Konzept apo.take um.

Gründlich überlegt

Die Eröffnung einer Internet-Apotheke kam für Christoph Richter nicht in Frage: „Ich glaube, dass Arzneimittel ein besonderes Gut sind, die idealerweise persönliche Beratung und Betreuung erfordern.“

Als seinerzeit die Preise für freiverkäufliche, rezeptfreie Arzneimittel, die sogenannten OTC-Azneimittel, in Bewegung gerieten, gewährten die Internet-Apotheken Preisvorteile bis zu 25% gewährt. Zudem eröffneten die ersten, nicht persönlich inhabergeführten Apotheken.

Christoph Richter stellte sich die Frage, warum ein Kunde rezeptfreie Medikamente noch in der Apotheke einkaufen soll, wenn es sie auf der anderen Straßenseite bis zu einem Viertel des Preises billiger gibt. So mietete er neben seiner bestehenden Apotheke im gleichen Gebäude zusätzliche Flächen an und startete mit apo.take.

Sparmarkt

„Das Konzept apo.take ist ein Sparmarkt“, erklärt Christoph Richter. „Wir haben zunächst die 200 meistverkauften OTC-Arzneimittel Deutschlands ins Sortiment aufgenommen. Diese ergaben sich aus den Top 10 der 20 wichtigsten Anwendungsgebiete.“

Um dem Selbstbedienungsverbot für Medikamente gerecht zu werden, sind die wichtigsten Informationen für die Kunden auf kleinen Pappkärtchen zusammengefasst. Mit diesen Karten geht der Kunde dann zur Bedientheke und läßt sich die jeweiligen Arzneimittel aushändigen. Räumlich ist apo.take von der klassischen Apotheke getrennt und verfügt über einen eigenen Eingang und eine eigene Kasse.

20 Vollzeitkräfte

Bei der Geschäftsführung wird Christoph Richter von seiner Ehefrau Elke unterstützt, einer ausgebildeten pharmazeutisch-technischen Assistentin und Betriebswirtin.

Das Unternehmen beschäftigt 20 Vollzeitkräfte und macht einen Umsatz von 20 Millionen EUR, was dem Zehnfachen einer Duchschnittsapotheke entspricht. Von den 664 m² Betriebsfläche entfallen allein 130 m² auf das Steril-Labor für die onkologische Schwerpunktausrichtung.

Die OTC-Arzneimittel werden generell 30% vergünstigt angeboten, was bei den Kunden gut ankommt und trotzdem eine ausreichende Marge läßt. Neben der Onkologie und dem Sparmarkt apo.take bietet die i-punkt-apotheke weiterhin das klassische Apothekensortiment mit der qualifizierten Beratung.

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