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Schätze in Papierform für die Nachwelt erhalten

Portrait

Die Gesellschaft zur Sicherung von schriftlichem Kulturgut (GSK) entwickelt innovative Methoden, um das schriftliche Kulturgut zu erhalten und das Papier aus den Archiven und Bibliotheken so zu konservieren, dass es auch in Zukunft von der Geschichte erzählen kann.

Darüber hinaus übernimmt das Unternehmen auch die Mikroverfilmung und Digitalisierung der Dokumente, damit diese langfristig gesichert und leichter zugänglich gemacht werden können.

Entsäuerungsverfahren entwickelt

Die Ursprünge der GSK liegen in einer Entwicklung des Staatsarchivs Bückeburg aus den 1960er-Jahren. Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Methoden entwickelt, wie zum Beispiel das bekannte ‘Bückeburger Verfahren’zur Massenrestaurierung.

Im Jahr 2009 wurde die GSK als unabhängiges Unternehmen gegründet, das vor allem die Entsäuerung von Einzelblättern, Büchern und Zeitungen als Dienstleistung übernimmt. Darüber hinaus ist die Forschung ein wichtiger Bereich des Unternehmens geblieben.

„2015 haben wir das weltweit erste automatisierte Verfahren zur Entfernung von Schimmel von den Blättern vorgestellt“, sagt Dipl.-Ing. Oliver Zinn, Geschäftsführender Gesellschafter. „In der Forschung sind wir sehr stark, und wir können die Ergebnisse auch in die Anlagentechnik übertragen.“

Besondere Aufgaben

In einem Forschungsverbund arbeitet die GSK auch eng mit der Hochschule Hannover zusammen. Neben dem ursprünglichen Einzelblattverfahren haben sie gemeinsam ein Verfahren entwickelt, mit der ganze Akten und Bücher entsäuert werden können.

„In der Forschung sind wir sehr stark und wir können die Ergebnisse auch in die Anlagentechnik übertragen.“ Oliver ZinnGeschäftsführender Gesellschafter

Das Pilotprojekt soll noch 2016 fertiggestellt werden. Außerdem sollen die Maschinen für dieses Verfahren so konzipiert werden, dass sie in kompakter Form auch vor Ort in den Archiven und Bibliotheken arbeiten können. Diese Anlagen wären besonders für den asiatischen und osteuropäischen Raum interessant.

Die 38 Mitarbeiter der GSK arbeiten vor allem für die öffentliche Hand, zum Beispiel für das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, für das die Gesellschaft die Entnazifizierungsakten digitalisiert hat. „Für uns sind das besondere Aufgaben, schließlich sichern wir damit unser Kulturgut“, so Oliver Zinn.

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