Begehrte Fernwärme

Interview

Als Betreibergesellschaft für die Fernwärmeversorgung des Ortes beschäftigt die Fernwärme Visp AG (FWV) keine eigenen Mitarbeiter. Die Geschäftsführung liegt daher in den Händen der EnAlpin AG, erforderliche Arbeiten, Wartung und Ähnliches übernehmen externe Firmen.

Darüber hinaus bietet die zur EnAlpin gehörende Plattform ordoplus Serviceleistungen für kleinere Energieversorger an, zum Beispiel Buchhaltung und Abrechnungen.

„Aktuell sind 142 Objekte in Visp an das Fernwärmenetz angeschlossen“, erläutert Diego Flaviano, Geschäftsführer der Fernwärme Visp AG (FWV), „darunter zehn öffentliche Gebäude wie Schulen, Sporthallen und das örtliche Krankenhaus.“ Ansonsten profitieren überwiegend grössere Mehrfamilienhäuser – vereinzelt auch Einfamilienhäuser – von den Vorteilen der Fernwärme.

„Aktuell sind 142 Objekte in Visp an das Fernwärmenetz angeschlossen.“ Diego FlavianoGeschäftsführer

Kapazität fast erreicht

Gegründet wurde die Gesellschaft im Jahr 1988. Anteilseigner sind – je zur Hälfte – die Gemeinde Visp und das Chemie- und Pharmaunternehmen Lonza AG. Der jährliche Umsatz liegt bei 1,8 Millionen Franken. Die Fernwärme wird als Hochtemperaturnetz mit 75 bis 80 °C betrieben, die Rücklauftemperatur beträgt 35 bis 40 °C und steht mit Niedrigtemperatur ebenfalls als Fernwärme zur Verfügung. Das gesamte Versorgungsnetz ist 16 km lang. Mit derzeit 142 Objekten ist die Kapazitätsgrenze fast erreicht. Der Wärmebedarf des Ortes beträgt rund 77,000 MWh jährlich.

Davon liefert die Fernwärme 22,000 MWh. Mehr als zwei bis drei Neuanschlüsse pro Jahr sind deshalb nicht möglich. Deshalb werden zurzeit weitere Einspeisequellen geprüft, um auch künftig den Bedarf an Fernwärme decken zu können. Denkbar sind unter anderem Holzschnitzelanlagen oder die Wärmegewinnung aus Tunnelwasser.

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