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IT-Experten gesucht und gefunden

Portrait

Raumfahrt, Automobilindustrie, Maschinenbau, Tourismus oder Medizintechnik – egal, in welcher Branche ein Unternehmen tätig ist, IT-Bedarf gibt es nahezu immer.

„Es gibt in Deutschland laut neuester Bitkom-Studie erstmals 57.000 offene Stellen im IT-Bereich, qualifiziert und hochqualifiziert. Das ist ein Höchststand. Und das zeigt auch das Dilemma, welches die deutsche Wirtschaft in diesem Bereich hat – und unter dem sie leidet“, erklärt Nikolaus Reuter.

Der 40-Jährige ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der Etengo (Deutschland) AG. Der spezialisierte Personaldienstleister bietet seinen Kunden den IT-Support, den sie anfragen. Mit Fokus auf Service und Qualität arbeitet Etengo dabei mit einer offengelegten Stundensatz-Kalkulation (Open-Book). Denn: Viele IT-Projekte erfordern keine langfristige Festanstellung, sondern sind zeitlich begrenzt.

„Die zunehmende Projektwirtschaft ist ein Megatrend. Das erfordert natürlich etwas völlig anderes, als die klassische Festanstellung. Es gibt einen krassen Spezialisierungstrend. Niemand will es sich leisten, jedes Fachwissen ständig im Unternehmen zur Verfügung zu haben, auch über das Projektende hinaus“, so Nikolaus Reuter.

„Mit uns gelangen unsere Kunden sehr schnell und ohne eigenen Rekrutierungsaufwand an Experten.“ Nikolaus ReuterGründer und Vorstandsvorsitzender

Generell steige heute die Anzahl der IT-Fachkräfte und Freelancer in Deutschland, genauso wie die Anzahl der angebotenen Jobs und Projekte: „Es gibt aber einen enormen Rückgang der Bereitschaft zur Festanstellung, weil IT-Experten heute lieber frei agieren wollen.“

Und genau diese Experten bringt Etengo mit dem richtigen Kunden zusammen. Mittlerweile ist die Nachfrage riesig, angefangen hat Nikolaus Reuter ganz allein: „Ich hatte einen Drucker und einen Leihschreibtisch, da ich noch Untermieter bei einem meiner Dienstleister war.“

Mit seinem klassischen BWL-Hintergrund hat Nikolaus Reuter schnell erkannt, was gefragt und gebraucht wird: „Als Unternehmensberater war ich natürlich analytisch geprägt und habe mir die Situation angeschaut. Ich konnte meinen Augen nicht trauen, dass es in Deutschland eine Branche gibt, die fast kein Mensch richtig kennt. Es geht hier nicht etwa um Zeitarbeit, wie sie bekannt ist. Es geht um eine Branche mit Wachstumsraten, die ihresgleichen suchen.“

Mittlerweile ist aus dem Ein-Mann-Startup ein Unternehmen mit 125 Mitarbeitern und tausenden Freelancern geworden. „Wir haben 275 aktive Kunden, deren Logos bekannt sein dürften. Unsere Stärke in der deutschen Wirtschaft ist ganz klar der Mittelstand, der Maschinenbau, die Automobilindustrie – ja das Erfindertum“, so Nikolaus Reuter.

Alles soll digital werden

Und auch in Zukunft wird Etengo an seinem Erfolgskonzept festhalten: „Dem Namen Etengo (Deutschland) AG könnte man entnehmen, dass es vielleicht in Zukunft auch noch über Deutschland hinaus gehen könnte. Allerdings liegt die Betonung auf könnte. Momentan konzentrieren wir uns auf den hiesigen Markt, wo wir mehr als ausreichendes Wachstumsvolumen und Potenzial vorfinden, so dass es aktuell keinen Sinn macht, sich über Märkte in anderen Ländern Gedanken zu machen. Der Markt für die Rekrutierung von freiberuflichen IT-Experten boomt“, skizziert Nikolaus Reuter die Ausrichtung von Etengo.

Wichtig seien vor allem faire Regelungen, um auch die Freelancer abzusichern. „Zu diesem Thema sind wir in Verbänden sehr engagiert“, erklärt Nikolaus Reuter. Digitalisierung ist das Stichwort bei Etengo: „Wir sehen der Zukunft grundsätzlich positiv entgegen. Allerdings muss man aufpassen, dass sich Deutschland nicht vom Digitalisierungsmarkt entkoppelt.“

Die Prognose von Nikolaus Reuter ist klar: „Alles, was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert werden.“

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