Signal(e) für mehr Sicherheit

Interview mit Christian Auer, Geschäftsführer der Auer Signal GmbH

Signalgeräte aus dem Hause Auer Signal zählen schon lange zu den absoluten Spitzenprodukten, auch wenn die Anfänge des 1910 von Johann Auer gegründeten Unternehmens bei elektrischen Maschinen und deren Reparatur lagen. 2015 übernahmen Christian Auer und seine Schwester Antonia Korger die Leitung des Unternehmens vom Vater Michael Auer.

Generationswechsel geglückt

„Den Generationswechsel haben wir erfolgreich geschafft. Es ging reibungslos und stellte keine Zäsur in unserer Firmenentwicklung dar. Wir haben damit einhergehend unseren Auftritt angepasst, die Marke von Auer zu Auer Signal geändert und unser Logo und unsere Coporate Identiy modernisiert“, erzählt Christian Auer. „Man kann sagen, dass wir schon seit vielen Jahren weg sind von der Metallverarbeitung und uns heute als Elektroentwickler und Kunststofftechniker begreifen.“

Urgroßvater Johann Auer baute Motoren und Großvater Hubert führte dann sukzessive auch weiterführende Produkte ein, darunter Motorsirenen und Hupen – der Grundstock für die zukünftige Produktion von Signalgeräten war gelegt. Diese Geräte kommen in vielen Bereichen des Lebens vor und gerade in der Industrie sind sie lebenswichtig.

„Wir konzentrieren uns auf Signalgeräte für den Maschinenbau, den Sonderfahrzeugbau und Anlagenbau. Signalgeräte sind sicherlich ein Nischengeschäft mit einem überschaubaren Markt, aber hier haben wir, was Service, Produkte und Entwicklung angeht, meist die Nase vorn“, so Christian Auer.

Das Flaggschiff bei den optischen und akustischen Signalgeräten ist die Signalsäule, die es schon seit 30 Jahren am Markt gibt, um Maschinenzustände anzuzeigen. Sie ist somit ein optisches und akustisches Kommunikationsmittel für Bediener.

„Wir wollen mit neuen Angeboten auch im deutschen Markt stärker werden.“ Christian AuerGeschäftsführer
Christian Auer, Geschäftsführer der Auer Signal GmbH

Heller als alle anderen

„Wir haben auf der HMI in diesem Jahr unser neues Produkt eingeführt: die Signalsäule Modul- Perfect 70 oder kurz die PC7. 70 mm ist der Standarddurchmesser für Säulen in der Industrie. Die PC7 ist ein innovatives Produkt. Wir konnten die mit Abstand beste Performance eines Standardgerätes vorstellen. Die PC7 bietet unter anderem eine sechs Mal höhere Leuchtkraft im Vergleich zu Signalsäulen anderer Hersteller, und das erreichen wir mit Standardmodulen“, sagt Christian Auer. „Wir konnten die Artikelnummern dazu extrem reduzieren. Durch die Lichtstärke und andere Eigenschaften wird die Modul Perfect zur besten Signalsäule am Markt mit hoher Zukunftssicherheit.“

Fast nur noch led

Und tatsächlich ist die Modul Perfect 70 eine kleine Revolution – lauter, heller und mit viel mehr Möglichkeiten und Funktionen ausgestattet. Zudem ist sie ein reines LED-Produkt und die innovative Konstruktionsart bietet Spielraum für künftige LED-Innovationen.

„Wir möchten mit diesem Produkt vor allem am deutschen Markt einsteigen“, bekräftigt Christian Auer. Gerade Deutschland ist für Auer Signal ein wichtiger und starker Markt, da hier viele Firmen ansässig sind, die auf Qualität setzen. Inzwischen ist der Spezialist für Signalgeräte in 70 Ländern vertreten und hat von Österreich aus eine Exportquote von 95%, davon 50% außerhalb Europas.

„International ist bei uns weiterhin absolutes Wachstum möglich. In Deutschland etwa möchten wir zukünftig flächendeckend gut vertreten sein und uns gut aufstellen“, ergänzt Christian Auer. An einem Produkt wie der Signalsäule lässt sich auch der Wandel weg von der Glühbirne und der Xenon-Technologie und hin zur LED-Technologie gut erkennen.

„Die Digitalisierung in der Fertigkeit entwickelt sich stetig weiter und unsere Produkte interagieren mit Maschine und Cloud. In einigen Jahren werden die Produkte noch intelligenter sein. Wir werden verstärkt Produktspezifikationen umsetzen und zusammenbringen und zwar nicht durch unterschiedliche mechanische Lösungen, sondern durch Intelligenz“, so Christian Auer. „Wir möchten uns auch zukünftig vor allem an Kundenthemen orientieren. Die Anforderungen der Kunden sind von Projekt zu Projekt unterschiedlich, aber Leistung, in Helligkeit und Lautstärke sowie Dichtigkeit und Vibrationsfestigkeit und elektrische Stabilität bleiben vorrangige Themen.“

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