Steiniger, aber lohnenswerter Weg zur Energiewende

Alternative Energien

Um die im Konzept der Energiewende vorgesehene Anbindung vieler verschiedener Stromerzeuger in ganz Deutschland zu gewährleisten, muss das bestehende elektrische Versorgungsnetz massiv ausgebaut werden. Dazu sind Tausende Kilometer neuer Netzleitungen erforderlich, von denen in den vergangenen Jahren nur einige hundert gebaut wurden. Erschwert wird der Netzausbau durch eventuelle Einsprüche von Bürgern und Kommunen, die den Verlauf geplanter Trassen gerichtlich anfechten. Unbedingt erforderlich ist auch der Ausbau von Kapazitäten zur Stromspeicherung. Auch hier muss massiv investiert werden, um Einspeiseschwankungen auszugleichen und Stromreserven zu haben.

Zumindest mittelfristig werden die Kapazitäten aus Windkraftwerken und Solarstrom-Anlagen nicht ausreichen, um den Strombedarf der Bundesrepublik zu decken. Deshalb müssen neue, umweltfreundliche Kraftwerke, zum Beispiel mit Gas, gebaut werden. Bislang fehlen dazu noch die Anreize, die solche Investitionen finanziell lohnenswert machen.

Zum politischen Streitthema ist die Kürzung der Einspeisevergütungen für Solarstrom geworden. Die Opposition blockiert im Bundesrat die Kürzungspläne und am Ende wird wohl ein Kompromiss herauskommen. Auf Dauer werden die Verbraucher wohl mehr für ihren Strom bezahlen müssen. Dabei ist der Preis für alternative Energien gar nicht unbedingt höher als der für Atomstrom. Dabei sollte auch nicht vergessen werden, dass der Bau von Atomkraftwerken sowie deren Entwicklung über Jahrzehnte hinweg mit zig Milliarden subventioniert wurden. Die dazu erforderlichen Gelder kamen allerdings aus dem allgemeinen Steueraufkommen und wurden nicht direkt mit der Stromrechnung bezahlt.

Alles in allem erfordert die Energiewende gewaltige Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Verbrauchern. Doch sie bietet auch große Chancen zu zeigen, dass eine Industrienation einen neuen Weg geht, der anderen Ländern als Vorbild dienen kann. Und auch viele mittelständische Betriebe werden davon profitieren, denn die Dezentralisierung der Stromversorgung wird ihnen viele neue Aufträge bescheren.

Aktuellste news

Strategische Sichtbarkeit und Struktur: Das Potenzial spezifischer Klebelösungen im Unternehmensalltag

Strategische Sichtbarkeit und Struktur: Das Potenzial spezifischer Klebelösungen im Unternehmensalltag

Im dynamischen Geschäftsumfeld mittelständischer Unternehmen zählen effiziente Abläufe und eine präzise Markenführung. Während digitale Prozesse zunehmend den Takt vorgeben, sichern physische Elemente die notwendige Struktur direkt vor Ort. Aufkleber im…

Lieferfähigkeit als Verkaufsargument: Ersatzteillogistik im Vertriebsalltag

Lieferfähigkeit als Verkaufsargument: Ersatzteillogistik im Vertriebsalltag

Wer im industriellen Mittelstand verkauft, konkurriert längst nicht mehr nur über Produkt und Preis. Immer häufiger entscheidet die Frage, wie schnell ein Lieferant reagiert, wenn beim Kunden eine Maschine stillsteht.…

Der digitale Zwilling wird lebendig, wie KI biologische Daten umgebungsbewusst macht

Der digitale Zwilling wird lebendig, wie KI biologische Daten umgebungsbewusst macht

Ein spannendes Konzept der Entwickler Pavlo Tkachenko und Stijn Spanhove hat sich zur Aufgabe gemacht, biologisch-medizinische Systeme als digitalen Zwilling abzubilden und in einer räumlichen Simulation, über eine Augmented-Reality-Brille, vor…

Aktuellste Interviews

Lernen, das zum Leben passt

Interview mit Robin Marsch, Chief Commercial Officer der velpTech GmbH

Lernen, das zum Leben passt

Weiterbildung nach dem Gleichschrittprinzip? Für velpTEC greift das zu kurz. Der Bildungsanbieter setzt auf individuelle Lernwege, Praxisnähe und persönliche Begleitung. Chief Commercial Officer Robin Marsch sieht darin mehr als ein…

Großprojekte mit Substanz

Interview mit Özgür Gezer, Geschäftsführender Gesellschafter der Gezer Unternehmensgruppe

Großprojekte mit Substanz

Vom ersten Sanierungsprojekt bis zur breit aufgestellten Unternehmensgruppe: Die Gezer Vermögensverwaltung GmbH vereint Hochbau, Projektentwicklung, schlüsselfertiges Bauen und Immobilienvermittlung unter einem Dach. Der geschäftsführende Gesellschafter Özgür Gezer spricht über seinen…

Prozesse für die Märkte von morgen

Interview mit Markus Mohr, Geschäftsführer der IPCO Germany GmbH

Prozesse für die Märkte von morgen

Ob Schokolade, Wäscheparfüm, Chemikalien, Batterietechnik oder Recycling: Mit seinen Anlagen macht IPCO unterschiedlichste Produkte industriell verarbeitbar. Am Standort Fellbach verbindet das Unternehmen jahrzehntelange Erfahrung in der Stahlband- und Prozesstechnik mit…

TOP