Stationärer Handel: Den Deckel der Black Box lüften

Interview mit Elena Bergmann-Eggeling, CEO der POSpulse GmbH

Auftraggeber der POSpulse GmbH sind nicht nur die Produzenten aller Produkte, die im Supermarkt zu finden sind. Auch Apotheken, Anbieter von Elektronik und Sportartikeln sowie Mobilitätsunternehmen wie Bahn und Straßenbahn finden sich auf der Kundenliste des Berliner Start-ups. Genauso nutzen Werbefirmen die Dienste von POSpulse, um die Effizienz ihrer Plakataktionen und sonstigen Aktivitäten messen zu lassen. Mit Herstellern, Supermarktketten, Filialisten, Agenturen und Marktforschungsinstituten deckt POSpulse ein breites Spektrum an Auftraggebern ab.

Große Community

Um Daten zum Konsumverhalten sowie zur Platzierung von Produkten am Point-of-Sale zu generieren, setzen wir unsere App-User, die „Spotr“ ein. Mittels Smartphone werden die am POS von echten Shoppern erhobenen Daten in das System übertragen und automatisch ausgewertet. „Unsere Spotr verdienen Geld mit der Erhebung“, erklärt Elena Bergmann-Eggeling. „Sie können Punkte sammeln und bekommen Auszeichnungen. Wir betreuen unsere Spotr intensiv und haben eine sehr große Community mit rund 900.000 Teilnehmenden.“

„Wir sammeln unsere Informationen am Point-of-Sale und checken die Stores“, sagt Elena Bergmann-Eggeling, CEO von POSpulse. „Außerdem führen wir mithilfe unserer Community Mystery Shopping, zum Beispiel in Apotheken, durch.“ „Verdeckte“ Einkäufer bewerten hierbei die Qualität der Beratung, Empfehlungen für bestimmte Produkte, die Positionierung von Produkten und andere Kriterien.

„Mittlerweile stellen wir unseren Kunden auf der Basis von Software-as-a-Service unsere Technologie auch zur Verfügung, um unsere Community oder sogar eigene Communities, wie Mitarbeitende, zu steuern. Wir beraten unsere Kunden und präsentieren ihnen einen Baukasten, aus dem sie die für sie geeigneten Module auswählen können.“

Eigene Software

Mit der Erkenntnis, dass der stationäre Handel und Supermärkte gewissermaßen eine Art ´Black Box` sind, über die nur wenige Informationen vorlagen, gründete Dominic Blank POSpulse Ende 2014. „Von Beginn an war es seine Vision, den stationären Handel zu digitalisieren“, verdeutlicht Elena Bergmann-Eggeling. „Dabei bewegten ihn unter anderem Fragen wie ´Wer ist in den Geschäften unterwegs?`, ´Wer sieht was in den Geschäften?` und ´Wie freundlich ist das Personal?`. Vor diesem Hintergrund wurde eine technisch aufwändige App entwickelt, die den Herstellern Informationen darüber gibt, wie ihre Produkte im Einzelhandel ankommen. In der ersten Phase ging es darum, zu verstehen, was die Kunden wollen. In der zweiten Phase wurde die Software zusammen mit den Kunden entwickelt und in der dritten Phase wurde das Produkt optimiert.“ 2018 fusionierte POSpulse mit dem ehemaligen Wettbewerber Streetspotr. Hinter POSpulse stehen heute viele unterschiedliche Investoren, es gibt keinen Mehrheitsgesellschafter. 20 Mitarbeitende sind heute an den Standorten Berlin und Nürnberg tätig.

Führend in der DACH-Region

Aktuell liegt der Fokus auf der DACH-Region sowie mit England, Frankreich, Italien und Spanien auch im westlichen Europa. „Eine eindeutige Stärke von uns ist die Größe unserer Community und unser Wissen darüber, wie man eine Community managed“, betont Elena Bergmann-Eggeling. „Dieses Wissen möchten wir gerne mit WeSpotr weitergeben. Kunden nutzen hier unsere bestehenden Infrastrukturen, um eigene Communities zu managen. Beispielsweise lassen sich so Aufträge an die Mitarbeitenden zuweisen und durch die stärkere Einbindung das Engagement und die Motivation der Mitarbeitenden steigern. Heute sind wir der größte Player in der DACH-Region. In der nächsten Zeit wollen wir noch stärker in Richtung Softwareentwickler wachsen und weg von einem Agentur-Ansatz. Wir möchten unseren Kunden eine ganzheitliche Plattform bieten.“

POSpulse GmbH
Storkower Straße 132
10407 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 30 55578359
info(at)pospulse.com
www.pospulse.com

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