Performance mit Logistikimmobilien

Interview mit Alexander Hoff, Managing Partner Palmira Capital Partner GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Hoff, Palmira Capital Partners ist Sektorspezialist für Investments in Logistik- und Industrieimmobilien. Warum gerade der Bereich Logistik?

Alexander Hoff: In Europa sind Logistikimmobilien lange Zeit von institutionellen Investoren vernachlässigt worden. Wir haben hier früh das Potenzial der Nische gesehen. Das Wachstum von Amazon und anderen Online-Retailern hat auch unserem Bereich einen Boost gegeben. Logistikimmobilien sind eine hochinteressante Asset-Klasse mit Potenzial und daher heute in nahezu allen Portfolios institutioneller Investoren vertreten.

Wirtschaftsforum: Welche Vorteile bieten Sie Ihren Anlegern im Vergleich zu anderen Anbietern?

Alexander Hoff: Als einer der frühen Player am Markt verfügen wir über entsprechende Erfahrung und Know-how im Logistikmarkt. Mein Gründungspartner Mathias Leidgeb und einige unserer Mitarbeiter kommen aus dem Bereich der Logistik. Logistik ist mehr als Transport von A nach B, sondern bedeutet die Einbindung in eine Wertschöpfungskette. Unsere Portfolios bewegen sich zwischen 300 Millionen EUR und einer Milliarde EUR und sind geprägt von generischen Größen der einzelnen Objekte. Inzwischen verwalten wir sechs Fonds an, vier davon aus dem Bereich der Logistik, zwei betreffen Unternehmensimmobilien. Insgesamt haben wir seit 2017 mehr als eine Milliarde EUR europaweit in Logistik- und Light-Industrial-Immobilien investiert. Diese managen wir mit unserem eigenen Spezialisten-Team verteilt über neun Büros in Europa. Alle von uns aufgelegten Investmentvehikel haben seit ihrer Auflage ihre Zielvorgaben deutlich übertroffen.

Wirtschaftsforum: Sie haben aktuell einen neuen Fonds aufgelegt, den Palmira European Core Logistics Fund. Was ist das Besondere an dem Fonds?

Alexander Hoff: Dies ist ein pan-europäischer Fonds, der sich als offener Spezialfonds an institutionelle Investoren richtet. Der Fokus liegt auf zukunftsorientierten Logistik-Immobilien in Core-Lagen entlang der wichtigsten Verkehrsachsen in Kontinentaleuropa, ergänzt um Objekte für die urbane Last-Mile-Versorgung der wichtigsten Ballungsräume. Wir streben mit dem Fonds ein Eigenkapitalvolumen von mindestens 350 Millionen EUR an und planen Investitionen in Höhe von rund 650 Millionen EUR. Die Ausschüttungsrendite soll 5 % p. a. betragen. Wir haben jetzt schon Kapitalzusagen von insgesamt mehr als 100 Millionen EUR. Zurzeit sind drei Immobilien in Deutschland, in den Niederlanden und in Polen in der Ankaufsprüfung.

Wirtschaftsforum: Die erste Jahreshälfte 2021 wird auch noch im Zeichen der Pandemie stehen. Welche Pläne und Ziele verfolgen Sie für das Jahr?

Alexander Hoff: Ein wichtiger Punkt auf unserer Agenda 2021 ist die Eröffnung unseres Büros in Paris und damit verbunden der Markteintritt in Frankreich. Wir möchten möglichst schnell unsere Fundraising-Ziele und die ersten Closings erreichen. Bislang war der Impact von COVID19 auf unsere Fonds sehr niedrig. Wir sind zuversichtlich, dass das weiterhin so bleibt.

Wirtschaftsforum: Welche langfristigen Ziele haben Sie sich für Palmira Capital Partners gesetzt?

Alexander Hoff: Auch wenn es sich merkwürdig anhört: In erster Linie möchten wir weiterhin Spaß haben an dem, was wir tun. Wir sind überzeugt, dass wir unsere Assets under Management noch verdoppeln können. Dabei möchten wir aber unsere Unternehmensgröße überschaubar halten. Bei uns geht es nicht um Wachstum um jeden Preis – wir setzen eher auf solides Wachstum und ein funktionierendes System.

Palmira Capital Partners GmbH
Rossertstraße 5
60323 Frankfurt am Main
Deutschland
+49 69 870021800
info(at)palmira-capital.com
www.palmira-capital.com

Quelle: https://www.wirtschaftsforum-finanzen.de/news/performance-mit-logistikimmobilien

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

MarModify Dental im Interview: „Bei uns geht niemand durch, nur weil er auf einen Knopf gedrückt hat“

IM GESPRÄCH · FACHKRÄFTEGEWINNUNG

MarModify Dental im Interview: „Bei uns geht niemand durch, nur weil er auf einen Knopf gedrückt hat“

MarModify Dental hat den eigenen Auftritt umgestellt: Im Mittelpunkt steht heute die Besetzung offener Stellen in Zahnarztpraxen und Dentallaboren. Die Gründer Marko Dejanovic und Moritz Riedel über den Unterschied zwischen…

Stop Treating, Start Healing: Warum Unternehmen Gesundheit ganzheitlich denken sollten

Stop Treating, Start Healing: Warum Unternehmen Gesundheit ganzheitlich denken sollten

Erschöpfung, Brain Fog, Konzentrationsprobleme oder das Gefühl, trotz ausreichend Schlaf nie wirklich erholt zu sein: Solche Beschwerden werden im Alltag schnell normalisiert. Wir funktionieren weiter, gehen zur Arbeit, erfüllen unsere…

Jury und Publikum wählen bei der DMEXCO 26 den Markentrend für 2027

Jury und Publikum wählen bei der DMEXCO 26 den Markentrend für 2027

Bei der DMEXCO 2026 in Köln bewerteten sechs CMOs großer Marken gemeinsam mit dem Publikum vier Trend-Kandidaten für 2027, unser Autor war als akkreditierter Journalist vor Ort und hat die…

Aktuellste Interviews

Kreislauf statt Wegwerfprodukt

Interview mit Dr. Thomas Kloubert, Geschäftsführer der Verpackungstechnik Frielinghaus GmbH

Kreislauf statt Wegwerfprodukt

Kunststoffverpackungen stehen unter Rechtfertigungsdruck. Dabei können sie leicht, bruchsicher und kreislauffähig sein, wenn Material und Konstruktion stimmen. Die Verpackungstechnik Frielinghaus GmbH aus Zülpich setzt deshalb auf Rezyklate, Monomaterialien und kundenspezifische…

Ein Modell für moderne Medizin

Interview mit Dr. med. Keihan Ahmadi-Simab, geschäftsführender Gesellschafter und ärztlicher Direktor der Medizinicum GmbH

Ein Modell für moderne Medizin

Eine gute medizinische Versorgung braucht mehr als einzelne Spezialisten – sie braucht Zusammenarbeit. Genau darauf setzt die Medizinicum GmbH in Hamburg. Das interdisziplinäre Zentrum vereint rund 30 Fachbereiche, mehr als…

„Die Zukunft der Mobilität wird ambivalent sein!“

Interview mit Karl Heinz Beckers, Geschäftsführer der BBT Automotive Components GmbH

„Die Zukunft der Mobilität wird ambivalent sein!“

Kurz nach der Wiedervereinigung baute der aus Bayern stammende Unternehmer Karl Heinz Beckers einen fertigungsintensiven Betrieb in den neuen Bundesländern auf, mit dem er Zündkabelsätze und Zündkerzenstecker für die Automobilindustrie…

TOP