Kleine Dinge, die ein Lächeln auf das Gesicht zaubern

HEMA GmbH & Co. KG

Wirtschaftsforum: Frau Velghe, was ist die Unternehmensphilosophie und Kultur von HEMA?

Carla Velghe: HEMA verfolgt seit 95 Jahren dasselbe Ziel: tolle Produkte für jedermann. Jeder ist bei HEMA willkommen, egal welchen Beruf er oder sie hat oder wie viel Geld er oder sie verdient. Unsere Gründer Leo Meyer und Arthur Isaac hatten bereits 1926 die Ideen, ein Warenhaus mit einem Sortiment an Produkten eröffnen, die auch mit einem kleinen Budget erschwinglich und trotzdem von hochwertiger Qualität sind. Dieser Gedanke prägt uns bis heute. Wir haben wirklich viele schöne Dinge im Angebot, zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Es sind gute Produkte zu einem erschwinglichen Preis in überzeugender Qualität und sie sind gut für die Umwelt. Nur wenn sie all diese Kriterien erfüllen schaffen sie es in das Sortiment von HEMA.

Wirtschaftsforum: Also spielt auch Nachhaltigkeit eine Rolle?

Carla Velghe: Auf jeden Fall. Nachhaltigkeit ist für uns sehr wichtig, von der Auswahl der Materialien über die Produktion bis hin zu unserem Umgang mit unseren Mitarbeitern und Mitmenschen. So versuchen wir zum Beispiel weitestgehend auf Plastik zu verzichten und unser Ziel ist es, zukünftig 100 % unserer Produkte und deren Verpackung ohne Kunststoff anzubieten. Darüber hinaus verwenden wir nachhaltige Baumwolle und kaufen diese auch direkt bei den Farmern ein. Auch das macht HEMA zu einer sehr positiven Marke.

Wirtschaftsforum: Wodurch unterscheidet sich HEMA von anderen Marken?

Carla Velghe: Es gibt kein vergleichbares Warenhaus. Sämtliche Produkte in unserem Sortiment tragen die HEMA-Marke und werden von unserem Designer-Team in Amsterdam entwickelt. Deshalb ist jedes einzelne Stück von unserem einzigartigen Stil geprägt. Außerdem sind wir ein Komplettanbieter und unsere Kunden bekommen bei uns alles unter einem Dach, von Babykleidung und Spielzeug über Damenmode und Wohnaccessoires und bis hin zu Lebensmitteln. Ein wichtiger Bereich sind zum Beispiel die Schreibwaren. Hier haben wir ein sehr breites Sortiment, das bei den Konsumenten sehr beliebt ist, gerade weil selbst die Basics noch das gewisse Etwas haben.

Wirtschaftsforum: Die weltweite Corona-Pandemie und ihre Folgen haben vor allem den Einzelhandel vor besondere Herausforderungen gestellt. Wie ist HEMA mit der Situation umgegangen?

Carla Velghe: Das Jahr war für uns schwierig, vor allem, da wir in unterschiedlichen Ländern unsere Geschäfte über mehrere Wochen schließen mussten, was erhebliche Umsatzeinbußen zur Folge hatte. Glücklicherweise haben wir ein starkes Onlinegeschäft, das in allen Ländern noch weiter gewachsen ist. Nach dem Lockdown haben sehr viele Kunden den Weg in unseren Onlineshop gefunden, was uns zeigt, dass sie auf unsere Produkte nicht verzichten möchten. Gleichzeitig haben wir eine Veränderung in Konsumverhalten der Menschen festgestellt. Sie kaufen deutlich mehr Produkte für ihr Zuhause und alles in unserem Sortiment, was die eigenen vier Wände ein bisschen schöner und gemütlicher macht, war extrem gefragt. Außerdem scheinen unsere Kunden deutlich mehr zu backen, denn sämtliche Produkte in diesem Bereich waren ebenfalls sehr gefragt. Glücklicherweise sind unsere Lager sehr gut ausgestattet, so dass wir schnell auf die jeweiligen Bedürfnisse reagieren konnten.

Wirtschaftsforum: Wie wird sich HEMA zukünftig im Markt positionieren, um dem veränderten Konsumverhalten der Menschen gerecht werden zu können?

Carla Velghe: Unser Ziel ist es, verstärkt als Marke aufzutreten und nicht mehr nur als Warenhaus. Das Onlinegeschäft entwickelt sich zu unserem wichtigsten Standbein, deshalb werden wir darauf einen Fokus legen, aber der Schlüssel zum Erfolg wird sicherlich eine Omni-Channel-Strategie sein. Aus diesem Grund werden wir zusätzlich zu unseren eigenen Warenhäusern auch verstärkt dort mit unseren Produkten vertreten sein, wo unsere Kunden sich aufhalten. Große Supermarktketten verkaufen deshalb einen Teil unseres Sortiments. In Frankreich und den Niederlanden sind wir mit dieser Strategie bereits sehr erfolgreich und auch in Deutschland führen wir dazu erste Gespräche. Außerdem wollen wir noch mehr eigene Geschäfte eröffnen und unsere Präsenz in den zwölf Ländern, in denen wir bereits aktiv sind, weiter erhöhen. Auf diese Weise können wir noch ganz vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

HEMA GmbH & Co. KG
Trentelgasse 2
45127 Essen
Deutschland
+49 201 478961-13
+49 201 478961-10
hemakundendienst(at)hema.nl
www.hema.com/de-de

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Mutmacher, pädagogischer Mental Coach und Inklusions-Pionier im Sport: Julien-Ashton Kreutzer

Mutmacher, pädagogischer Mental Coach und Inklusions-Pionier im Sport: Julien-Ashton Kreutzer

Julien-Ashton Kreutzer ist ein Vorbild der modernen Sportkultur: Er zeigt, dass Leistung kein Privileg ist, sondern eine Frage der inneren Einstellung. Als Gründer und Geschäftsführer von „Deine Grenze - deine…

Bauprozesse digitalisieren: Containerbestellung und Baustoffbeschaffung laufen zunehmend über Plattformen

Bauprozesse digitalisieren: Containerbestellung und Baustoffbeschaffung laufen zunehmend über Plattformen

Die Digitalisierung im Bau wird oft mit großen Systemen wie BIM oder automatisierter Baustellensteuerung in Verbindung gebracht. In der täglichen Praxis entstehen Verzögerungen jedoch vor allem an ganz anderen Stellen.…

Wie neue virtuelle Bedienoberflächen Prozesse effizienter machen

Wie neue virtuelle Bedienoberflächen Prozesse effizienter machen

Neue virtuelle Bedienoberflächen, die direkt im Raum vor uns erscheinen, verändern grundlegend, wie Menschen mit digitalen Systemen arbeiten. Was früher komplex und manuell war, wird zunehmend intuitiv, automatisiert und skalierbar.…

Aktuellste Interviews

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Interview mit Ciril Faia, CEO Curium International

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich knapp 80.000 Männer neu daran. Bei einer Früherkennung sind die Heilungschancen sehr gut. In Deutschland hat Curium…

Fehlerfreiheit als Wettbewerbsvorteil

Interview mit Dr.-Ing. Ansgar Kaupp, CEO und Partner der EyeC GmbH

Fehlerfreiheit als Wettbewerbsvorteil

Fehlerhafte Verpackungen können Millionen kosten – durch Rückrufe, Lieferengpässe oder regulatorische Folgen. Genau hier setzt die EyeC GmbH mit intelligenten Inspektionssystemen an, die Druckbilder, Barcodes und selbst Brailleschrift zuverlässig prüfen.…

Im (Material-)Fluss bleiben

Interview mit Patrick Schlotter, Geschäftsführer der Flexco Europe GmbH

Im (Material-)Fluss bleiben

In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, volatiler Lieferketten und steigender Anforderungen an Effizienz und Anlagenverfügbarkeit rückt die Zuverlässigkeit industrieller Prozesse zunehmend in den Fokus. Gerade in automatisierten Materialflüssen sind stabile, wartungsarme Lösungen…

TOP