Digitalisierung: 6 Tipps zum Recruiting von IT-Talenten

Die Coronavirus-Pandemie hat einen regelrechten Digitalisierungsschub ausgelöst und den ohnehin vorherrschenden IT-Fachkräftemangel noch einmal spürbar verschärft. Um als Unternehmen im "War of Talents" zu bestehen, sind durchdachtes Employer Branding und flexible Arbeitsmodelle gefragt, etwa mit Homeoffice-Option, unabhängig davon, ob gerade Lockdown ist oder nicht. Neuartige Konzepte wie Arbeit 4.0 sowie New Work werden schon länger diskutiert, haben aber erst jetzt richtig Vorschub bekommen.

Neue Tech-Berufe im digitalen Zeitalter

Darüber hinaus bringen die Herausforderungen der Digitalisierung immer neue Berufsbilder wie den Scrum Master hervor. Scrum - dieses Modell des agilen Produktmanagements war ursprünglich für die Softwareentwicklung gedacht, wird inzwischen aber auch genutzt, um die Arbeit in anderen Teams zu koordinieren. Angesichts neuer Berufe wie Scrum Master, Data Scientist und Cloud-Architekt tun sich noch immer viele Unternehmen schwer damit, passende Jobausschreibungen zu verfassen und an geeigneter Stelle zu inserieren. Lassen Sie sich von Fachleuten im Bereich IT-Recruiting helfen, um die Anzeige treffsicher zu formulieren und zu platzieren.

1. Aussagekräftiger Titel für Stellenanzeigen im IT-Bereich

Die Candidate Experience beginnt schon mit dem Titel der Stellenausschreibung. Eine gute Headline enthält neben der Position und der geforderten Erfahrung bestenfalls bereits einen Hinweis auf im Unternehmen verwendete Technologien oder macht mit besonderen Benefits neugierig auf mehr. Dabei sollte auf einen Blick klar sein, worum es geht. Hier ein Beispiel: C++ Entwickler für Embedded Systems (m/w/d) mit Homeoffice-Option.

2. Präzises Anforderungsprofil für IT-Fachleute

Eine kurze Unternehmensbeschreibung, die einen Einblick in die Unternehmenskultur gibt, leitet die Ausschreibung ein. Siezen oder duzen Sie in der Anzeige, je nachdem, was in Ihrem Unternehmen üblich ist. Verzichten Sie auf floskelhafte Marketingbegriffe wie "Marktführer" und gehen Sie stattdessen auf Aufbau und Größe der IT-Abteilung ein.

Darauf folgt das eigentliche Anforderungsprofil für die Position. Tipp: Holen Sie sich gegebenenfalls Unterstützung von IT-Mitarbeitenden. Listen Sie drei bis vier Must-have-Skills auf - wichtige Fähigkeiten zuerst. Welche Programmiersprachen sind beispielsweise gefordert? Seien Sie in diesem Abschnitt sachlich und fachlich-präzise. Bis zu vier weiteren Stichpunkten nutzen Sie darüber hinaus für wünschenswerte Fähigkeiten. Denken Sie dabei auch an Soft Skills.

3. In die Tech-Community eintauchen

Bei der Suche nach Tech-Talenten sollten Sie sich nicht auf allgemeine Jobportale beschränken. Strecken Sie Ihre Fühler aus und suchen Sie mittels Active Sourcing in sozialen Netzwerken, IT-Foren und gegebenenfalls bei Events wie Hackathons. Natürlich können Sie auch auf Empfehlungen vom Development-Team oder aus der IT-Abteilung hören. Vielleicht gibt es im Unternehmensumfeld bereits geeignete Kandidaten und Kandidatinnen.

4. International nach IT-Talenten suchen

In einer zunehmend vernetzten Welt verlieren auch geografische Grenzen sowie Sprachbarrieren an Bedeutung. Viele IT-Teams sind multilingual und international aufgestellt. Die Arbeitssprache ist meist Englisch. Scheuen Sie deshalb nicht davor zurück, über Ländergrenzen hinaus zu suchen.

5. Gut vorbereitet in das Vorstellungsgespräch starten

Bewerber und Bewerberinnen bereiten sich eingehend auf das Vorstellungsgespräch vor, tun Sie es deshalb auch und beziehen Sie Fachleute aus dem Unternehmen mit in den Bewerbungsprozess ein. Zumindest ein künftiges Teammitglied aus dem IT-Bereich sollte beim Bewerbungsgespräch anwesend sein. So lassen sich etwaige Rückfragen zum Jobprofil einfacher beantworten und Sie erhalten einen besseren Einblick in die Fähigkeiten der Kandidaten und Kandidatinnen.

6. Flexibilität zeigen

Fragen Sie dabei ruhig auch nach privaten Projekten, insbesondere wenn diese im Lebenslauf angeführt sind. Viele Tech-Talente betreiben selbst Blogs, Podcasts oder Websites. Manche liebäugeln zudem mit einer nebenberuflichen Selbstständigkeit. Falls Sie sich ohnehin vorstellen können, auch mit Freelancern zusammenzuarbeiten, zeigen Sie sich hierbei gerne flexibel, um die Tech-Talente für sich zu gewinnen.

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