Customer Journey und Leadgenerierung

Onlinehandel

Was gehört alles zur Customer Journey?

Customer Journey ist ein Begriff, der im Marketing entstanden ist. Verbraucher, die ein neues Produkt irgendwo sehen, laufen nicht gleich los, um es sofort zu kaufen. Bevor es so weit ist, haben sie mehrfach Kontakt mit dem Produkt oder der Marke. Diese Kontakt- oder Berührungspunkte heißen Touchpoints. Die Customer Journey ist eine Abbildung dieses Wegs über die Touchpoints.

Bei Offline-Kampagnen ist dieser Weg nur schwer nachzuvollziehen oder zu messen. Es ist in der Regel schwer möglich, zu erfahren, woher die Besucher eines Ladenlokals kommen. Auch die Gründe bleiben hier im Verborgenen. Möglicherweise hat ein Freund oder ein Familienmitglied das Geschäft empfohlen, oder ein Flyer, eine Anzeige in der Zeitung, ein Pressebericht oder ein Test hat die Aufmerksamkeit erregt. Qualitative Befragungen könnten helfen, dieses Rätsel zu lösen, doch das ist zeitaufwendig und kostet Geld. Mithilfe von modernen Ansätzen, beispielsweise dem Instore- oder WLAN-Tracking, kann der stationäre Handel die Customer Journey wenigstens innerhalb des Ladens nachvollziehen.

Im Internet können geeignete Tracking-Tools die Berührungspunkte des Kunden mit einem Produkt oder einer Dienstleistung messen, sehr exakt und kanalübergreifend. Eine gute Lead Management Software hilft dabei, die Interessenten zu Kunden zu machen und interessante Touchpoints zu schaffen.

Wenn die Customer Journey nicht zum Ziel führt

Manchmal kauft der Interessent trotz toller Customer Journey nicht. Hier sollte das Marketing ansetzen und versuchen die Bruchstelle zu finden. Es gibt einige Faktoren, die das Vertriebsmarketing nicht oder nur sehr bedingt beeinflussen kann. Dazu gehört beispielsweise die rein technische Produktqualität, die in Tests, digitalen Empfehlungen oder Rezensionen von Dritten bewertet wird. Der Vertrieb kann mit den Verantwortlichen im Unternehmen darüber reden, die Mängel beheben muss allerdings jemand anderes.

Doch auch in der Werbeabteilung gibt es für diesen Fall einige Stellschrauben, die helfen können, die Absprungrate zu senken, wie Suchmaschinenoptimierung, Distribution oder Gestaltung des Onlineshops.

Hohe Absprungraten haben ihren Ursprung nicht immer in der Preisgestaltung oder der Gestaltung des Onlineshops. Manchmal ist auch die Konkurrenz groß und im Internet nur einen Klick entfernt. Verbraucher schauen dann einfach im nächsten Shop, ob sie das Gesuchte nicht billiger bekommen können.

Die Conversion Rate im Onlinemarketing verbessern

Um die Conversionsrate zu erhöhen, versuchen viele Vermarkter, die Absprungrate im Shop selbst zu verringern. Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit. Jeder Besucher des Onlineshops hat schon vor seiner Customer Journey Informationen zu Produkt oder Marke aufgenommen. Dadurch ist seine Einstellung schon grundsätzlich geprägt.

Zudem, und das ist vielen Interessenten gar nicht bewusst, überlegt fast jeder, ob er lieber ein Marken- oder ein No-Name-Produkt kaufen soll, wenn die Qualität scheinbar gleich ist.

Hier ist es wichtig, dass das Onlinemarketing schon vor der eigentlichen Customer Journey ansetzt, also bevor der Interessent das erste Mal den Onlineshop besucht. Eine Stärkung der Marke kann beispielsweise mit positiven Kunden- und Testaussagen erfolgen, die das Unternehmen auf allen Kanälen publiziert.

Außerdem können freundliche Konditionen im Onlineshop die Bounce Rate reduzieren. Der Shop ist quasi der Endspurt, das letzte Stück der Customer Journey. Wenn der Interessent jetzt noch abspringt, kann das verschiedene Ursachen haben:

- die Preise sind unangemessen hoch oder nicht transparent
- die Geschäfts- und Versandbedingungen sind schlecht oder nicht gut zu finden
- es gibt nicht genügend Zahlungsmöglichkeiten
- die Webseite ist schlecht gestaltet, um zum Produkt zu gelangen, sind zu viele Klicks notwendig
- die Produktbeschreibung ist mangelhaft
- es gibt keine Produktfotos
- die Lieferzeiten sind viel zu lang

Diese Ursachen kann das Marketing nicht alleine lösen. Doch es kann die Lösungen anstoßen und immer wieder auf die Probleme hinweisen.

Mobile Kundenreise

Immer mehr Verbraucher nutzen ihr Smartphone, um im Internet zu surfen oder einzukaufen. Mittlerweile sind mehr als 50 Prozent der Besucher von Onlineshops mit mobilen Endgeräten im Internet. Damit einher gehen veränderte Anforderungen an das Design. Moderne Webseiten im Responsive Design sind auf das veränderte Nutzerverhalten ausgerichtet.

Die Seite erkennt damit automatisch, mit welchem Endgerät der User sie besucht. Auf dem PC-Bildschirm öffnet sie sich anders als auf Smartphone oder Tablet. Wer heute im Onlinemarketing erfolgreich sein möchte, hat seine Seiten, Shops und Landingpages längst auf die modernen designtechnischen Anforderungen angepasst.

Abbildung 1: Pixabay © gonghuimin468 (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: Pixabay © pexels (CC0 Public Domain)
Abbildung 3: Pixabay © emerson23work (CC0 Public Domain)

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Sollero Split Klimaanlagen: Moderne Lösung für angenehme Temperaturen und mehr Wohnkomfort

Sollero Split Klimaanlagen: Moderne Lösung für angenehme Temperaturen und mehr Wohnkomfort

Steigende Temperaturen im Sommer stellen viele Haushalte vor immer größere Herausforderungen. Was früher oft nur an wenigen Tagen im Jahr ein Thema war, ist inzwischen in vielen Wohnungen und Häusern…

XR, AI und Echtzeitsysteme im operativen Einsatz. Auf Europas größtem XR Event

XR, AI und Echtzeitsysteme im operativen Einsatz. Auf Europas größtem XR Event

Vom 9. bis 11. April 2026 in Laval, Frankreich, zeigt Laval Virtual, wie immersive Technologien den Schritt vom Prototypen in den realen Betrieb vollziehen. Im Zentrum steht dabei die Frage,…

Hochzeitseinladungen mit Foto gestalten (2026): 5 Anbieter im Vergleich

Hochzeitseinladungen mit Foto gestalten (2026): 5 Anbieter im Vergleich

Das Verlobungsfoto ist gemacht, der Termin steht – und jetzt soll die Einladung her. Für viele Paare ist die Fotoeinladung längst keine Frage des Ob mehr, sondern des Wie: Welcher…

Aktuellste Interviews

"Reichweite ist gut – aber Wirkung entscheidet"

Interview mit Alexander von Tiele-Winckler, Mitglied der Geschäftsführenden Gesellschafter im BLU agency network association e.V.

"Reichweite ist gut – aber Wirkung entscheidet"

Der Weg vom klassischen Promotionsgeschäft zum vernetzten Agenturmodell erzählt viel über die Dynamik moderner Märkte. Alexander von Tiele-Winckler spricht über Wachstum, Wandel und die Kraft persönlicher Begegnung. Ein Gespräch über…

Café-Kultur trifft Backstube

Interview mit Gürol Gür, Geschäftsführer der Schanzenbäckerei GmbH

Café-Kultur trifft Backstube

Das Bäckerhandwerk steht unter hohem Veränderungsdruck: Hohe Energie- und Rohstoffkosten, steigende Löhne, Ansprüche an Sortiment und Service sowie der Fachkräftemangel zwingen Betriebe dazu, ihre Strukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bleibt der…

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Interview mit Ciril Faia, CEO Curium International

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich knapp 80.000 Männer neu daran. Bei einer Früherkennung sind die Heilungschancen sehr gut. In Deutschland hat Curium…

TOP