Elektronik: Partner für flexible Fertigung

Interview

„Die elektronische Produktion ist in Ungarn sehr entwickelt und es besteht ein ständiger Wettbewerb – man darf sich nie zurücklehnen“, erläutert Inhaber und Geschäftsführer Imre Nagy die aktuelle Marktsituation. „Aber der Bedarf an entsprechenden Artikeln wird auch in Zukunft weiterhin hoch sein und wir heben uns von der Konkurrenz ab durch unsere Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit, die wir unseren Kunden gegenüber immer wieder unter Beweis stellen.“

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von TRADEFLEX ist die hohe Innovationsfähigkeit, die das Unternehmen in seiner Geschichte stets begleitet hat, sowohl in Bezug auf Produkte als auch auf Technologien. Zu den Produktkategorien von TRADEFLEX gehören sowohl Sinus-Wechselrichter, Solar-Laderegler und DC-DC-Wandler als auch Batterieladegeräten, Magnetfeld-Generatoren für Sanitärleitungen und sowie ergänzende Produkte für Solaranlagen, Displaysysteme und LED-Lampen.

Flexibel für den Kunden

Neben einer eigenen Produktreihe legt TRADEFLEX seinen Schwerpunkt aber besonders auf die Lohnfertigung für Kunden. „Wir bieten unseren Kunden Technologien“, betont Imre Nagy. „Im Bereich der Lohnproduktion bieten wir die vollständige Kette von Leiterplatten-Bestückung und SMD-Bestückung bis zur kompletten elektronischen Montage, inklusive Testen und Messen. Wir haben einen breiten Maschinenpark und nehmen Aufträge gerne an.“

„Im Bereich der Lohnproduktion bieten wir die vollständige Kette von Leiterplatten-Bestückung und SMD-Bestückung bis zur kompletten elektronischen Montage, inklusive Testen und Messen. Wir haben einen breiten Maschinenpark und nehmen Aufträge gerne an.“ Imre Nagy Inhaber und Geschäftsführer

Es ist vor allem auch in diesem Bereich, dass die hohe Flexibilität von TRADEFLEX sowohl den Kunden als auch dem Unternehmen selbst zugute kommt. „In der Lohnfertigung kommt es oft vor, dass Kunden Wünsche äußern, bestimmte Anforderungen haben; und wir sind in der Lage, diese binnen ein bis zwei Tagen zu erfüllen“, fügt der Geschäftsführer hinzu. Dass TRADEFLEX dabei außerdem ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, ist ein weiterer Pluspunkt für das Unternehmen, das Conrad Electronic und die IVT GmbH zu seinen langjährigen Kunden zählt.

Erfolgreich seit 24 Jahren

Gegründet wurde TRADEFLEX im Jahr 1991 zunächst als Außenhandelsfirma durch Imre Nagy. Der Geschäftsführer war bereits vorher im Außenhandel tätig gewesen und nutzte die Chancen zur Zeit der Wende in Ungarn, seine Tätigkeit selbstständig fortzusetzen.

„Im Jahr 1997 kam dann einer unserer produzierenden Partner in Insolvenz-Nähe“, erinnert sich Imre Nagy. „Das war der Startschuss für unsere eigenen Produktionstätigkeiten, angefangen mit zwölf Mitarbeitern.“ Bald entstand der Kontakt als Zulieferer für Conrad Electronic. TRADEFLEX ist stolz auf die bis heute bestehenden guten Beziehungen zu dem renommierten Unternehmen.

In den Jahren 2006/07 begann TRADEFLEX mit der Anwendung von SMD-Technologie und investierte dazu in neue Maschinen.

Exportmarkt Deutschland

Sowohl die Zentrale als auch die Produktion von TRADEFLEX sind in Budapest angesiedelt. Hier beschäftigt das Unternehmen heute etwa 50 Mitarbeiter und generiert mit eigenen Produkten und eigenen Entwicklungen für elektronische Geräte einen Umsatz von jährlich etwa drei Millionen EUR. Etwa 70% seiner Produkte liefert TRADEFLEX ins Ausland, speziell nach Deutschland. Wichtig sind Imre Nagy, sowohl bei bestehenden Kunden als auch wenn es um die Neugewinnung geht, persönliche Kontakte.

„In der Lohnfertigung kommt es oft vor, dass Kunden Wünsche äußern, bestimmte Anforderungen haben; und wir sind in der Lage, diese binnen ein bis zwei Tagen zu erfüllen.“ Imre Nagy Inhaber und Geschäftsführer

„Wir erreichen auch viele neue Kunden über das Internet, über unsere Website – über das Internet läuft ja inzwischen alles“, so der Geschäftsführer. „Aber es geht auch stark über Mundpropaganda. Das Empfehlungsgeschäft über zufriedene Kunden ist einfach die beste Marketingmethode.“

Ideen für die Zukunft

Für die Zukunft plant TRADEFLEX weiteres Wachstum in Bezug auf den Umsatz, aber auch die Mitarbeiterzahlen sollen gesteigert werden. „Das ist gar nicht so einfach“, gesteht Imre Nagy. „Der Fachkräftemangel trifft gerade auch Ungarn und neue, qualifizierte Mitarbeiter für unser langjähriges Team zu finden ist schon eine Herausforderung. Es wäre Aufgabe der Politik, hier die entsprechende Ausbildung von Berufen zu sichern, und zwar langfristig.“

Dennoch ist der Geschäftsführer sehr positiv gestimmt. Er plant, zukünftig seinen Partnerkreis zu erweitern. „Es gibt immer tolle Themen oder Partner, die uns mit Anfragen aufsuchen – die Phantasie haben und für die wir dann Ideen entwickeln und umsetzen können. Genau darauf freue ich mich.“

More images

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Technik

Neue Wege für kommunale Energie

Interview mit Dr. Gerd Rappenecker, Vorstand der Stadtwerke Göttingen AG

Neue Wege für kommunale Energie

Die Energiewende stellt kommunale Versorger vor einen tiefgreifenden Umbruch: Bewährte Geschäftsmodelle geraten unter Druck, zugleich entstehen neue Chancen für nachhaltige Energie- und Infrastrukturkonzepte. Die Stadtwerke Göttingen AG nutzt diesen Wandel…

„Digitalisierung ist für uns seit Jahren gelebte Praxis!“

Interview mit Alex Müller, Geschäftsführer der Technische Betriebe Offenburg

„Digitalisierung ist für uns seit Jahren gelebte Praxis!“

Seit 1995 haben sich die Technischen Betriebe Offenburg (TBO) vom klassischen Bauhof zu einem multifunktionalen Dienstleister mit zehn Aufgabenbereichen gewandelt. 370 Mitarbeiter erwirtschaften einen Umsatz von 35 Millionen EUR und…

Der Weg zur intelligenten Wärme

Interview mit Tobias Marner, Geschäftsführer der EAZY Systems GmbH

Der Weg zur intelligenten Wärme

Energieeffizienz, Fachkräftemangel, Digitalisierung – der Heizungsmarkt steht unter Druck. Die EAZY Systems GmbH, seit dem 1. Januar 2026 in Salzgitter ansässig, positioniert sich genau an dieser Schnittstelle: als Spezialist für…

Spannendes aus der Region Budapest

Mathe und Magie in einen Würfel gepackt

Interview mit Erno Rubik, Erfinder, Architekt und Designer

Mathe und Magie in einen Würfel gepackt

Er ist klein, eckig und kann zu einer geradezu herkulischen Aufgabe werden. Die Rede ist vom Zauberwürfel des ungarischen Erfinders Erno Rubik. Seit 1974 ist das weltbekannte Drehpuzzle mit seinen…

Alles, was geht – Service für die Stahlindustrie und mehr

Interview

Alles, was geht – Service für die Stahlindustrie und mehr

Gerade in Bereichen, in denen Großes geschaffen wird, in denen mit schweren Materialien oder unter großer Hitze gearbeitet wird, ist höchste Präzision und Zuverlässigkeit gefragt. Unternehmen, die einen zuverlässigen und…

Nachhaltige Produktion von Textilien

Interview

Nachhaltige Produktion von Textilien

Produktionsbedingungen beeinflussen wesentlich den Herstellpreis von Textilien. In vielen, hauptsächlich sehr armen Ländern gibt es Betriebe, die ihre Näherinnen aus diesem Grund bis zu 16 Stunden am Tag arbeiten lassen,…

Das könnte Sie auch interessieren

Auf dem Weg zur Nummer 1 auf dem Eis

Interview mit Markus Profanter, CEO der engo GmbH

Auf dem Weg zur Nummer 1 auf dem Eis

Eisarenen sind längst hochkomplexe Infrastrukturen, in denen Betriebssicherheit, Energieeffizienz und Nutzererlebnis eng zusammenhängen. Wer hier bestehen will, muss weit mehr liefern als robuste Maschinen. Die engo GmbH mit Sitz in…

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Interview mit Stephan Riese, CEO der reputatio systems GmbH & Co. KG

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Was braucht ein Unternehmen wirklich, um zu funktionieren? Für Stephan Riese ist die Antwort klarer, als viele denken. Mit reputatio systems entwickelt er Lösungen, die Komplexität reduzieren. Ein Gespräch über…

TOP