Qualität mit Herkunft: Rindfleisch aus Namibia

Interview mit Valentin Külbs

Die Wurzeln der South Trade GmbH liegen auf einer Rinderfarm in Namibia. Dort wuchs Geschäftsführer Valentin Külbs auf, dessen Familie seit den 1950er-Jahren Landwirtschaft betreibt. Während sein Bruder Jonathan die Farm heute in 3. Generation weiterführt, kam Valentin Külbs für ein Studium nach Deutschland – und blieb. Aus seiner Verbundenheit mit Namibia entstand 2019 die South Trade GmbH. Oder, wie der Geschäftsführer es mit einem Lächeln beschreibt: „Aus einer Passion und einer Idee heraus ist tatsächlich ein Unternehmen entstanden.“

Qualität aus der Natur

Namibia verbinden viele vor allem mit spektakulären Landschaften und großen Wildtierbeständen. Weniger bekannt ist, dass dort seit Jahrzehnten hochwertiges Rindfleisch erzeugt wird. Die Grundlage dafür sind die natürlichen Bedingungen des Landes. 

„Im Durchschnitt hat ein Rind 10 ha Auslauf für sich selbst“, erklärt der Geschäftsführer. Die Tiere leben ganzjährig auf weitläufigen Weiden und wachsen deutlich langsamer als in Europa. „Unsere Rinder werden gut doppelt so alt wie ein europäisches Rind.“ Das Ergebnis ist Fleisch, das durch Zartheit, Saftigkeit und hervorragenden Geschmack überzeugt. Gleichzeitig entspricht es dem Wunsch vieler Verbraucher, bewusster zu konsumieren: weniger Fleisch, dafür bessere Qualität und nachvollziehbare Herkunft.

Mehr als ein Fleischimporteur

South Trade importiert das Fleisch über Hamburg und vermarktet es europaweit. Zu den Kunden zählen unter anderem Metro Deutschland und internationale Hotelgruppen. Doch Valentin Külbs sieht sein Unternehmen nicht als klassischen Importeur. Er möchte auch die Menschen und die Herkunft hinter dem Produkt sichtbar machen. Die Lieferkette lässt sich bis zu den Farmern zurückverfolgen, viele kennt er persönlich: „Wir wollen nicht in der Masse mitschwimmen. Unser Fleisch soll ausdrücklich als namibisches Freiland-Rindfleisch vermarktet werden.“

Mehr Sichtbarkeit für Namibia

Aktuell importiert South Trade rund 1.500 t Rindfleisch pro Jahr und erwartet 2026 einen Umsatz von etwa 10 Millionen EUR. Damit ist für den Gründer und Geschäftsführer die Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen. 

Er möchte Namibia als Herkunftsland hochwertiger Lebensmittel wie Fisch oder Austern stärker ins Bewusstsein europäischer Verbraucher rücken. „Mir ist wichtig, für Namibia mehr Sichtbarkeit, Wertschätzung und Wertschöpfung zu schaffen“, fügt er hinzu. „Langfristig sehe ich South Trade als Plattform für hochwertige Lebensmittel, die Qualität, Transparenz und Herkunft miteinander verbinden.“

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