Logistik auf die feine Art

Interview

Seit 1984 hat es sich SENATOR INTERNATIONAL zur Aufgabe gemacht, Transportdienstleistungen anzubieten, deren Zuverlässigkeit über jeden Zweifel erhaben ist, und durch erstklassigen Service eine langfristige Kundenbindung anzuregen.

Mit dieser Maxime blieb das Familienunternehmen durchweg erfolgreich: Nach weiteren Niederlassungen in Deutschland begann bereits 1994 die Internationalisierung des Unternehmens durch die Eröffnung eines Büros in England. Weitere Regionen wurden erschlossen, vor zehn Jahren kamen Asien und Südamerika hinzu, schließlich 2013 Südafrika.

Mittlerweile liegt der Anteil internationaler Aufträge bei 98%. „Wir gehen immer dahin, wo unsere Kunden uns brauchen“, so der Geschäftsführende Gesellschafter Tim-Oliver Kirschbaum, „und haben so ein dynamisches und organisches Wachstum erfahren.“

Neue Standorte, neue Dienste

Bis heute ist die Zahl der Mitarbeiter von SENATOR INTERNATIONAL von anfangs neun auf 1.000 gestiegen, verteilt auf 48 Standorte auf fünf Kontinenten.

„Wir gehen immer dahin, wo unsere Kunden uns brauchen.“ Tim-Oliver Kirschbaum Gesamtprokurist

Neben das erste Kerngeschäft Luftfracht trat schon in den 1990er Jahren die Seefracht, und inzwischen ist das Unternehmen bei jährlichen Umsatzsteigerungen von 5 bis 10% so weit angewachsen, dass SENATOR INTERNATIONAL über eigene Spezialisten jeder logistischen Teildisziplin verfügt und entsprechend umfangreiche Dienste anbieten kann: „Neben See- und Luftfrachttransporten exportieren und importieren wir weltweit, bieten Kommission und Lager, Just-in-time und Just-in-sequence an und verfügen mit der SENATOR INTERNATIONAL Verpackungs GmbH über ein eigenes Unternehmen für Industrieverpackungen.“

Risiken abmildern

Die stetige Erweiterung des Portfolios und die globale Ausbreitung des Aktivitätsfeldes sorgen dafür, dass die Abhängigkeit des Unternehmens von der Konjunktur und unvorhersehbaren Problemen weitestmöglich minimiert und Risiken gestreut werden.

„Unsere Produktpalette ist sehr diversifiziert, ebenso unsere Märkte und Commodities“, erklärt Tim-Oliver Kirschbaum. Eine breite Aufstellung findet sich ebenfalls in den Zielgruppen von SENATOR INTERNATIONAL wieder: Die wichtigsten Kunden entstammen aus dem Bereich Automotive und Industriemaschinen sowie der Textilindustrie und der Hightech-Branche.

Kundenkontakt ist elementar

Während einerseits zuverlässige Kontakte auf der ganzen Welt für eine enge Vernetzung sorgen und auf den Kunden maßgeschneiderte Dienstleistungen erst ermöglichen, versteht sich die Geschäftsleitung von SENATOR INTERNATIONAL trotz des Erfolgs weiterhin als Hands-on-Spediteure.

Durch eine flache und schlanke Organisationsstruktur (lean management) ist die Geschäftsleitung mit allen wichtigen Themen wie Finanzen, Kunden, Investitionen oder IT selbst eng verbunden.

„Bei uns kann der Kunde den Inhaber persönlich sprechen. Außerdem sind wir flexibler als größere Unternehmen, weil wir Entscheidungen kurzfristig treffen und dabei auf unsere langjährige, breitgefächerte Erfahrung zurückgreifen können. Dadurch halten wir die unumgänglichen Risiken bei schnellen Entschlüssen sehr klein. Und genau das schätzen unsere Kunden“, so Tim-Oliver Kirschbaum.

„Wir sind wie ein Broker und haben keine Assets, sondern Mitarbeiter, das ist unser wichtigstes Gut.“ Tim-Oliver Kirschbaum Gesamtprokurist

Eine andere Unternehmenskultur

Die Mitarbeiter sind nicht zuletzt wegen des fairen persönlichen Umgangs miteinander, der im Unternehmen gepflegt wird, hoch motiviert. „Wir produzieren nicht, sondern vermitteln Transporte; wir sind wie ein Broker und haben keine Assets, sondern Mitarbeiter, das ist unser wichtigstes Gut.“

So verwundert es auch nicht, dass Fortbildungen des mittleren Managements und die Förderung von Youngstern dieser Wertschätzung Rechnung tragen. „Auf selbst geförderten Nachwuchs, zum Beispiel durch Schüler- oder Studentenmessen, legen wir großen Wert“, bekräftigt Tim-Oliver Kirschbaum.

Wenn fachlich qualifizierte Mitarbeiter keine Sorgen und Nöte umtreiben, können sie sich mit Hingabe dem Dienst am Kunden verschreiben, so das Kalkül von SENATOR INTERNATIONAL. „Der Umgang bei uns ist anders und wird von den Niederlassungsleitern vorgelebt, wie ich höre.“

Zurückhaltendes Marketing

Wie sehr Qualität sich auszahlen kann, dafür ist der Erfolg von SENATOR INTERNATIONAL wohl ein eindrucksvoller Beleg. Dass der Grundsatz im Unternehmen fest verankert ist, zeigt insbesondere der Verzicht des Unternehmens auf reißerische Werbung.

In hanseatischer Tradition dem Understatement verpflichtet, möchte SENATOR INTERNATIONAL lieber durch sachlich gehaltene Info-Briefe von seiner Fachkompetenz überzeugen. Dazu Tim-Oliver Kirschbaum: „Statt die eigenen Produkte anzupreisen, wollen wir unsere Kunden lieber auf dem neuesten Stand halten.“

Mit Nachhaltigkeit in die Zukunft

SENATOR INTERNATIONAL hat sich freiwillig nach internationalen Umweltstandards zertifizieren lassen und ist außerdem Umweltpartner der Stadt Hamburg. Die eigenen Mitarbeiter werden sogar geschult, um die eigene betriebliche Umweltbilanz stetig zu verbessern.

Nachhaltigkeit steht auch beim Wirtschaften im Vordergrund. Für SENATOR INTERNATIONAL bedeutet das, dem eigenen Qualitätsanspruch auch künftig gerecht zu werden. „Unser Qualitätsanspruch bedarf einer gewissen Nachhaltigkeit. Dazu braucht es interne Qualitätsmessung und Prozesssteuerung.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Transport & Logistik

Wenn Zeit eine kritische Größe ist

Interview mit Hilmar Heubach, Gründer und Geschäftsführer der HTL Transportlogistik Ges. für Transportlogistik & Sonderfahrten mbH

Wenn Zeit eine kritische Größe ist

Wenn Bauteile fehlen, Produktionslinien stocken oder Termine nicht verschiebbar sind, entscheidet jede Minute. Zeitkritische Sonderlogistik ist das Spezialgebiet der HTL Transportlogistik GmbH in Mülheim an der Ruhr. Das von Hilmar…

Die Kraft verlässlicher Logistik

Interview mit Wim Jacobs, Direktor der Commodity Centre Belgium NV

Die Kraft verlässlicher Logistik

Zwischen globalen Warenströmen und wachsender Nachfrage nach Rohstoffen zählt der Hafen Antwerpen zu den bedeutendsten Umschlagplätzen Europas. Hier hat sich Commodity Centre Belgium NV seit 2013 zu einem führenden Spezialisten…

Smarte Services für starke Prozesse

Interview mit Markus Zipper, Geschäftsführer der ProLog Automation GmbH & Co. KG

Smarte Services für starke Prozesse

Die Einführung fahrerloser Transportsysteme (FTS) ist für viele Unternehmen ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Automatisierung und Effizienzsteigerung. Doch der nachhaltige Erfolg solcher Systeme hängt nicht allein von der…

Spannendes aus der Region Hamburg

„Inzwischen sind wir nicht nur eine Marke, sondern ein Qualitätssiegel!“

Interview mit Roman Kowalew, Senior Brand Manager der DOVGAN GmbH

„Inzwischen sind wir nicht nur eine Marke, sondern ein Qualitätssiegel!“

Ethnowochen stehen in deutschen Supermärkten und Discountern hoch im Kurs: Osteuropäische Produkte haben es den Verbrauchern inzwischen besonders angetan – die Paradedisziplin der DOVGAN GmbH, die seit fast 30 Jahren…

Wenn Rechnungen sich selbst ­bezahlen

Interview mit Axel Rebien, CEO der Serrala Group GmbH

Wenn Rechnungen sich selbst ­bezahlen

Während CFOs noch vor wenigen Jahren mühsam Excel-Tabellen für Liquiditätsplanung füllten, übernehmen heute KI-Agenten die Arbeit. Sie arbeiten autonom, in Echtzeit und, anders als jeder Mensch, fehlerfrei. Das Hamburger Unternehmen…

Das digitale Richtfeuer für Unternehmen im Wandel

Interview mit Dr. Michael Gösch, Geschäftsführer der Leading Lights GmbH

Das digitale Richtfeuer für Unternehmen im Wandel

Die digitale Transformation ist für viele Unternehmen eine zentrale Herausforderung, die nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet. ­ Die Leading Lights GmbH hat sich als…

Das könnte Sie auch interessieren

„Die Sehnsucht nach dem persönlichen Austausch bleibt“

Interview mit Irene Serio, Geschäftsführerin der O.I.C. SRL

„Die Sehnsucht nach dem persönlichen Austausch bleibt“

Kaum ein Wirtschaftssektor ist von der Coronapandemie so stark betroffen gewesen wie die Veranstaltungsbranche, in der sich die italienische O.I.C. SRL seit einem halben Jahrhundert als kompetenter Partner engagiert. Aus…

Digitaloptimisten transformieren die Bauwirtschaft

Interview mit Hagen Schmidt-Bleker, Vorstand der Formitas AG

Digitaloptimisten transformieren die Bauwirtschaft

Die Baubranche profitiert an vielen Stellen von modernster digitaler Technologie – von KI bis VR. Der Schlüssel, dass diese Transformation gelingt, liegt jedoch vornehmlich bei den Menschen, ist Hagen Schmidt-Bleker…

Gemeinschaft als Erfolgsmodell

Interview mit Francesca Marastoni, Sales Director der Cantina Valpolicella Negrar S.C.A.

Gemeinschaft als Erfolgsmodell

Wein ist weit mehr als ein Genussmittel – er ist Ausdruck von Herkunft, Handwerk und kultureller Identität. Gerade in traditionsreichen Regionen wie dem Valpolicella prägt dieses Zusammenspiel seit Generationen die…

TOP