Vom Baggerfahrer zur Innovation
Interview mit Stefanie Hindelang, Verkauf und Service der Schmölz SchachtFix & Baugeräte GmbH

Die Geschichte des Unternehmens beginnt in der Landwirtschaft. Firmengründer Florian Schmölz arbeitete als Baggerfahrer und ärgerte sich über das aufwendige Handling herkömmlicher Schachtgehänge. Seine Lösung war der SchachtFix – ein Greifer, der Schachtringe von innen aufnimmt und ohne zusätzliche Hilfskraft bewegt. Das spart Zeit und erhöht zugleich die Arbeitssicherheit. Aus dieser Innovation entstand 2001 die Schmölz SchachtFix & Baugeräte GmbH. Im Laufe der Jahre wurde das Portfolio kontinuierlich erweitert – zunächst um mechanische, später um hydraulische Greifer für Rohre, Verbauboxen, Kabeltrommeln und weitere Anwendungen im Tiefbau. Mit dem Umzug in die neue Produktionshalle im Jahr 2020 baute das Familienunternehmen die Eigenfertigung deutlich aus und ergänzte sein Angebot um die Vermietung von Verbausystemen. Dadurch gewann es mehr Kontrolle über Qualität und Lieferzeiten und schuf zusätzliche Arbeitsplätze in der Region.
Zum 01.01.2026 wurde das Unternehmen auf Tochter Stefanie Hindelang übertragen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Verbindung von Entwicklung und Praxis. Rückmeldungen von Bauunternehmen fließen in die Weiterentwicklung der Geräte ein. So entstehen Lösungen, die sich auch unter anspruchsvollen Bedingungen bewähren.
Kurze Entscheidungswege ermöglichen es, Verbesserungen zügig umzusetzen und flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren. Dieser Ansatz prägt das Unternehmen bis heute.
Persönlich, langlebig und nah am Kunden
Heute beschäftigt das Unternehmen bis zu 20 Mitarbeitende und beliefert vor allem Kunden in Deutschland sowie teilweise in Österreich und der Schweiz. Zu den wichtigsten Abnehmern zählen Tief- und Kanalbauunternehmen. Neben den Produkten gehört der persönliche Service zu den Stärken des Unternehmens. Ersatzteile, Reparaturen und UVV-Prüfungen werden schnell und unkompliziert organisiert – häufig genügt ein Anruf. „Kundenzufriedenheit liegt uns sehr am Herzen“, betont Stefanie Hindelang. Digitalisierung unterstützt dabei interne Abläufe ebenso wie den Kundenservice, etwa durch QR-Codes für Bedienungsanleitungen und Ersatzteilinformationen. Gleichzeitig setzt man auf langlebige Produkte, regionale Zulieferer und eine 100-kW-Photovoltaikanlage. Für die Zukunft steht die internationale Expansion im Fokus. Ziel bleibt es, praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die den Arbeitsalltag auf Baustellen nachhaltig erleichtern.










