Schwingungstechnik für Industrie und Alltag

Interview mit Jörg Heyming, Geschäftsführer der ROSTA GmbH

Die Wurzeln der ROSTA AG reichen bis zu den Erfindungen eines gewissen Herrn Rohr zurück. Die Namensgebung ‘ROSTA’ leitet sich daher von ‘Rohr’ und ‘Staufen’ ab. Der Erfinder entwickelte ein Prinzip, bei dem eine gedrehte Achse und Gummielemente kombiniert wurden, um drei Funktionen in einem Bauteil zu vereinen: Federn, Dämpfen und Lagern. Dieses Konzept führte zur Entwicklung zahlreicher Produkte wie Ketten- und Riemenspanner sowie Motorwippen. „Unsere Produkte zeichnen sich besonders durch hohe Qualität und Langlebigkeit aus“, betont Jörg Heyming.

Breite Marktpräsenz und ständiger Wandel

Heute ist ROSTA weltweit in vielen Industriezweigen tätig, darunter Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie, Bergbau, E-Mobiliy und Recycling. Die Expansion begann in den 1980er-Jahren mit der Gründung einer Tochtergesellschaft in Kanada, gefolgt von weiteren Niederlassungen in Deutschland, Italien, den USA, Australien und China. Die Nähe zum Kunden ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.

„Unsere Vertriebs- und Serviceniederlassungen sowie fast 40 Vertriebspartner weltweit ermöglichen es uns, schnell auf die Bedürfnisse unserer Kunden zu reagieren und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten“, so Jörg Heyming. Die ROSTA Germany GmbH ist eine 100%ige Tochter der ROSTA AG Schweiz, welche Teil der POLYGENA-Gruppe, einer Schweizer Holding mit vier weiteren Firmen, ist. Die Integration hat es ROSTA ermöglicht, Synergien innerhalb der Gruppe zu nutzen und die Qualität der Produkte zu steigern. „Die Zusammenarbeit mit der Compounds AG, unserem Schwesterunternehmen und Lieferanten des hochwertigen ROSTA-Gummis, ist ein wichtiger Faktor für die Langlebigkeit unserer Produkte“, erklärt Jörg Heyming. ROSTA beschäftigt weltweit etwa 120 Mitarbeiter, davon 13 in Deutschland.

Innovation und Nachhaltigkeit als Treiber des Erfolgs

Ein weiterer Erfolgsfaktor von ROSTA ist die Innovationskraft. In der Schweiz verfügt die Firma über ein eigenes Labor und ein Konstruktions- und Innovationsteam, mit Möglichkeiten bis zur Berechnung und Simulation eines digitalen Zwillings. „Wir machen etwa 50% unseres Geschäfts mit Katalogware und 50% mit kundenspezifischen Lösungen“, erläutert Jörg Heyming. Diese maßgeschneiderten Produkte entstehen in enger Zusammenarbeit mit den Kunden.

Auch die Digitalisierung spielt im Unternehmen eine zentrale Rolle. Die Einführung eines ERP-Systems ermöglicht einen schnellen Datenaustausch und die effiziente Zusammenarbeit über alle Standorte hinweg. Zudem bietet die ROSTA digitale Services wie Vibrationssensoren zur Überwachung der Produktivität und Predictive Maintenance an. „Unsere Motorwippen und Spannsysteme tragen dazu bei, die Energieeffizienz von Maschinen zu erhöhen und die Lebensdauer der Komponenten zu verlängern“, betont Jörg Heyming. Diese Innovationen führen nicht nur zu einer messbaren Effizienzsteigerung, sondern fördern auch die Nachhaltigkeit. „Durch unsere Produkte können wir Energie einsparen und CO2-Emissionen reduzieren“, fügt er hinzu.

Die Produkte von ROSTA sind besonders in Bereichen wie E-Mobilität, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Recycling, Bergbau und jeglicher Maschinenbau gefragt. Auch in Nischenbereichen wie Kinderspielplätzen und Sportgeräten finden sie Anwendung und heben sich durch ihre hohe Qualität und Langlebigkeit von der Konkurrenz ab. Die Kompetenz von ROSTA, individuelle Kundenwünsche zu erfüllen, trägt maßgeblich zum nachhaltigen Wachstum des Unternehmens bei.

 

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