Weil weniger so viel mehr ist

Interview mit Markus Müller, Geschäftsführer der Re-uz Germany GmbH

Die Re-uz Germany GmbH aus Dreieich ist seit vielen Jahren in der Welt der Mehrwegbecher zu Hause. Sie gestaltet Becher nach Kundenwunsch, verkauft, vermietet, spült und transportiert sie von einem Event zum nächsten – um damit ein klares Zeichen für mehr Nachhaltigkeit zu setzen.

Der bessere Kreislauf

2015 gegründet und seit 2019 Teil der Impact-Gruppe, hat sich Re-uz zu einem führenden Player des Marktes entwickelt. „Wir agieren auf einem gleichermaßen wachsenden wie umkämpften Markt“, sagt Geschäftsführer Markus Müller. „Der Verkauf an Impact war entscheidend, um innerhalb einer starken Gruppe Dinge nachhaltig ändern und Innovationen schnell und effizient umsetzen zu können.“ Die Impact-Gruppe produziert 100 Millionen Mehrwegbecher im Jahr und experimentiert immer wieder mit neuen Materialien und Ideen, um den CO2-Fußabdruck auf Festivals, Events und in Stadien zu

minimieren. „Bei den Materialien spielen Aspekte wie Bruchsicherheit und Gewicht eine große Rolle“, sagt Markus Müller. „Für uns ist Polypropylen momentan die erste Wahl. Doch es geht nicht nur um das ökologischste Material. Wir beschäftigen uns auch mit Pfandsystemen, um Abfall zu minimieren, und arbeiten derzeit daran, erste Stadien mit RFID-gechippten Bechern auszustatten, um den Verbleib der Becher lückenlos nachverfolgen zu können. Zudem statten wir Becher mit QR-Codes aus, um den Rücknahmeprozess zu vereinfachen. Diese Becher können in spezielle Rücknahmewände geworfen werden, sodass niemand einen Stand aufsuchen und sich in einer Schlange anstellen muss.“

Eine bessere Zukunft statt mehr Müll

Re-uz ist längst einer der größten Anbieter von Mehrwegbechern und auf großen Festivals wie Hurricane, Deichbrand oder Summer Breeze sowie in fünf Bundesligastadien und bei Zweit- und Drittligaspielen vertreten. Seit dem Verkauf an Impact und den damit verbundenen neuen Möglichkeiten konnte das Unternehmen seinen Umsatz kontinuierlich steigern. „Als Unternehmen müssen wir natürlich unternehmerisch denken und planen“, erklärt Markus Müller. „Aber wir gehen diesen Weg auch in der Gruppe, um das Geschäft trotz aller logistischen und finanziellen Herausforderungen ökologischer zu gestalten. Mittlerweile hat ein Umdenken stattgefunden und immer mehr Kunden sind bereit, für nachhaltige Lösungen mehr Aufwand zu betreiben. Unsere Aufgabe ist es auch, Kunden dafür noch stärker zu sensibilisieren – getreu unserem Claim ‚Less is now‘.“

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