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NRW ist ein starkes Land, aber es wird schwach regiert

Interview mit Johannes Vogel, Generalsekretär der FDP in Nordrhein-Westfalen

Wirtschaftsforum: Wie groß ist die Chance für die FDP, einen Regierungswechsel in NRW herbeizuführen und ein Signal für die Bundespolitik zu setzen?

Johannes Vogel: NRW ist ein starkes Land, aber es wird schwach regiert. Da ist eine ungeduldige Mitte, die den Stillstand satthat und die Zukunft gestalten will. Deswegen verfolgen wir optimistisch das Ziel, drittstärkste Kraft zu werden. Dann treiben wir entweder in einer Regierung mit liberaler Handschrift oder als Oppositionsführer den Politikwechsel in NRW voran. Beides wäre auch ein starkes Signal für die Bundestagswahl.

„Da ist eine ungeduldige Mitte, die den Stillstand satthat und die Zukunft gestalten will.“ Johannes VogelGeneralsekretär der FDP in Nordrhein-Westfalen

Wirtschaftsforum: Wie erklären Sie sich die guten Umfrageergebnisse der FDP? Sind diese ausschließlich dem "Lindner-Effekt" geschuldet?

Johannes Vogel: Die Umfrageergebnisse motivieren uns und wir haben mit Christian Lindner ein starkes Zugpferd. Allerdings geht es nicht um die Partei oder einzelne Personen. Es geht um unser Land und seinen Menschen bieten wir liberale Antworten auf die Zukunftsfragen. Der Zuspruch ist also kein Effekt, sondern beruht auf harter Arbeit und politischer Substanz.

Wirtschaftsforum: Womit möchten Sie in Nordrhein-Westfalen beim Thema Wirtschaft und bei den mittelständischen Unternehmen punkten?

Johannes Vogel: Erstens: Wir wollen durch ein Entfesselungsgesetz alle bürokratischen Regelungen, die über das Maß von Bund und EU hinausgehen, abschaffen. Zweitens: NRW soll Gründerland Nummer eins werden. Das erreichen wir zum Beispiel durch ein bürokratiefreies erstes Jahr für Gründer oder besseren Zugang zu Kapital. Drittens: Wir müssen in die digitale und die Verkehrsinfrastruktur investieren. Neben den Daten muss auch der Straßenverkehr in NRW fließen.

Interview: Dr. Tanja Glootz

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